| Rosmarin | ||||||||||||
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| Illustration_Rosmarinus_officinalis0.jpg | ||||||||||||
| : | Asternähnliche (Asteridae) |
| : | Lippenblütlerartige (Lamiales) |
| : | Lippenblütler (Lamiaceae) |
| : | Nepetoideae |
| : | Rosmarinus |
| : | Rosmarin |
Der Name Rosmarin kommt vom lateinischen ros marinus und bedeutet "Tau (ros) des Meeres (marinus)", also "Meertau".
Die blassblauen Blüten können das ganze Jahr über entstehen. Sie stehen in kurzen achselständigen Trauben und sind durch Sternhaar etwas filzig. Der Kelch ist glockig, zweilippig und zur Fruchtzeit deutlich größer. Die Oberlippe ist zweiteilig, die Unterlippe dreilappig mit großen Mittellappen. Die zwei Staubblätter ragen weit aus der Blüte hervor.
Wird häufig als Zier- und Gewürzpflanze kultiviert.
Rosmarin war Bestandteil eines der ersten destillierten Parfüme, bei dem ätherisches Öl mit Alkohol kombiniert wird. Die Mischung hieß nach der Königin Elisabeth von Ungarn „Ungarisches Wasser“. Nach einer Legende versicherte der Einsiedler, der der Königin das Duftwasser überreichte, es werde ihre Schönheit bis zu ihrem Tode bewahren. Das muss gestimmt haben, denn der König von Polen bat noch die 72-jährige um ihre Hand.
Kölnisch Wasser enthält nach wie vor Rosmarinöl.
Rosmarin ist in der mediterranen Küche (vor allem in Italien und der Provence) ein wichtiges Gewürz.
Rosmarin wird oder wurde zeitweilig auch als Bitterstoff im Bier verwendet.
In der antiken Kultur dagegen hat der Rosmarin als eine den Göttern, insbesondere der Aphrodite, geweihte Pflanze eine große Rolle gespielt.
In der Naturheilkunde wird Rosmarin innerlich als Tee zur Kreislaufanregung und gegen Blähungen verwendet. Rosmarin wirkt anregend auf Kreislauf und Nerven und soll besonders beim so genannten „Altersherz“ durch milde Unterstützung und Stärkung wirken. Rosmarin fördert auch die Tätigkeit der Verdauungsdrüsen und hilft so bei Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen.
Äußerlich wirkt Rosmarin durchblutungssteigernd und wird daher zu Bädern sowohl bei Kreislaufschwäche, Durchblutungsstörungen als auch bei Gicht und Rheuma (beispielsweise als Rosmarinspiritus) gebraucht.
Rosmarinöl hat eine stark antiseptische Wirkung, die das 5,4-fache von Karbolsäure (Phenol) beträgt.
Auch im Pflanzenbereich hat Rosmarin als Tee aufgebrüht eine antimykotische Wirkung auf verschiedene Schadpilze und lässt sich somit als hauseigenes Pflanzenschutz/-stärkungsmittel einsetzen
Das ätherische Rosmarinöl bildet je nach Standort, Höhenlage, Klima und Boden unterschiedliche Chemotypen aus, die sich in komplett verschiedenen Inhaltsstoffen und Wirkweisen auf Körper, Geist und Seele unterscheiden. Man gewinnt es mittels Wasserdampf-Destillation des Krautes. Rosmarinöl gehört zu den hautreizenden ätherischen Ölen.
So gibt es den Rosmarinus officinalis Chemotyp Borneon, der 45 % Monoterpene, bis 30 % Ketone, bis 18 % Oxide, Sesquiterpene, Monoterpenole, Phenole, Ketone und Ester enthält.
Rosmarinus officinalis Chemotyp 1,8 Cineol enthält 45 % Oxide, 30 % Monoterpene, Sesquiterpene, Monoterpenole, Phenole, Ketone und Ester.
Rosmarinus officinalis Chemotyp Verbenon enthält 50 % Monoterpene, 15 % Ketone, Monoterpenole, Ester und Oxide
Die alten Ägypter gaben ihren Toten Rosmarinzweige in die Hände, um die Reise in das Land der unsterblichen Seelen mit ihrem Duft zu versüßen; in Griechenland wand man Totenkränze aus Rosmarin. In der Literatur taucht Rosmarin als Totenpflanze bei Shakespeare und Hebel auf. Rosmarin und Thymian trug man als Sträußchen gerne bei Begräbnissen und Prozessionen. Man hoffte, auf diese Weise gegen ansteckende Krankheiten gefeit zu sein. In London war es Anfang des 18. Jahrhunderts üblich, dass jeder Trauergast, der einen Sarg zum Friedhof begleitete, vom Diener des Hauses einen Zweig Rosmarin überreicht bekam. Einerseits trug man diesen Rosmarinzweig als Symbol der Erinnerung, sein Duft half jedoch auch, den Gestank des Todes zu übertünchen. Sobald der Sarg ins Grab gelegt war, warfen alle Trauergäste ihre Rosmarinzweige ins Grab hinab.
Als Symbol des Todes taucht Rosmarin auch in folgendem Gedicht der Volksliteratur auf, dessen Verfasser unbekannt ist:
Siehe auch: Liste der Küchenkräuter und Gewürze
Lippenblütler | Gewürzpflanze | Gewürz | Heilpflanze
حصالبان | Romer | Rosmarin | Rosemary | Rosmareno | Rosmarinus officinalis | Rosmariini | Romarin | Ružmarin | Rozmaring | Rosmarinus officinalis | ローズマリー | Rozemarijn | Rosmarin | Rozmaryn lekarski | Alecrim | Rožmarin | Rosmarin | Розмарин
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