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Rosengewächse
Rosa pendulina.jpg (Rosa pendulina)]]
: Samenpflanzen (Spermatophyta)
: Bedecktsamer (Magnoliophyta)
: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
: Rosenähnliche (Rosidae)
: Rosenartige (Rosales)
: Rosengewächse
Wissenschaftlicher Name Rosaceae n Die Rosengewächse (Rosaceae) sind eine Familie der Bedecktsamer (Magnoliophyta). Es ist eine sehr vielgestaltige Familie, die in 4 Unterfamilien gegliedert wird.

In Mitteleuropa heimische wildwachsende Gattungen (Auswahl)


Wildwachsend kann man in Mitteleuropa zum Beispiel folgende Gattungen finden: Erdbeeren (Fragaria), Mädesüß (Filipendula), Odermennige (Agrimonia), Wiesenknopf (Sanguisorba), Nelkenwurz (Geum), Fingerkraut (Potentilla), Frauenmantel (Alchemilla), Geißbart (Aruncus), Silberwurz, Brombeeren (Rubus), Rosen (Rosa) und Weißdorn (Crataegus).

Zierpflanzen


Als Zierpflanzen neben der Rose selbst sind in Parks und Gärten die Fingerkräuter, Spiraea-Arten (Spiersträucher), Felsenbirnen, Zierquitten, Feuerdorn, Cotoneaster-Arten, bekannt.

Nutzpflanzen


Vor allem als Nutzpflanzen sind die zahlreichen Obstsorten hervorzuheben. So gehören Erdbeeren, Him- und Brombeeren hierher, Äpfel, Birnen, Quitten, Pflaumen, Kirschen, Pfirsiche, Aprikosen, Marillen und Mandeln, des Weiteren Weißdorn, Mispel, Wollmispel, Schlehe, Traubenkirsche und Speierling.

Heimat

Während Apfel, Birne und Süßkirsche auch in Mitteleuropa heimisch sind, stammen Quitten, Sauerkirschen, Pflaumen und Mandeln aus Vorderasien, Aprikosen aus Turkmenistan und der Pfirsich aus China.

Viele dieser Obstbäume wurden schon von den Römern aus Kleinasien nach Italien und von dort ausgehend in andere Gebiete des römischen Reiches eingeführt. Die Sauerkirsche soll Lucullus vom Feldzug gegen Mithridates mitgebracht haben.

Morphologie


Blätter

Meistens sind es einfache Blätter, die ganzrandig oder am Rand gezähnt sind. Selten sind die Blätter gefiedert (Gänsefingerkraut, Vogelbeere.) Immer sind Nebenblätter (Stipeln, blattartige Auswüchse am Ansatz des Blattstiels) vorhanden, manchmal sind die Nebenblätter nur gut beim Laubaustrieb zu sehen, weil bei manchen Arten die Nebenblätter schnell welken und abfallen.

Blüten

Die Blüte sind radiär aufgebaut und mit doppelter oder ungleichartiger Blütenhülle. Die Blüten sind meist fünfzählig, sie können aber auch gelegentlich vierzählig sein. Des Weiteren können die Kronblätter fehlen. Es können von einem Staubbaltt bis sehr vielen Staubblättern vorhanden sein, wobei letzteres häufiger anzutreffen ist. Oft sind es dann 20Staubblätter. Das Gynözeum ist stets mit unverwachsenen Fruchtblättern; diese können jedoch vom Blütenboden umschlossen oder sogar mit ihm verwachsen sein, so dass ein unterständiger Fruchtknoten entsteht. Je nach Unterfamilien können sehr wenige bis unendlich viele Fruchtknoten vorhanden sein.

Bild:Rosa tomentosa flowerdiagram.png|Blütendiagramm von Rosa tomentosa Bild:Prunus padus flowerdiagram.png|Blütendiagramm von Prunus padus Bild:Sanguisorba officinalis flowerdiagram.png|Blütendiagramm von Sanguisorba officinalis Bild:Spiraea hypericifolia flowerdiagram.png|Blütendiagramm von Spiraea hypericifolia

Früchte

Die Früchte sind bei den Spiraeoideae Balgfrüchte, das sind sehr ursprüngliche und einfach gebaute Früchte. Bei den Rosoideae sind es Nußfrüchte, die zu vielen in Sammelfrüchten sitzen. Die Kerne der Maloideae sitzen zu wenigen bis einem in Samenkammern eingebettet, umhüllt vom Fruchtfleisch, das aus dem Blütenboden gebildet wird. Bei den Amygdaloideae umhüllt das Fruchtfleisch jeweils einen einzelnen Steinkern.

Systematik


Spiraea-vanhouttei.JPG Man unterscheidet 95 Gattungen mit insgesamt etwa 2830 Arten. Die Familie ist in vier Unterfamilien unterteilt, die mit den in Mitteleuropa heimischen und den wichtigsten hier kultivierten Gattungen aufgeführt sind.

Unterfamilie Spiraeoideae

Hauptartikel: Spiraeoideae

Das ist eine Gruppe relativ ursprünglicher Arten. Jeweils in einer Blüte sind viele Fruchtblätter, daraus entstehen viele Balgfrüchte.

Unterfamilie Rosoideae

StrawberryWatercolor.jpg Hauptartikel: Rosoideae

Die Vertreter dieser Unterfamilie sind sehr vielgestaltig. Es gibt Stauden und Büsche. Die Früchte sind häufig Nüßchen, meist zu vielen in Sammelfrüchten (Hagebutte, Erdbeere). Sprossachse kelchförmig (Rosa) oder fleischig verdickt (Fragaria). Bei Rubus (Brombeere, Himbeere) handelt es sich nicht um Beeren, sondern um Steinfrüchte an der verdickten Sprossachse (praktisch: Viele kleine Kirschen zu einer Sammelsteinfrucht zusammengefasst).

Unterfamilie Kernobstgewächse oder Apfelgewächse (Maloideae)

Chaenomeles-japonica-blomst.JPG | Sterappel dwarsdrsn.jpg Hauptartikel: Kernobstgewächse

Diese Unterfamilie enthält Arten, deren Früchte alle dem Apfel sehr ähnlich sind. Die Samen (Kerne) sind hierbei in die verdickte Sprossachse eingeschlossen. Die Fruchtblätter sind in ihre Zahl pro Blüte reduziert, beim Apfel zum Beispiel sind es fünf (entsprechend dann die Samenkammern im Apfel). Es ist also schon eine Gruppe höher entwickelter Arten.

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Unterfamilie Steinobstgewächse (Amygdaloideae)

Diese Unterfamilie enthält Arten, die innerhalb der Rosengewächse am höchsten entwickelt sind. Die Anzahl der Fruchtblätter pro Blüte ist auf eines reduziert, daraus entsteht der einzelne Steinkern pro Frucht. In dieser Unterfamilie gibt es nur die eine Gattung: Prunus. Genannt werden hier die wichtigsten Nutzpflanzenarten, daneben gibt es noch eine große Anzahl von Ziergehölzen.
  • Die Gattung Prunus wird gegliedert in 6 Untergattungen:
    • Subgenus Amygdalus: Mandeln (P. dulcis) und Pfirsiche (P. persica)
    • Subgenus Prunus: Pflaumen und Aprikosen
    • Subgenus Cerasus: Kirschen: (P. cerasus) und (P. avium)
    • Subgenus Padus: Traubenkirschen (P. padus)
    • Subgenus Laurocerasus: Kirschlorbeer (P. laurocerasus), immergrüner Busch, nicht in Mitteleuropa heimisch aber in vielen Parks und Gärten angepflanzt.
    • Subgenus Lithocerasus

unklare Zuordnung

Siehe auch


Feuerbrand (Bakterienbefall)

Rosengewächse

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