| Rosen | ||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| red rose.jpg | ||||||||||||||
| : | Bedecktsamer (Magnoliophyta) |
| : | Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida) |
| : | Rosenähnliche (Rosidae) |
| : | Rosenartige (Rosales) |
| : | Rosengewächse (Rosaceae) |
| : | Rosoideae |
| : | Rosen |
Rund 977 Mio. Rosen in Form von Schnittblumen sind im Jahre 2004 nach Deutschland importiert worden (Wert 765 Mio. Euro). Davon stammten
Rosensträucher wachsen freistehend aufrecht oder können – mit Hilfe von Rankhilfen – auch klettern (als Rambler oder Spreizklimmer). Manche Arten besitzen keine oder nur sehr wenige Stacheln. (Rosen haben – entgegen allen poetischen Äußerungen – keine Dornen, sondern Stacheln.) Die Stacheln können rötlich, schwarz sein, klein, groß, borstig, breit, gerade, keilförmig, hakig gekrümmt oder bösartig spitz sein. Rosa sericea var. omeiensis var. pteracantha aus China hat die größten Stacheln, scharf, hart, flach, keilförmig, rötlich durchscheinend, die an der Basis bis zu 2 cm und mehr verbreitert sind, länger als ihre Blätter. Sie wird volkstümlich deshalb die Stacheldrahtrose (engl.: Winged Thorn) genannt.
Die Früchte der Rosen (in Wirklichkeit handelt es sich um Sammelnussfrüchte, das heißt die „Kerne“ sind die eigentlichen Früchte) werden Hagebutten genannt. Das „Fruchtfleisch“ ist essbar und sehr vitaminreich. Mehrmals blühende Rosen bilden durch den Sommerschnitt keine Hagebutten aus.
Die Blüten sind fünfzählig, die Staubblätter sind in Vielzahl vorhanden. Die Rose bildet entweder endständige einzeln Blüten aus, oder die Blüten sitzen in rispenartigen Blütenständen. (Kultur-)Rosen (Gartenrosen) kommen in allen Farben (außer reinem Blau und Schwarz) und auch Farbmischungen vor. Es gibt sogar eine grüne Rose (Viridiflora). Viele Sorten verbreiten in verschiedenen Duftnoten einen angenehmen Duft. Viele Sorten sind gefüllt blühend, das bedeutet, ein Teil oder alle Staubblätter sind in Blütenblätter umgewandelt.
Rosenblüte.jpg | Gelbe Rose1.JPG | Rosa_sp.188.jpg
Die ältesten Funde, die man bisher gemacht hat, sind Fossilien in den Colorado Rockies, die Abdrücke von Rosenblättern aufweisen und stammen aus dem Paleolithikum, das auf 35 bis 32 Millionen Jahre zurückreicht. Der Ursprung der Rosenkultur ist die chinesische Gartenkunst; Konfuzius (551 v. Chr. bis 479 v. Chr) berichtet von Rosenpflanzungen in den königlichen Gärten in Peking.
Der berühmte Lyriker Anakreon von Griechenland lobte die heilende Wirkung des Rosenbalsams. Zur Römerzeit wurden in Italien Rosen (Rosa canina, Rosa gallica, Rosa × alba) zur Parfümherstellung in Plantagen und als Heilpflanze kultiviert. Für die Römer war die Rose eines der höchsten Luxusgüter, und ihre Festmahle waren von Rosenblüten übersät. Mit dem Ende des Römischen Reiches fand der Rosenanbau (zu Heilzwecken) nur noch in den Klostergärten statt.
Karl der Große verordnete 794 schließlich in seiner "Capitulare de villis vel curtis imperialibus" den Anbau von Obst-, Gemüse-, Heil- und Zierpflanzen, einschließlich der Rose Rosa canina L. (als Heilpflanze) und sorgte so wieder für die Verbreitung der Rose in privaten Gärten.
Im 13. Jahrhundert gab es in Deutschland laut Albertus Magnus R. alba, R. rubiginosa, R. arvensis und Varietäten von R. canina. Bis dahin waren alle Rosen nur einmalblühend. Neue Sorten entstanden nur durch spontane Mutationen ("Sports"), natürliche Kreuzungen und deren Selektion. Die Rosen wiesen entweder weiße oder rosa Farbtöne auf. Solche mit roten und gelben Farbtönen gibt es in Europa erst seit den Entdeckungsfahrten des 16. Jh. nach Asien.
Großen Einfluss auf die Rosenzüchtung hatte die Kaiserin Josephine de Beauharnais, Gattin Napoleons (1763-1814), die auch die erste Rosensammlung anlegte.
In Deutschland gilt als erste Rosenzüchtung die um 1773 von Daniel August Schwartzkopf in Kassel gezogene Gallicarose 'Perle von Weißenstein'. In Deutschland sind mit der Rosenzüchtung untrennbar verbunden die Rosenzüchter Rudolf Geschwind (1829-1910), Peter Lambert (1859-1931) und Wilhelm Kordes (1891-1976).
1867 wurde in Frankreich die legendäre Rose 'La France' eingeführt, die erste Teehybride, die in der Einteilung der Rosen eine wichtige Rolle spielt, und mit der man einen neuen Beginn der Rosengeschichte festsetzt.
Nachdem die Mendelschen Vererbungsregel Anfang des 20. Jahrhundert wieder entdeckt und angewandt wurden, ergaben sich auch in der Rosenzüchtung neue Aspekte, und es setzte eine rege Züchtungsarbeit ein. Inzwischen sind weit über 30.000 Rosensorten gezüchtet worden.
Neue Rosen in Deutschland können zur Prüfung in eigenen Rosengärten angemeldet werden, den sogenannten ADR-Prüfungsgärten, von denen es in Deutschland 11 gibt, um das begehrte Prädikat: "ADR-Rose" zu bekommen.
Rosensammlungen findet man in den sogenannten Rosarien (Einzahl: Rosarium). In Deutschland beispielsweise das Europa-Rosarium in Sangerhausen, das Deutsche Rosarium in Dortmund und Europas Rosengarten in Zweibrücken.
Die Vermehrung von Zuchtrosen finden meist durch Pflanzenveredelung statt.
Im Jahr 1868 wurde in Steinfurth (heute Ortsteil von 61231 Bad Nauheim) von Heinrich Schultheis die erste deutsche Rosenbaumschule gegründet. Schultheis erlernte den Rosenanbau in England bei John Cranston.
Die fünfteilige Blütenanordnung symbolisiert das Pentagramm und damit das Geheimnis. "Sub rosa dictum" - die Rose gilt seit uralten Zeiten als Symbol der Verschwiegenheit.
Im Christentum wird die Rose zum Sinnbild für das Paradies und die dornenlose Rose für Maria, die Gottesmutter. Die Rose steht vor allem im Mittelalter grundsätzlich auch für die Frau an sich, weiterführend auch für die Liebe zu einer Frau bis hin zur Wollust (vergleiche hierzu Goethes "Sah ein Knab ein Röslein stehen" = "Sah ein Knab ein Mädchen/ eine Frau stehen" oder auch den Fachterminus für die Entjungferung = "Defloration" von lat. "flor" = Blume).
Auf buddhistischen Hausaltären sind Rosen wegen der Stacheln verpönt.
In der Alchemie galt die Rose als "flos sapientiae", als Blume der Weisheit und als Bild des klaren Geistes.
Außerdem ist die Rose ein Symbol der Arbeiterbewegung. So wird die rote Rose von der Sozialistischen Internationalen, den Jusos und der SPE sowie von vielen weiteren sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien und Verbänden international im Logo verwendet.
In der Freimaurerei steht das Symbol der Rose für Liebe, Licht und Leben.
Siehe auch: Rosenklassen.
Diese Klasse beinhaltet alle vor 1867 entstandenen Rosen.
Diese Rosen blühen über den gesamten Sommer und bringen etwa 10 bis 12 Blüten am Stiel hervor. Beetrosen treiben üppiger und stärker aus als die meisten Edelrosen. Sie blühen außerdem auch beständiger.
siehe auch: Sexy Rexy (Rose)
Rambler-Rosen bilden weiche lange Triebe aus. Sie eignen sich besonders zur Begrünung von lichten Bäumen. Zu den bekanntesten Sorten gehört die starkwüchsige 'Bobbie James', die einmal im Jahr üppig weiß blüht. Zu den neueren Züchtungen unter den Ramblerrosen gehört 'Guirlande d’Amour', die ebenfalls weiß blüht, die aber über den gesamten Sommer Blüten bildet und nicht so stark wächst wie die ältere Sorte 'Bobbie James'.
Der Begriff "Strauchrose" ist ein etwas irreführender Begriff, bilden letztendlich doch alle Rosen im botanischen Sinne Sträucher. Zu den Strauchrosen werden aber vornehmlich Rosen gezählt, die (im Gegensatz zu den oft sparrig wachsenden Teehybriden) einen ansprechenden, strauchförmigen Habitus erreichen. Bei einer Größe zwischen 1-3m eigenen sich Strauchrosen daher auch für die Einzelstellung in Gärten und Parks.
Strauchrosen versucht man heute, wenn möglich, einer Wildrosenart zuzuordnen (z.B. Rosa canina 'Kiese'), auch wenn sich dieses Prinzip nicht immer konsequent verfolgen lässt, da es sich auch bei den Strauchrosen oftmals um komplexere Hybriden handelt, die aus mehreren Arten entstanden sind. Meist werden Rosensorten des 20. Jahrhunderts zu den Strauchrosen gezählt, mitunter findet man dort aber auch Sorten aus der Klasse der Alten Rosen, die vor 1867 entstanden sind.
Man unterscheidet zwischen einmalblühenden und öfterblühenden Strauchrosen. Letztere blühen in der Regel nach der Hauptblüte im Frühsommer nach einer Blüh-Pause noch ein zweites Mal im Spätsommer bis Herbst.
Zu den berühmtesten Strauchrosen der Welt gehörte über Jahrzehnte die geschützte Sorte 'Schneewittchen', die lange Zeit das Prädikat einer ADR-Rose trug. Da es mittlerweile Sorten gibt, die weniger anfällig für Krankheiten wie Rosenmehltau und Sternrußtau sind, wurde ihr das Prädikat wieder aberkannt. Als Nachfolgerin der altbewährten Sorte gilt dagegen die weißblühende Neuzüchtung 'Petticoat'. Die starkwüchsige Strauchrose zeichnet sich außerdem durch einen kräftigen Duft aus.
Diese dienen als Wurzel für die darauf wachsende Rosensorte. Meist werden Rosen durch Okulieren in den Wurzelhals veredelt.
Ortschaften, die sich "Rosendorf" nennen:
Rosengewächse | Heilpflanze | Baumschule | Zierpflanze
Rosa | Rose | Rosa | Rose (fleur) | Rose (Rosa) | Roos (plant) | ורד | バラ | Erškėtis | Bunga ros
Róża (krzew) | Rosa | Ros | 蔷薇属 | Роза