Roséweine sind sehr hellfarbige Weine aus roten Trauben, die wie Weißwein vinifiziert werden. Die Beeren dürfen dabei nicht oder nur wenige Stunden auf der Maische liegen. Je nach Intensität des Kontaktes mit den Beerenhäuten ist der Roséwein unterschiedlich stark gefärbt, das Farbspektrum reicht von lachsfarben bis zu kirschrot.
Nach der Saignée-Methode hergestellter Roséwein ist somit ein Nebenprodukt der Rotweinbereitung. Andere Winzer verwenden für ihre Roséweine den Ertrag junger Rebanlagen, die weniger konzentrierte, aber fruchtigere Weine liefern. Daher sind etwa in vielen französischen Appellationen für Rotweine auch Roséweine eingeschlossen. Beispiele hierfür sind die Côtes du Rhône, Côtes de Provence , Rosé d'Anjou und Bordeaux Clairet. Als bester Roséwein Frankreichs gilt der Tavel, der auch einige Jahre Flaschenreife verträgt.
Roséwein muss nach deutschem Weinrecht im Unterschied zum Weißherbst nicht zu 100 % aus der gleichen roten Rebsorte hergestellt werden. Ein Verschnittanteil von bis zu 15 %, bzw 25 % inklusive der Süßreserve ist bezeichnungsunschädlich. Beispiel: Ein Rüdesheimer Burgweg Spätburgunder Rosé darf 15 % Blauen Portugieser enthalten. Nicht zu verwechseln mit dem Rosé ist der Rotling, der aus Rotwein- und Weißweintrauben gekeltert wird.
In einigen Weinbaugebieten sind zu einem gewissen Anteil auch weiße Rebsorten für den Rotwein zugelassen. Beispiele hierfür sind Châteauneuf-du-Pape und Côte-Rôtie im französischen Rhônetal sowie der italienische Chianti. In diesem Falle handelt es sich dennoch weder um Roséwein noch um einen Rotling.
Rosé (Wein) | Rosé | شراب گلی | Roséwijn | Rosévin
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