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Wappen Karte
Ronneb TH coa.png Karte Ronneburg in Deutschland.png
Basisdaten
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Bundesland: Thüringen
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Landkreis: Greiz
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Geografische Lage:
Höhe: 280 m ü. NN
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Fläche: 19,18 km²
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Einwohner: 5.588 (30. Juni 2005)
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Bevölkerungsdichte: 291 Einwohner je km²
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Postleitzahl: 07580
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Vorwahl: 036602
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Kfz-Kennzeichen: GRZ
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Gemeindeschlüssel: 16 0 76 061
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Stadtgliederung: 4 Stadtteile
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Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Markt 1-2
07580 Ronneburg

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Website: www.ronneburg.de
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E-Mail-Adresse: stadt@ronneburg.de
Politik
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Bürgermeister: Manfred Böhme (CDU)
Die thüringische Kleinstadt Ronneburg befindet sich im Landkreis Greiz.

Geographie


Ronneburg liegt auf einer Höhe von 280 Metern und befindet sich östlich der kreisfreien Stadt Gera. Am östlichen Stadtrand entspringt der Gessenbach, ein kleiner Zufluss der Weißen Elster.

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind Großenstein, Hilbersdorf, Kauern, Korbußen, Paitzdorf und Rückersdorf im Landkreis Greiz, die Stadt Gera sowie Löbichau und Posterstein im Landkreis Altenburger Land.

Stadtgliederung

Zu Ronneburg gehören Friedrichshaide, Grobsdorf und Raitzhain.

Geschichte


Ronneburg wurde 1209 als Besitz der Vögte von Weida erstmals erwähnt, gehörte ab 1244 zu Plauen und erhielt 1304 Stadtrecht. 1327 schloss Heinrich von Reuß den Ronneburger Vertrag ab, ein Bündnis mit anderen Vögten gegen die Wettiner. Nach dem darauf folgenden Krieg wurde Ronneburg wettinisches Lehen.

1517 wurde Ronneburg Eigentum der Wildenfelser, 1548 kommt es zu den Herzögen von Sachsen und 1826 zum Herzogtum Sachsen-Altenburg.

1766 wurden die ersten der bereits 100 Jahre zuvor entdeckten Heilquellen erschlossen. Der Kurort verlor jedoch noch vor dem Beginn des Uranerzbergbaus durch die SDAG Wismut 1953 an Bedeutung.

Von gewisser regional- aber auch wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Relevanz ist der Ronneburger Schnallensturm von 1841, ein Aufstand der Ronneburger Weber gegen die zunehmende Automatisierung ihres Gewerbes. Anlass war der Versuch der Fa. Hennig & Volcker, mechanische Webstühle einzusetzen, der in deren Zerstörung durch die wütenden Handweber mündete. Vom Ronneburger Schnallensturm ist ein Lied überliefert, das Ronneburger Schnallenlied:

Seht ihr auf jenem Hügel
die alte Hütte stehn?
Da drinnen stehn Maschinen
solln von sich selber gehen.
Die wollen wir nicht haben,
die von sich selber gehn,
drum woll'n wir sie zerschlagen,
das könn' wir frei gestehn.
Am sechsundwanz'gen abends,
im kühlen Monat März,
das Bier, das war so labend,
wir alle hatten Herz.
Es schlug die Uhr halb neun,
da war'n wir alle da.
Wir stellten uns in Reih'n,
und was, ach was geschah!
Nun ging's mit Axt und Hammer
nach jeder Hütte hin.
Oh weh! Oh weh! Welch Jammer,
die guten, schön' Maschin'!
... Da hörte man ein Krachen,
ein Bravorufen auch,
so mancher musste lachen,
doch manchen ärgert's auch.
Reusterhalden.JPG

Während der DDR-Zeit war der Uranabbau der wichtigste Wirtschaftszweig der Region. Die Stadt Gera verdankt ihm einen nicht unerheblichen Teil ihres Wachstums. Zeitweise wurden 11 Prozent des weltweit abgebauten Urans in Ronneburg gefördert.

1990 wurde der Uranabbau eingestellt. Es wurde mit der Flutung der Stollen und der Rekultivierung der Tagebaue begonnen. Diese Rekultivierungsmaßnahmen waren sogar EXPO-Projekt im Jahr 2000. Kennzeichen der Landschaft um Ronneburg waren die vier charakteristischen Spitzkegelhalden, deren Einebnung am 5. Juni 2004 begann und nahezu abgeschlossen ist.

Ziel dieser Rekultivierungsmaßnahmen ist die Schaffung der so genannten Neuen Landschaft Ronneburg, die 2007 gemeinsam mit dem ebenfalls neu zu gestaltenden Stadtpark von Ronneburg Bestandteil der Bundesgartenschau sein soll. Auf diese Weise soll ein Gürtel von Grünflächen entstehen, der sich vom Zentrum von Gera bis ins Zentrum von Ronneburg erstrecken soll.

Einwohnerentwicklung

Ronneburg_Thür_Einwohner.png

Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg durch die Bergbauaktivität die Einwohnerzahl stark an. Der Grund für den ungewöhnlich starken Rückgang bis 1994 war unter anderem die in jenem Jahr erfolgte Ausgliederung von Naulitz, das nach Gera eingemeindet wurde.

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1955 31. Dezember):

1831 bis 19551956 bis 19961997 bis 2004
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik
1 29. Oktober
2 31. August

Politik


Stadtrat

Seit der Kommunalwahl vom 27. Juni 2004 setzt sich der Stadtrat wie folgt zusammen:

  • CDU - 8 Sitze (36,0 %)
  • PDS - 4 Sitze (21,4 %)
  • SPD - 4 Sitze (18,3 %)
  • FWGR - 4 Sitze (19,7 %)
  • FDP - 0 Sitze (4,5 %)

Die Wahlbeteiligung lag bei 51,5 %.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Museen

  • Stadt- und Schulmuseum

Bauwerke

Im nördlichen Teil Ronneburgs befinden sich vornehmlich sanierte Wohnhäuser aus den fünfziger Jahren. Anders der Teil zwischen dem Markt und dem Bahndamm: hinter dem Markt findet sich die spätgotische Pfarrkirche St. Johannis aus dem 15. Jahrhundert, weiter talwärts das ebenfalls spätgotische Schloss.

In der Bogenbinderhalle befindet sich ein Museum, das sich der Geschichte des Uranerzbergbaus und der gegenwärtigen Landschaftsumgestaltung verschrieben hat. An der Außenmauer des Areals ist eine Gedenktafel angebracht, die an den Ronneburger Schnallensturm erinnert.

Weitere Bauten:

  • Schloss und Stadtarchiv
  • Rittergut
  • Pfarrvikarie

Wirtschaft und Infrastruktur


Ronneburg ist über die Anschlussstellen Ronneburg (AB-AS.svg 60) und Gera-Leumnitz (AB-AS.svg 59) an die Bundesautobahn 4, die nördlich der Stadt entlangführt, angebunden. Durch die Stadt führt auch die Bundesstraße 7 und die Mitte-Deutschland-Verbindung.

Vom 27. April bis 14. Oktober 2007 wird die Bundesgartenschau 2007 ihre Pforten in Ronneburg und in Gera eröffnen.

Literatur


  • Matthaeo (Matthias) Seutter: Die Ämter Altenburg und Ronneburg 1757, Historische Karte: Praetecturae Altenburgensis et Ronneburgensis earumque vicinia serenissimo duci saxo gothano, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, Reprint 1757/1999, ISBN 3-932554-57-4

Weblinks


Ort in Thüringen | Landkreis Greiz | Ronneburg (Thüringen)

 

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