Ronee Blakley (* 24. August 1945 in Caldwell, Idaho) ist eine US-amerikanische Sängerin, Songschreiberin, Schauspielerin, Filmregisseurin und Drehbuchautorin.
Biografie
Die Country-Sängerin Ronee Blakley veröffentlichte 1972 ihr erstes Album
Ronee Blakley, bei dessen neun Musikstücken sie sich auch als Songschreiberin hervortat. Im selben Jahr erschienen mehrere ihrer Songs in Richard Comptons Film
Welcome Home, Soldier Boys. Von Kollegen wie
Leonard Cohen oder
Bob Dylan gelobt, wurde drei Jahre später ihr zweites Album
Welcome von
Jerry Wexlers
Muscle Shoals Sound Studio veröffentlicht. Ebenfalls 1975 ging die Sängerin gemeinsam mit Bob Dylan auf Tournee und absolvierte ihr Debüt als Schauspielerin in dem
Episodenfilm Nashville von
Robert Altman. Blakley, die als Ersatz für die Schauspielerin
Susan Anspach verpflichtet wurde, hatte eigentlich nur Songs zu dem Film beisteuern sollen. In Altmans zwölftem Spielfilm interpretiert sie die an
Loretta Lynn angelehnte Figur der
Barbara Jean, einer fragilen Country-Sängerin, die am Rande der US-amerikanischen 200-Jahr-Feier in
Nashville,
Tennessee, am Starruhm zu zerbrechen droht.
Nashville, der von Kritikern als bittere Satire Altmans über die Politik und Unterhaltungsindustrie verstanden wurde, errang bei der
Oscarverleihung 1976 (offizielle Zählung 1975) fünf Nominierungen, darunter in den Kategorien
Bester Film und
Regie. Unter den Nominierten war auch Ronee Blakley, die als
Beste Nebendarstellerin nominiert wurde. War die US-Amerikanerin im Vorfeld noch mit dem Preis der
National Board of Review ausgezeichnet und mit zwei
Golden Globe-Nominierungen gewürdigt worden, musste sie sich bei den Academy Awards
Lee Grant (
Shampoo) geschlagen geben. Für das Album zum Film erhielt sie gemeinsam mit
Keith Carradine,
Richard Baskin,
Ben Raleigh,
Richard Reicheg,
Henry Gibson und
Karen Black eine Nominierung für den US-amerikanischen
Musikpreis Grammy.
Nach Nashville, konzentrierte sich Ronee Blakley auf die Schauspielerei, konnte jedoch nicht mehr an den Erfolg ihrer allerersten Filmrolle anknüpfen. 1978 agierte sie in dem Drama Renaldo and Clara an der Seite von Bob Dylan, der auch die Regie übernahm. Im selben Jahr folgte eine Nebenrolle in Walter Hills Driver mit Ryan O'Neal, Bruce Dern und Isabelle Adjani in den Hauptrollen. 1980 absolvierte Blakley einen Auftritt in Nicholas Rays letzter Regiearbeit, dem Dokumentarfilm Lightning Over Water. Nach der Nebenrolle als Mutter von Heather Langenkamp in Wes Cravens kultisch verehrten Horrorfilm Nightmare – Mörderische Träume (1984), schrieb, produzierte und führte sie Regie bei dem 70-minütigen Dokumentarfilm I Played It for You (1985). Nach der Nebenrolle in Paul Leders Thriller Ein allzu klarer Fall (1990) verschwand Blakley vom Fernsehbildschirm und der Kinoleinwand.
Ronee Blakley, die an der renommierten Stanford University studierte, war von 1979 bis 1981 mit dem deutschen Regisseur Wim Wenders verheiratet. 1988 brachte sie ihre einzige Tochter Sarah Blakley-Cartwright zur Welt. Im Jahr 2006 wurden ihre beiden Musikalben in den USA auf CD veröffentlicht.
Diskografie
- 1972 - Ronee Blakley
- 1975 - Welcome
Filmografie (Auswahl)
Auszeichnungen
- 1975 - nominiert als Beste Nebendarstellerin für Nashville
- 1976 - nominiert als Beste Nebendarstellerin für Nashville
- 1976 - nominiert in den Kategorien Beste Nebendarstellerin und Bestes weibliches Schauspieldebüt in einem Kinofilm für Nashville
Weitere
National Board of Review
- 1975 - Beste Nebendarstellerin für Nashville
Weblinks
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