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Ronald Pofalla (* 15. Mai 1959 in Weeze) ist ein deutscher Politiker (CDU).

Er war von 2004 bis 2005 Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und ist seit 2006 Generalsekretär der CDU.

Ausbildung und Beruf


Nach der Mittleren Reife 1975 besuchte Pofalla die Fachoberschule für Sozialpädagogik in Kleve, an der er 1977 die Fachhochschulreife bestand. Danach studierte er Sozialpädagogik an der Fachhochschule Düsseldorf und beendete hier seine Ausbildung 1981 als Diplom-Sozialpädagoge (FH). Anschließend absolvierte Pofalla ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Köln, welches er 1987 mit dem ersten und 1991 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen beendete. Seitdem ist er als Rechtsanwalt zugelassen.

Partei


Pofalla ist seit 1975 Mitglied der CDU. Hier engagierte er sich zunächst in der Jungen Union, deren Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen er von 1986 bis 1992 war. Seit 1991 ist er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Kleve und seit 2000 auch des CDU-Bezirksverbandes Niederrhein. Pofalla gehört außerdem seit 1995 dem CDU-Landesvorstand in Nordrhein-Westfalen an.

Abgeordneter


Pofalla gehörte dem Gemeinderat seines Geburtsortes Weeze an und war hier von 1979 bis 1992 Vorsitzender der CDU-Fraktion.

Seit 1990 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier ist er seit Oktober 2000 Justitiar seiner Fraktion. Vom 26. Oktober 2004 bis zum Ende der 15. Wahlperiode war er stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Er war zuständig für die Bereich Wirtschaft und Arbeit sowie Mittelstand.

Pofalla wurde 1990 über die Landesliste Nordrhein-Westfalen und seitdem stets direkt in den Deutschen Bundestag gewählt. Zuletzt erreichte er bei der Bundestagswahl 2005 im Wahlkreis 113 (Kleve) 50,3 % der abgegebenen Erststimmen.

Am 5. Dezember 2005 wurde er vom CDU-Bundesvorstand als CDU-Generalsekretär benannt und am 20. Februar 2006 schließlich offiziell gewählt.

"Pofalla-Affäre"


Im Rahmen der so genannten 'Pofalla-Affäre' wurde sein Name einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Wenige Tage vor der NRW-Landtagswahl 2000 (bei der er als Justizminister im Schattenkabinett des CDU-Spitzenkandidaten Jürgen Rüttgers auftrat) wurden staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen ihn bekannt und sein Haus durchsucht. Bei der späteren Überprüfung der Vorgänge stellte das Landgericht Kleve fest, dass kein hinreichender Anfangsverdacht vorgelegen hatte und das Ermittlungsverfahren wie auch die daraus resultierende Hausdurchsuchung rechtswidrig gewesen seien. Spätere Klagen Pofallas und der CDU-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht wurden jedoch zurückgewiesen. In wie weit das Ergebnis der Landtagswahl davon beeinflusst wurde, bleibt unklar. Die CDU-Landtagsfraktion hatte zunächst einen Untersuchungsausschuss gefordert, ließ entsprechende Planungen dann aber im Sande verlaufen.

Weblinks


Mann | Deutscher | Bundestagsabgeordneter | CDU-Mitglied | Geboren 1959

 

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