Die Rominter Heide (russisch Krasnij Les, polnisch Puszcza Romincka) ist ein Mittelgebirgs-, Wald- und Heidegebiet im Südosten der Oblast Kaliningrad, Russland, sowie in der nordöstlichen Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen.
Name
Der deutsche und der polnische Name leitet sich wie auch die Fluss- und Ortsbezeichnung
Rominte und
Rominten von der prussischen (
altpreußischen) Silbe „rom“ ab und bedeutet „still, ruhig, heilig“. Auf Heideflächen und an heiligen
Perkunos-Eichen wurden in vorchristlicher Zeit Gottesdienste abgehalten. Die russische Bezeichnung
Krasnij Les bedeutet
Roter Wald.
Geografie
Die Rominter Heide wird vom Fluss
Krasnaja (
Rominte, auf polnisch
Rominta) durchflossen. Im Zentrum des russischen Teils des Gebietes befindet sich die Kleinstadt
Krasnolesje (früher
Rominten), im polnischen Teil befindet sich der Ort
Zytkiejmy (
Szittkehmen) und die Kleinstadt
Goldap. Im Osten an der Grenze zu
Litauen befindet sich der
Wystiter See, westlich davon das
Wystiter Hügelland.
Jagd
Traditionell war die Rominter Heide ein beliebtes
Jagdgebiet
preußischer Adliger und
Herrscher. 1891 machte sie
Kaiser Wilhelm II. zu seinem Leibrevier. Später wurde sie dann von
Hermann Göring in Beschlag genommen, der hemmungslos die stärksten Hirsche abschoss. Heute gewinnt der Jagdtourismus in der Region wieder an Bedeutung.
Literatur
- Andreas Gautschi und Burkhard Winsmann-Steins: Rominten gestern und heute, 3. Auflage, Suderburg: 1999 (Nimrod), 246 S., ISBN 3-927848-06-9
- Walter Frevert: Rominten, Bonn, München und Wien: 1957 (BLV), 227 S.
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