Der Rollwiderstand (auch: die Rollreibung) ist eine Kraft, die einen rollenden Körper abbremst.
Roulement.png Rollwiderstand wirkt zum Beispiel auf Fußbälle oder auf Fahrzeugreifen. Der Energieverbrauch von Fahrzeugen wird bei niedrigen Geschwindigkeiten überwiegend vom Rollwiderstand, bei hohen Geschwindigkeiten vom Luftwiderstand bestimmt; der Übergangsbereich, in dem diese beiden Reibungsarten ungefähr gleich groß sind, liegt für viele Autos bei circa 70 km/h.
Beim Abrollen werden sowohl der rollende Körper als auch die Unterlage (die Fahrbahn) verformt. Die damit verbundenen physikalischen Prozesse sind komplex. Für viele praktische Anwendungen läßt sich der Rollwiderstand jedoch durch eine einfache Formel annähern:
| 0,001 - 0,002 | Rad auf Schiene | |
| 0,006 - 0,010 | Lkw-Reifen auf Asphalt | Zug auf Schiene |
| 0,007 | Standard-Fahrrad | |
| 0,01-0,02 | Autoreifen auf Beton (1) | |
| 0,013 - 0,015 | Pkw-Reifen auf Asphalt | |
| 0,015-0,03 | Autoreifen auf Kopfsteinpflaster (1) | |
| 0,020 | Pkw-Reifen auf Schotter | |
| 0,03-0,06 | Autoreifen auf Schlaglochstrecke (1) | |
| 0,04-0,08 | Autoreifen auf festgefahrenem Sand (1) | |
| 0,050 | Reifen auf Erdweg | |
| 0,2-0,4 | Autoreifen auf losem Sand (1,2) | |
(1) Quelle: Schmidt, Schlender 2003 (2) Wer schon einmal versucht hat, am Strand Fahrrad zu fahren, kann diese hohen Zahlenwerte aus eigener Anschauung bestätigen.
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