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Tetra-Rugby oder "Quad-Rugby" ist eine Ball-Mannschaftssportart für Tetraplegiker, polio- oder andere Behinderte, die an mindestens drei Gliedmaßen eingeschränkt sind. Rollstuhlrugby entstand Mitte der 70er Jahre in Kanada und ist eine Mischung aus American Football, Volleyball und Schach. Von Kanada aus verbreitete es sich weiter nach den USA und über England nach Deutschland.

Entstehungsgeschichte


Vor zwanzig Jahren begannen die Kanadier diese Sportart zu entwickeln. Tetraplegiker wollten beim Rollstuhlbasketball nicht immer hinterherfahren oder auf der Auswechselbank sitzen, da man beim Basketball gezielt werfen, fangen, gut und schnell fahren können muss. So entwickelten sie Rollstuhlrugby, welches in den ersten Jahren Murderball genannt wurde. Schnell schwappte die Begeisterungswelle auf die Amerikaner über. Heute gibt es in Kanada und den USA einen voll organisierten Ligabetrieb mit über 45 Mannschaften. Neuseeland, Australien und England stellen hochqualfizierte Teams. Aber so hart wie beim "normalen“ Rugby geht es beim Rollstuhlrugby nicht zu. Die Vision von ausgeschlagenen Zähnen, blau umrandeten Augen und Sanitätern, die darniedergeschlagene Tetraplegiker an den Spielfeldrand transportieren, trifft nicht zu. Körperkontakt ist nicht erlaubt, jedoch nahezu jeglicher Einsatz mit dem speziellen Rugbyrollstuhl.

Anfang der 90er Jahre wurde von Dr. Horst Strohkendl ein englisches Team nach Deutschland eingeladen, um Rollstuhlrugby vorzustellen. Rund um Heidelberg etablierte sich die erste deutsche Mannschaft und Rollstuhlrugby bekam auch in Deutschland einen organisatorischen Rahmen. Mittlerweile gib es eine europäische Champions League sowie drei Ligen in Deutschland, wobei die Basisliga in drei regionale Ligen (Süd, Nord und Ost) unterteilt ist.

Siehe auch


Weblinks


  • http://www.rsg-koblenz.de
  • http://www.rollstuhl-rugby.de

Sportart | Ballspiel | Behindertensport

Wheelchair rugby | Rugby en fauteuil roulant

 

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