Rollstuhlbasketball ist ein Sport, der hauptsächlich von Menschen mit körperlicher Behinderung betrieben wird (Behindertensport). Die Regeln sind an die des Fußgänger Basketballs angelehnt und in einigen Punkten an die Anforderungen des Rollstuhlgebrauchs angepasst. Als einer der wichtigsten ist hier das Klassifizierungssystem zu nennen, das einen Ausgleich zwischen Mitspielern mit unterschiedlich starken Behinderungen herstellt.
Rollstuhlbasketball ist eine offizielle Sportart der Paralympics.
Ziel des Spieles ist es durch Treffen des Korbes mit dem Spielball die meisten Punkte zu erzielen. Die Treffer werden dabei folgendermaßen gewertet:
Wie im Fußgänger Basketball müssen die Spieler auch beim Rollstuhlbasketball Dribbeln, wenn sie Kontrolle über den Ball haben. Zieht der Spieler mehr als zweimal am Greifring ohne zu dribbeln, dann gilt dies als "Schubfehler" (Äquivalent zum Schrittfehler). Außerdem ist es dem Spieler nicht erlaubt, während des Spieles die Spielfläche mit seinen Füßen zu berühren. Der Ball muss binnen 8 Sekunde in der anderen Feldhälfte sein und auch die 3 Sekundenregel (der Spieler darf nicht länger als 3 Sekunden in der gegnerischen Zone bleiben) gilt wie beim normalen Basketball.
Bei den Fouls gibt es ebenfalls keinen Unterschied. Nach dem 5. Foul, bzw. dem 2. Unsportlichen Foul, hat sich ein Spieler ausgefoult. Es ist nicht jeder Kontakt untersagt, jedoch darf nicht wie beim Rollstuhlrugby, zurückgehalten und nachgedrückt werden.
Gespielt wird auf einem gewöhnlichen Basketball Spielfeld mit normaler Korbhöhe von 3,05m.
Jede Mannschaft darf stets nur Spieler mit einer Gesamtsumme von höchstens 14 Punkten auf dem Spielfeld haben. Eine Ausnahme ist die 1. Bundesliga in Deutschland. Dort dürfen 14,5 Punkte aufgestellt werden.
Die International Wheelchair Basketball Federation ist der internationale Dachverband. Seit 1993 ist dieser eine unabhängige Sportorganisation mit über 50 Mitgliedsstaaten. Rollstuhlbasketball ist seit den Paralympics in Rom 1960 paralympische Sportart.
Die wichtigsten 3 Cups die in Europa ausgetragen werden sind Der Champions Cup, der André Vergauwen Cup und der Willi Brinkmann Cup. In der Geschichte des Europäischen RBB-Clubsports dominierten früher meiste Holländische Teams bei denen Gert van der Linden meist herausragte.
In allen 3 Cups wird erst eine Vorrunden mit 5 Teams die in 3 Gruppen gespielt wird bestritten. Die beiden besten Mannschaften eines jeden Cups steigen in die Finalrunde auf. Die Finalrunde bestreiten somit 8 Teams. (da der Titelverteidiger und der Veranstalter keine Vorrunde spielen müssen)
Die Finale werden in 2 Gruppen mit anschließenden Kreuz-spielen bestritten.
Der Sieger des André Vergauwen Cup ist automatisch für den Champions Cup Qualifiziert. Der Veranstalter des Finale und der Titelverteidiger sind für die Finalrunde Qualifiziert. Für die Ausgetragenen Vorrunden sind die jeweiligen Veranstalter teilnahmeberechtigt.
Um ein ausgeglichenes System unter den Ländern zu haben wird wie beim Fussball ein 3 Jahres System angewendet.
In Deutschland war in der Saison 2005/2006 der Deutsche Meister und der Vizemeister für den Championscup und der dritte und vierte für den AVC Teilnahmeberechtigt. In Österreich war in der Saison 2005/2006 der Meister für die Vorrunde des AVC qualifiziert. In der Schweiz waren die Pilatus Dragons 2005/2006 für den Champions Cup qualifiziert.
Den Champions Cup konnte für Deutschland bisher nur der RSV Lahn-Dill für sich entscheiden. Die Titelverteidigung glückte der Mannschaft um Patrick Anderson, der bei den Triumphen auch immer MVP wurde, auch 2006. Lahn-Dill holte auch 2 Jahre zuvor den Willi Brinkmann Cup.
Für die Schweiz holten die Pilatus Dragons 2005 den Willi Brinkmann Cup.
Die beste Platzierung eines Österreichischen Vereins wurde durch Salzburg durch einen 5. Platz in einem Championscup erreicht.
Sportart | Ballspiel | Basketball | Behindertensport
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