article

Rolf Stommelen (* 11. Juli 1943 in Siegen, tödlich verunglückt am 24. April 1983 in Riverside (Kalifornien)) war ein deutscher Formel 1-Rennfahrer. Porsche935-Stommelen1977-05-29.jpg 1977 beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring]] Nach ersten Erfolgen bei Bergrennen im Jahre 1964 mit einem privaten Porsche 904 GTS, kann Stommelen schon ab dem Jahr 1965 an den 24 Stunden von Le Mans teilnehmen. Als Werksfahrer bei Porsche erringt er 1967 einen Sieg bei der Targa Florio sowie die Europa-Bergmeisterschaft zusammen mit seinem Teamkollegen Gerhard Mitter. Bei einem Bergrennen am Roßfeld 1968 verunglückt er jedoch schwer. Nach seiner Genesung wechselt er zu den Einsitzern und startet 1969 beim Großer Preis von Deutschland mit einem Lotus Formel 2 auf dem Nürburgring, wo aufgrund der langen Rennstrecke die Wagen der Formel 1 und 2 gleichzeitig in einem Rennen antreten. Stommelens Wagen fängt kurz vor dem Ziel Feuer, aber er kann den Wagen noch über die Ziellinie und in die Boxen retten, wo besser ausgerüstete Feuerwehrleute parat stehen.

Seine Formel 1-Karriere beginnt 1970. Er startet regelmäßig mit einem Werks-Brabham, erringt 10 Weltmeisterschaftspunkte, seine beste Platzierung ist ein dritter Platz beim Großer Preis von Österreich. Sein erstes blieb auch sein bestes Jahr in der Formel 1. Die Saison 1971 bestreitet Rolf Stommelen mit einem Surtees TS9, die darauf folgenden Experimente mit dem von Luigi Colani umgebauten March des Eifelland-Teams scheitern an der Untauglichkeit des Design-Objektes.

Zurück bei den Sportwagen, kann der Kölner einige Erfolge für Alfa Romeo in der Sportwagen-Weltmeisterschaft erringen.

Im Jahre 1975 gibt Stommelen sein Comeback in der Formel 1 bei Graham Hill und dessen Lola-Team. Beim Großer Preis von Spanien auf dem gefährlichen Montjuic-Stadtkurs in Barcelona liegt Stommelen nach einigen Ausfällen von Konkurrenten sogar in Führung, als der Heckflügel seines Rennwagens bricht. Der unvermeidbare Unfall kostet mehrere Zuschauer und Streckenposten das Leben, er selbst wird schwer verletzt.

Im Jahre 1977 gelingt Stommelen ein Comeback, er wird Deutscher Rennsport-Meister auf Porsche 935. Es folgen weitere Sportwagenerfolge: vier Gesamtsiege bei den 24h von Daytona sowie 1979 ein zweiter Platz bei den 24 Stunden von Le Mans, den er im Regen fast im Alleingang erringt, da seine amerikanischen Teamkollegen (u.a. der Schauspieler Paul Newman) deutlich langsamer sind.

Stommelens Karriere endet in einem Porsche 935, einer speziellen IMSA-Version von John Fitzpatrick. Am 24. April 1983 verunglückt Stommelen tödlich in Riverside (Kalifornien): wie 1975 in Barcelona bricht bei einem Rennen der Heckflügel seines Rennwagens.

Seine Formel 1-Karriere in Zahlen


Formel 1-Debüt 3. August 1969 GP von Deutschland
Letztes Rennen 1. Oktober 1978 GP der USA
Teams Brabham, Surtees, Eifelland, Lola, Hill, Hesketh, Arrows
Anzahl der Grand Prix 54 (1969-1978)
Bestes WM-Resultat 11. mit 10 Punkten (1970)
WM-Punkte insgesamt 14
Erste Punkte 7. Juni 1970 GP von Belgien, 5. Platz
Letzter Punkt 1. August 1976 GP von Deutschland, 6. Platz
Punkte pro Start 0,23
Führungsrunden 8
Führungskilometer 30,320
Einziger Podiumsplatz 16. August 1970 GP von Österreich, 3. Platz
Bester Startplatz 7.
Beendete Rennen 35
Beendete Rennen in den Punkten 7
Ausfälle 18

Mann | Formel-1-Rennfahrer (Deutschland) | Geboren 1943 | Gestorben 1983

Rolf Stommelen | Rolf Stommelen

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Rolf Stommelen".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld