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Schwanitz_Rolf.jpg Rolf Schwanitz (* 2. April 1959 in Gera) ist ein deutscher Politiker (SPD).

Er ist seit 2005 Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Gesundheit und war von 1998 bis 2005 Staatsminister im Bundeskanzleramt.

Ausbildung und Beruf


Nach dem Besuch der Polytechnischen Oberschule in Gotha absolvierte Schwanitz eine Berufsausbildung mit Abitur zum Baufacharbeiter. Danach studierte er Betriebswirtschaftslehre in Jena sowie Rechtswissenschaft in Berlin. Er schloss sein Studium als Diplom-Ingenieurökonom und als Diplom-Jurist ab und arbeitete dann als wissenschaftlicher Assistent an der TH Zwickau am Fachbereich Betriebswirtschaft.

Familie


Rolf Schwanitz ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Partei


Schwanitz trat im Oktober 1989 dem Neuen Forum in der DDR bei und wurde im November 1989 Mitglied der neugegründeten SPD. Seit 1993 ist er Stellvertretender Landesvorsitzender der SPD in Sachsen. Er ist Mitglied des Leitungskreises des Seeheimer Kreises, einer als konservativ-pragmatisch geltenden Arbeitsgemeinschaft der SPD.

Abgeordneter


Schwanitz gehörte der ersten freigewählten Volkskammer der DDR von März bis Oktober 1990 an. Seit dem 3. Oktober 1990 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Rolf Schwanitz ist 1998 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Reichenbach - Plauen - Auerbach - Oelsnitz und sonst stets über die Landesliste Sachsen in den Deutschen Bundestag eingezogen.

Im Bundestagswahlkampf 2005 erlangte er durch ein umstrittenes Plakatmotiv bundesweite Aufmerksamkeit. Über einer Aufnahme, die die Särge im Irak gefallener US-Soldaten im Laderaum einer Transportmaschine zeigen, platzierte er die Aussage "Sie hätte Soldaten geschickt". Darunter wurde eine Aufforderung zur Wahl von Rolf Schwanitz gesetzt. Trotz des Verweises auf Kritik an der Haltung Angela Merkels zum Irakkrieg als Intention dieses Plakates, sah sich Schwanitz scharfer Kritik ausgesetzt. So warf man ihm unter anderem Geschmacklosigkeit vor. Er habe mit der Wahl eines solchen Motives Grenzen der Pietät überschritten und Wahlkampf auf auf dem Rücken von Toten gemacht.

Öffentliche Ämter


Der letzten DDR-Regierung unter Lothar de Maizière gehörte Schwanitz als Parlamentarischer Staatssekretär beim Minister der Justiz Kurt Wünsche an.

Am 27. Oktober 1998 wurde Schwanitz als Staatsminister im Bundeskanzleramt in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung berufen. Von 1998 bis September 2002 war er zugleich Beauftragter der Bundesregierung für Angelegenheiten der Neuen Länder.

Am 23. November 2005 wurde er zum Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin für Gesundheit in der nunmehr von Angela Merkel geleiteten Bundesregierung ernannt.

Siehe auch


Weblinks


Mann | Bundestagsabgeordneter | SPD-Mitglied | Geboren 1959

 

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