Rolf Aldag (* 25. August 1968 in Beckum) ist ein ehemaliger deutscher Profi-Radrennfahrer. Zuletzt fuhr er für das T-Mobile-Team.
1991 begann seine Profikarriere beim Team Helvetia, im Jahr 1993 wechselte er dann zum Team Telekom und fuhr an der Seite von Erik Zabel und Jan Ullrich mehrere große Rundfahrten. Allein an der Tour de France nahm er zehnmal teil, sechsmal startete er bei der Vuelta, einmal beim Giro d'Italia. Bei der Tour 2005 gehörte Aldag allerdings nicht zum Aufgebot des T-Mobile Teams.
Ein besonders Verhältnis verbindet ihn mit dem Klassiker Paris-Roubaix, ein Rennen, das er keineswegs liebt, denn: „Wer behauptet, daß er es liebt, erzählt Schwachsinn”, urteilt Rolf Aldag über Paris-Roubaix, denn: „Eigentlich ist das Schwachsinn und kein Radrennen, sondern modernes Gladiatorentum.”
Bei diesem Rennen half ihm nach eigener Aussage vor allem seine Erfahrung. Obwohl er als Mannschaftshelfer jedesmal mit anderen Aufgaben betraut war, konnte er sich dreimal unter den ersten 10 platzieren (jeweils 9. Platz 1995, 97 und 2003), 1997 als bester der Verfolgergruppe mit nur 14 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Drei weitere Platzierungen unter den besten 20 kommen hinzu: 12. (93), 16. (01) und 17. (96).
Bei der Tour de France 2003 entstand der Dokumentarfilm Höllentour, in dem Regisseur Pepe Danquart Aldag und Erik Zabel während der Rundfahrt begleitet.
Als Profi zeichnete Rolf Aldag ein abgeklärtes und diszipliniertes Verhältnis zu seinem Beruf aus. Parallel zu seinem Hauptberuf baute er sich in der westfälischen Heimat einen Bauernhof auf.
Während der Tour de France 2005 trat er als Co-Moderator bei den Fernsehübertragungen des ZDF auf. Seine Beiträge zeichneten sich dadurch aus, dass er fundiertes Fachwissen mit sehr gut formulierten Texten verband. Die Erläuterungen dessen, was als nächstes zu erwarten sei, brachte eine zusätzliche Spannung.
Diesen Ironman, der derzeit als der härteste Ironman dieser Serie gilt, hat Rolf Aldag am 20.05.2006 mit einer Zeit von 10:22:14 abgeschlossen und sich so für Hawaii 2006 qualifiziert.
Dieses Rennen bestand aus den üblichen Rennen verschiedener Altersklassen und einem „KT“-Profirennen, zu dem namhafte Fahrer wie Erik Zabel und Jens Voigt ihre Startzusage gegeben hatten.
Die Streckenführung war die gleiche wie bei Aldags erstem Rennen, als er gerade 12-jährig einen 6. Platz belegte. Bereits ein Jahr später hatte er an gleicher Stelle gesiegt. Wie bereits beim Berliner 6-Tage-Rennen fuhr Aldag wieder für seinen alten Verein RSF Ahlen, aber im Trikot seines alten und neuen Arbeitgebers, T-Mobile.
Wie bei solchen Veranstaltungen zu erwarten, gewann Aldag das Rennen vor seinem alten Gefährten Erik Zabel.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Rolf Aldag".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world