Ein Rokushakukama (jap. 六尺鎌 wörtlich etwa: Sechs-Fuß-Sense) ist eine japanische Kobudō-Waffe, eine Variante des Kama (Sichel).
Aussehen
Er besteht aus aus einem
Kama mit ca. 30 cm langem Griff, aufmontiert auf einen fünf
Shaku (150 cm) langen
Bō. Die Sichel diente neben der Möglichkeit, sie als Schnitt- und Hiebwaffe einzusetzen, auch zum Heranziehen des Gegners oder zu dessen Entwaffnung.
Geschichte
Wie die anderen Kobudo-Waffen ist auch diese ein zur Waffe umfunktioniertes
Werkzeug oder Alltagsgegenstand. Zur Zeit der
Satsuma-Besatzung waren die üblichen Waffen wie zum Beispiel
Schwerter (
Katana) auf
Okinawa verboten. Deshalb bediente sich die bäuerliche Bevölkerung ihrer Gebrauchsgegenstände als Waffen. Diese konnten nicht verboten werden, da sie (meist für die Ernährung der Bevölkerung) wirtschaftlich auch für die Besatzer unerlässlich waren.
Kata
In der heutigen Kampfkunst sind keine
Kata mit dieser Waffe mehr überliefert.
Weblinks
- http://kcdw.de/kampfkunst/kb_waffen.htm#j (Abschnitt Kama)
Hieb- und Stichwaffe | Waffe (Japan)