| Roggen | ||||||||||||
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| Illustration_Secale_cereale0.jpg | ||||||||||||
| : | Commelinaähnliche (Commelinidae) |
| : | Süßgrasartige (Poales) |
| : | Süßgräser (Poaceae) |
| : | Pooideae |
| : | Roggen (Secale ) |
| : | Roggen |
Roggen ist besser an kühle und trockene Klimate angepasst als Weizen.
In Deutschland wird Roggen vor allem in der Tierernährung als Futter und als Brotgetreide eingesetzt. Hier wurden im Jahr 2004 von 635.000 ha 3,9 Mio. t Roggen geerntet. Davon wurden u.a. 706.000 t Brotmehl hergestellt. Seit 2004/05 wird Roggen jedoch auch als Grundlage für die Herstellung von Bio-Ethanol angebaut. Roggen wird auch zur Alkoholherstellung verwendet. Beispielsweise werden die besseren Wodka-Sorten aus Roggen hergestellt. Der in Norddeutschland häufig getrunkene "Korn" wird ebenfalls meistens aus Roggen hergestellt. Schließlich kann Winterroggen als Gründüngung eingesetzt werden.
Aus Mutterkorn, welches durch einen Pilz entsteht, synthetisierte Albert Hofmann die psychoaktive Substanz LSD.
Wasser 10,95 % Eiweiß 14,76 % Fett 2,5 % Kohlenhydrate 69,76 % Ballaststoffe 14,6 % Mineralstoffe 2 %
Angaben je 100 g
Hinweis: Die Zusammensetzung von Roggen schwankt naturgemäß sowohl in Abhängigkeit von den Umweltbedingungen (Boden, Klima) als auch von der Anbautechnik (Düngung, Pflanzenschutz).
In diesem Zusammenhang von großem Interesse ist ein wissenschaftlicher Dauerversuch, der an der Martin-Luther-Universität in Halle an der Saale durchgeführt wird: An der dortigen Landwirtschaftlichen Fakultät wird auf einem Feld seit nunmehr 120 Jahren ununterbrochen nur Roggen angebaut, und zwar ohne Düngung. Seit Jahrzehnten liefert das Feld gleich bleibend etwa eineinhalb Tonnen Roggen je Hektar. Dies entspricht etwa der Hälfte des Ertrags, den ein Vergleichsfeld mit Düngung erzielt, und dies, obwohl dem Boden Jahr um Jahr zentnerweise Kalium, Phosphor und Stickstoff entzogen werden. Dutzende von wissenschaftlichen Veröffentlichungen sind darüber schon erschienen. Das Ganze läuft unter dem Namen Langzeitdüngungsversuch "Ewiger Roggenbau".
Anmerkung: 3 t/ha sind allerdings eine Ertragserwartung, die vielleicht vor Jahrzehnten galt. Heute sind zwischen 7 und 8 t/ha durchaus normal.
Eine moderne Kreuzung aus Weizen und Roggen, Triticale, vereint Eigenschaften beider Arten.
Im Jahr 2004 wurden laut FAO weltweit 19,5 Mio. t Roggen geerntet. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die 15 gößten Produzenten von Roggen weltweit:
- bgcolor=#DDDDDD | Rang | Land | Menge (in Tsd. t) | Rang | Land | Menge (in Tsd. t) | - bgcolor=#EEEEEE | 1 | Russische Föd. | 4.400 | 9 | Türkei | 277 | - bgcolor=#EEEEEE | 2 | Polen | 4.129 | 10 | USA | 219 | - bgcolor=#EEEEEE | 3 | Deutschland | 3.809 | 11 | Österreich | 213 | - bgcolor=#EEEEEE | 4 | Weißrussland | 1.725 | 12 | Litauen | 200 | - bgcolor=#EEEEEE | 5 | Ukraine | 1.498 | 13 | Dänemark | 171 | - bgcolor=#EEEEEE | 6 | China | 800 | 14 | Frankreich | 169 | - bgcolor=#EEEEEE | 7 | Kanada | 403 | 15 | Spanien | 167 | - bgcolor=#EEEEEE | 8 | Tschechische Rep. | 278 | Welt | 19.500 | - bgcolor=#EEEEEE |
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Siehe auch: Die größten Getreideproduzenten, Die größten Weizenproduzenten, Die größten Haferproduzenten, Die größten Gersteproduzenten
Süßgräser | Nutzpflanze | Getreide
Sègol | Rug (Secale cereale) | Rye | Secale cereale | Ruis | Seigle | Secale cereale | ライムギ | Rogge | Centeio | Råg | Çavdar | Swele