Beim Roden (von "roden", "reuten") werden Gehölze, also Bäume und Sträucher, mitsamt ihrer Wurzeln dauerhaft entfernt. Sprachlich verwandt ist das Wort ausrotten.
Von Rodung spricht man, wenn die Waldvegetation bzw. Buschvegetation (Macchia) bis zum Ausbrennen und Entfernen der Stümpfe beseitigt wird, um den Boden einer anderen Nutzung (Weidefläche, Ackerbau, Siedlungsbau, Verkehrswegebau) zuzuführen, oder aber um Brennholz oder Nutzholz, früher besonders Holzkohle zu gewinnen. Die Waldbeseitigung war dabei Ziel oder wird heute im Rahmen einer ungeregelten Bewirtschaftung toleriert.
Eine vorgeschichtlich nicht nachzuweisende, heute im Hackbau aber noch angewandte Methoden ist das Schwenden. Dabei werden die Bäume gefällt, die aufwendige Entfernung des Wurzelwerks entfällt jedoch. Die Wurzeln halten das Erdreich in abschüssigen Lagen noch fest, insbesondere wenn die Baumart immer wieder austreibt. Ein Hackbau ist zwischen den Stubben zwar möglich, für den Pflugfeldbau war die Methode aber, besonders wegen des hohen Gewichtes der nicht leicht umzusetzenden Pflüge allerdings ungeeignet. Schwendbau mit Mais wird z. B. heute noch in Mittel- und Südamerika als häufiger Felderwechsel (shifting) unter Fällen und Verbrennen des Bewuchses betrieben (im engl. swidden agriculture).
Aus den negativen Folgen der Rodungen hat sich die Forstwirtschaft entwickelt. Historische Beschreibungen aus Mitteleuropa decken sich prinzipiell mit heutigen Bildern aus den Tropen. Durch den technischen Fortschritt und höhere Bevölkerungsdichte hat die Geschwindigkeit großflächiger Waldvernichtung allerdings um Größenordnungen zugenommen, zudem sind die Folgen für tropische Primärwaldgesellschaften endgültiger. Weltweit geht der Anteil von Waldflächen an der gesamten Landfläche immer noch zurück.
In Deutschland erfolgt Rodungstätigkeit zumeist nur noch aufgrund infrastruktureller Baumaßnahmen und ist mit entsprechenden Auflagen zu Neubegründung verbunden.
Methoden der Rodung:
Orts– und Flurnamen mit Rodungsnamen wie „rod(e)“ (Wernigerode, Rodenkirchen), „rohd“, „rothe“; „rad(e)“ (Niederrad), „raht“, „rath“; „raut(er)“; „reut(h)“ (Reutlingen, Bayreuth), „reut(t)e“ (Reutte); „rott“ (Rott am Inn); „ried“, „rieth“ (Bechtsrieth), „rheid“; „ruid“; „rüti“, „rhüti“ (in der Schweiz) oder ähnliche Namen, leiten sich von früheren Rodungen ab.