Rodeo ist eine traditionelle nordamerikanische Sportart, die von mexikanischen Vaqueros und amerikanischen Cowboys beeinflusst ist. Beim Rodeo gibt es das Reiten auf halbwilden Pferden (bronc riding) und Bullen (bull riding), bei dem sich der Reiter möglichst lange auf dem Tier halten muss ohne abgeworfen zu werden. Beim steer wrestling oder bull dogging muss der Rodeoreiter einen Stier zu Boden werfen. Das Einfangen von Kälbern mit einem Lasso, bei dem es auf Geschicklichkeit ankommt, wird calf roping genannt. Das barrel racing ist ein Pferderennen um drei auf einem Dreieckskurs angeordnete Fässer gegen die Zeit. Ein Rodeo besteht noch aus anderen Disziplinen.
In den Vereinigten Staaten und Kanada werden zahlreiche Rodeos durchgeführt. Die Professional Rodeo Cowboys Association (PRCA), ein Verband professioneller Rodeoreiter, organisiert etwa 700 Rodeos pro Jahr. Auch Colleges und High Schools veranstalten Rodeos. Beim National Finals Rodeo, das jeden Dezember 10 Tage lang in Las Vegas ausgetragen wird, treffen die besten Wettkämpfer jeder Disziplin aufeinander.
Rodeo ist nicht nur für die Rodeoreiter gefährlich. Auch die Tiere können verletzt werden. Viele Disziplinen sind allerdings auf traditionelle Arbeiten eines Cowboys zurückzuführen, beispielsweise das Einreiten eines wilden Pferdes oder das Einfangen von Rindern.
Gegner von Rodeo meinen allerdings, dass Rodeo Tierquälerei ist. Den Tieren, die keinesfalls wild sind, sondern die eher das Leben von Zirkustieren führen und immer wieder eingesetzt werden, werden laut den Kritikern (z. B. www.anti-rodeo.org) durch Manipulationen (Flankengurt, Sporen, vereinzelt auch Elektroschocker), Stress, Leiden und Schmerzen zugefügt.
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