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Die Robotergesetze wurden von Isaac Asimov in seiner Kurzgeschichte Runaround (1942) als Grundregeln des Roboterdienstes erstmals beschrieben. Sie bilden den Hintergrund der in I, Robot (1950)gesammelten Science-Fiction-Erzählungen und prägen seither die Auffassung, was und wie ein Roboter sein sollte. Die von Asimov beschriebenen Roboter sind in ihrem Verhalten und ihren Entscheidungen an diese Gesetze gebunden.

Die Gesetze gelten zunächst für „literarische“ Roboter, haben aber Einfluss auf die Programmierung heutiger Roboter genommen und sind in abgewandelter Form bei Wettbewerben von z.B. Reinigungsrobotern gültig. Heutige Industrieroboter werden ebenfalls schon nach diesen Gesetzen programmiert, wenn auch sich kaum einer der heutigen IR-Programmierer dessen so richtig bewusst ist.

Die Asimovschen Gesetze lautenI. Asimov, Meine Freunde, die Roboter. München 1982: Heyne, S.67:

  1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
  2. Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen - es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel Eins kollidieren.
  3. Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel Eins oder Zwei kollidiert.
Man beachte, dass die Gesetze hierarchisch aufgebaut sind.

In Robots and Empire wurde ergänzend das „Nullte Gesetz“ abgeleitet, und die anderen Drei Gesetze entsprechend modifiziert:

0. Ein Roboter darf die Menschheit nicht verletzen oder durch Passivität zulassen, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
1. Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, außer er verstöße damit gegen das Nullte Gesetz.
2. Ein Roboter muss den Befehlen der Menschen gehorchen - es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum Nullten oder Ersten Gesetz.
3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieses sein Handeln nicht dem Nullten, Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.

Scheinen die Gesetze auch klar, so sind sie jedoch nicht „narrensicher“, insbesondere weil sie vom Menschen eben menschlich und damit unvollständig betrachtet werden.

Die Robotergesetze führen, wenn sie nicht in ihrer Gesamtheit betrachtet werden, zu Paradoxien, die in verschiedenen literarischen Werken und in Filmen dargestellt wurden.

In der 3. Folge der Fernsehserie Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes ORION werden die Roboter zum Hüter des Gesetzes (Erstsendung: 15. Oktober 1966). So übernehmen sie die Herrschaft in einem Bergwerk, um die Menschen nach einem Streit davon abzuhalten sich weiter selbst zu verletzen (siehe Gesetz 1). Dies ist eine Weiterentwicklung des Plots, der bereits 1941 Asimovs Erzählung Vernunft zugrunde liegt

Im Film Bicentennial Man (Der 200 Jahre Mann) wurden nach Aktivierung des Hausroboters Andrew die Asimovschen Gesetze als Intro vorgespielt. Auch das Verhalten von HAL in Odyssee im Weltraum lässt sich nach einigen Deutungen aus der Perspektive der Robotergesetze verstehen.

Asimov erfand weitere Begriffe, die heute allgemein in die Sciencefiction eingeflossen sind. So zum Beispiel „positronisch“ als Gegensatz zu elektronisch (erstmals erwähnt in Reason, 1941).

Quellen


Weblinks


Robotik

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