| Wissenschaftlicher Name
|
| Robinia
|
| L.
|
Die
Robinien (
Robinia) sind eine
Gattung von
Pflanzen in der
Familie der
Hülsenfrüchtler (Fabaceae), Unterfamilie
Schmetterlingsblütler (Faboideae). Die Gattung umfasst etwa 20
Arten.
Namensherkunft
Der Name Robinie geht auf den Franzosen
Jean Robin (oder auf seinen Sohn
Vespasien Robin) zurück, der die
Gewöhnliche Robinie 1601 in Europa einbürgerte.
Erscheinungsbild
Robinien sind sommergrüne
Bäume oder
Sträucher, meist aus
Amerika. Die Robinien werden oft fälschlicherweise als
Akazie bezeichnet. Die beiden Gattungen
Robinia und
Acacia sind nicht nahe miteinander verwandt, sie gehören lediglich der gleichen Familie, den Hülsenfrüchtlern, an.
Wirtschaftliche Nutzung
Robinien wurden wegen ihrer nektarreichen Blüten zur Honiggewinnung in Mitteleuropa eingeführt. Insbesondere die als
Neophyt geltende
Gewöhnliche Robinie (
Robinia pseudoacacia L.) breitet sich in Mitteleuropa sehr stark durch Selbstaussaat aus. Sie besiedelt meist trockene Standorte und verdrängt dort heimische Arten. Allerdings wird die Robinie wegen ihrer hohen
Wurzelbrut auch zum
Erosionsschutz und zur Hangsicherung angepflanzt. Die
Knöllchenbakterien in den Wurzelknöllchen tragen durch Bindung von Luft
stickstoff deutlich zur Stickstoffanreicherung im Boden bei.
Das witterungsbeständige, wertvolle Holz der Robinien kann sehr gut für Bauten im Außenbereich (Balkonroste, Geländer, Außentreppen, Gartenmöbel usw.) verwendet werden. Es ist sehr schwer und hart, hat aber Risse und verzieht sich leicht im frischen Zustand. Bei der Verleimung muss deshalb eine verlängerte Presszeit beachtet werden.
Arten (Auswahl)
- Borstige Robinie (R. hispida)
- R. kelseyi (aus North Carolina, USA)
- R. luxurians (aus den westlichen USA: Colorado, Nevada, westliches Texas, New Mexico und Arizona)
- R. neomexicana (aus New Mexico, USA)
- Gewöhnliche Robinie, Falsche Akazie, Silberregen (R. pseudoacacia)
- Klebrige Robinie (R. viscosa)
Darüber hinaus gibt es auch die Kreuzung R. holdtii, die aus R. luxurians und R. pseudoacacia entstand.
Die Bestandteile der Robinie (Blüten, Blätter, Stamm und Rinde) sind giftig.
Literatur
- Ingo Kowarik; Biologische Invasionen - Neophyten und Neozoen in Mitteleuropa. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3924-3
Weblinks
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