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Roberto D'Aubuisson Arrieta (* 23. August 1944 in Santa Tecla; † 20. Februar 1992 in San Salvador) war ein Politiker und Präsidentschaftskandidat der ARENA in El Salvador.

D'Aubuisson wurde 1944 in Santa Tecla geboren. Nach dem Besuch der Militärakademie setzte er sein Studium an den Schools of the Americas fort und graduierte 1972. Er begann den Dienst im salvadorianischen militärischen Geheimdienst.

Im Bürgerkrieg von 1978 bis 1992 war er wahrscheinlich für zahlreiche Aktionen der Todesschwadronen verantwortlich, so z.B. 1980 für die Ermordung des Erzbischofs Oscar Romero. Am 7. Mai 1980, sechs Wochen nach Romeros Ermordung, wurde D'Aubuisson inhaftiert. Er und andere Inhaftierte wurden beschuldigt, an der Ermordung Romeros beteiligt gewesen und den Sturz der salvadorianischen Junta betrieben zu haben. Nachdem die Inhaftierung sowohl terroristische Anschläge als auch innerstaatliche Widerstand hervorgebracht hatte, wurde D'Aubuisson freigelassen.

Er gründete am 30. September 1981 die konservative, nationalistische Partei ARENA.

Die Wahlen am 29. März 1982 brachte der ARENA 19 von 60 Sitzen; zudem gewannen zwei in einer Koalition mit der ARENA befindlichen Parteien weitere 17 Sitze. Die Nationalversammlung bestimmte Àlvaro Alfredo Magana Borja zum Interimspräsidenten. Am 25. März 1984 trat D'Aubuisson zur Präsidentschaftswahl an. Im Wahlkampf beliebte er Wassermelonen mit der Machete zu spalten; die Wassermelone stand für ihn für die Partido Demócrata Cristiano, die nach seiner Auffassung außen grün (die Parteifarbe) und innen rot (für den Kommunismus) war. D'Aubuisson verlor im zweiten Wahlgang gegen den Kontrahenten von der Partido Demócrata Cristiano, José Napoleón Duarte. D'Aubuisson behauptete, die Wahlen wären gefälscht worden und von den USA in ihrem Sinne beeinflusst.

Nachdem die ARENA bei der Kongresswahl am 31. März 1985 ihre Mehrheit verloren hatte trat D'Aubuisson als Führer der ARENA urück. Sein Nachfolger wurde Alfredo Cristiani Burkard.

Roberto D'Aubuisson Arrieta starb nach langer, schwerer Krankheit 1992 an Krebs. Zu Lebenszeiten wurde er nie angeklagt. 1986 jedoch sagte der ehemalige Botschafter der USA im Kongress aus, dass D'Aubuisson an der Planung und Durchführung des Mordes an Erzbischof Romero beteiligt gewesen sei. Er nannte D'Aubuisson "einen pathologischen Mörder".

Geboren 1944 | Mann | Salvadorianer | Politiker (El Salvador) | Gestorben 1992

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