Robert Hooke (* 18. Juli 1635 auf der Isle of Wight; † 3. März 1703 in London) war ein englischer Physiker, Mathematiker und Erfinder. Er ist der Entdecker der Zellen in Pflanzen.
Monument-Great-Fire.jpg Hooke ahnte einige der bedeutendsten Entdeckungen und Erfindungen seiner Zeit voraus, war aber nicht in der Lage, sie selbst zu vollenden. So hatte er Isaac Newton in einem Brief seine Vermutung mitgeteilt, dass das Gravitationspotential mit 1/r abfällt. Später diskutierte er mit Christopher Wren und Edmond Halley in einem Londoner Pub die Frage, ob man die Keplerschen Gesetze nicht mathematisch exakt herleiten könne. Die Runde kam zu keinem Ergebnis und beschloss, Halley zu Newton zu senden. Ihm gelang es dann, Newton zur Vollendung der Philosophiae Naturalis Principia Mathematica zu überreden. Hookes bleibendes Verdienst besteht darin, die Theorie der Elastizität richtig formuliert zu haben: Ein Körper dehnt sich im Verhältnis zur Kraft, die auf ihn wirkt. Diese nach ihm Hookesches Gesetz benannte Beziehung entdeckte er 1678. Sie ist eines der Fundamentalgesetze der Festkörpermechanik.
Hooke war auch Wegbereiter der mikroskopischen Forschung und publizierte seine Ergebnisse, zu denen auch die Entdeckung der Pflanzenzellen gehört. 1684 baute er einen optischen Telegraphen. Außerdem analysierte er das Wesen der Verbrennung.
Hooke hatte vermeint, eine kleine jährliche Positionsänderung des in London im Zenit stehenden Sterns gamma Draconis beobachtet zu haben, was die seit der Antike gesuchte Fixsternparallaxe sein konnte, also der Beweis für das heliozentrische Weltsystem. Nach dem Großen Brand von London 1666, benutzten Hooke und Wren die Gelegenheit, das Denkmal als ein Zenitteleskop auszulegen. Allerdings war die Anbringung der Linse an der Spitze nicht stabil genug gegen Wind, sodass kein zufriedenstellendes Resultat erzielt werden konnte. Erst 50 Jahre später wurden die Messungen von James Bradley und Samuel Molyneux mit einem wesentlich kleineren, doch stabil montierten Zenitteleskop wiederholt. Der Effekt war viel zu groß für eine Parallaxe. Sie hatten die Aberration des Sternlichts entdeckt, damit 1728 die Bewegung der Erde bewiesen.
Ebenfalls 2003 veröffentlichten Lokalhistoriker von der Isle of Wight einen in der Öffentlichkeit bedauerlicherweise kaum wahrgenommenen Beitrag über ein von ihnen entdecktes handschriftliches Dokument Robert Hookes, das neben seiner Unterschrift auch einen Abdruck seines persönlichen Siegels enthält. Das Siegel zeigt das Profilporträt eines kahlköpfigen Mannes. In diesem Siegelbildnis die Gesichtszüge Robert Hookes erkennen zu wollen, wäre sicherlich etwas voreilig. Nichtsdestotrotz sollte eine mögliche Zuweisung dieses Bildnisses ernsthaft diskutiert werden.
Ferner sei an dieser Stelle noch auf ein Detail des Kupferstichfrontispizes von Chambers' Cyclopaedia in der Ausgabe von 1728 hingewiesen, das die schemenhafte Büste von Robert Hooke zeigt. Ein Verweis auf diesen Kupferstich findet sich in den Weblinks.
Im Internet sind darüber hinaus zahlreiche vorgebliche Bildnisse als "Robert Hooke" hinterlegt, die entweder nachweislich Phantasieporträts sind oder deren Authentizität klar abgelehnt werden muss.
Physiker (17. Jh.) | Botaniker | Ingenieur, Erfinder, Konstrukteur | Mann | Geboren 1635 | Gestorben 1703
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