| Wappen | Karte |
|---|---|
| Rosswein coa.png | Karte Roßwein in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Sachsen |
| Regierungsbezirk: | Leipzig |
| Landkreis: | Döbeln |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 204 m ü. NN (Rathaus) |
| Fläche: | 29,14 km² |
| Einwohner: | 7.451 (31. Oktober 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 256 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 04741 |
| Vorwahl: | 034322 |
| Kfz-Kennzeichen: | DL |
| Gemeindeschlüssel: | 14 3 75 160 |
| Stadtgliederung: | 11 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 4 04741 Roßwein |
| Website: | www.rosswein.de |
| E-Mail-Adresse: | stadt@rosswein.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Veit Lindner |
Roßwein liegt im Mittelsächsischen Bergland, beiderseits der Freiberger Mulde.
Angrenzende Gemeinden sind (im Uhrzeigersinn) Mochau mit den Ortsteilen Großsteinbach, Juchhöh, Theeschütz, Gertitzsch und Choren im Landkreis Döbeln, Ketzerbachtal mit dem Ortsteil Bodenbach und die Stadt Nossen im Landkreis Meißen, Tiefenbach mit den Ortsteilen Kummersheim, Gersdorf und Etzdorf im Landkreis Mittweida, Niederstriegis mit den Ortsteilen Grunau, Niederstriegis und Mahlitzsch sowie die Stadt Döbeln mit dem Ortsteil Oberranschütz im Landkreis Döbeln.
Die Ortsteile sind Roßwein (Stadt), Gleisberg, Wetterwitz, Wettersdorf, Haßlau, Niederforst, Klinge, Ossig, Naußlitz, Seifersdorf, Ullrichsberg und Zweinig.
Roßwein wurde um 1200 von den Markgrafen von Meißen planmäßig gegründet. 1293 wurde die Stadt dem Kloster Altzella übereignet, dem sie bis zur Säkularisierung 1544 zustand. Seit 1360 besaß sie einen Bürgermeister und einen Rat, später auch eine Stadtmauer.
1868 wurde die Eisenbahnverbindung nach Leipzig und Dresden sowie 1874 nach Chemnitz eröffnet. Seit dem 19. Jahrhundert war die Stadt ein wichtiger Industriestandort; hier siedelten sich Metallwaren-, Schuh-, Textil- und Zigarrenfabriken an.
Die Hochschule Mittweida ist in Roßwein mit zwei Fachbereichen vertreten: Stahl- und Metallbau sowie Soziale Arbeit. Der Fachbereich Soziale Arbeit erreichte im letzten Hochschulranking den ersten Platz in den ostdeutschen Bundesländern.
Weitere wichtige Bildungs- und Forschungseinrichtungen:
Bundesfachschule Metallhandwerk
Zentrum für Förder- und Aufzugstechnik
Geschwister-Scholl-Mittelschule
Die mit über 200 Jahren wahrscheinlich zweitälteste Kamelie nördlich der Alpen ist in Roßwein zu finden. Ferner gibt es an der Straße nach Döbeln mit dem Troischaufelsen einen einzigartigen geologischen Aufschluss. Der unter Naturschutz stehende Felsen besteht aus dem in der Region seltenen Gabbro. Bis zum Bau der Döbelner Straße um 1860 wurde an dieser Stelle noch Silber und Kupfer in einem Stollen abgebaut.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind:
1. Die Historische Postmeilensäule auf dem Marktplatz, die nach dem Rathausumbau 1862 verschwand und erst ca. 130 Jahre später bei dem Umbau der Friedhofsvorplatzes 1994-97 wiederentdeckt und im Jahre 2000 auf dem Markt wiedererrichtet wurde.
2. Die Stadtmauer, von der noch Reste überall in der Stadt zu sehen sind, z.T. auch wieder restauriert.
Roßwein liegt im Städtedreieck Chemnitz - Leipzig - Dresden und verfügt durch die nahe gelegene A 4 und A 14 sowie der B 175 über sehr gute Straßenverkehrsanbindungen. Roßwein verfügt weiterhin über einen größeren Bahnhof an der Kursbuchstrecke 506 und war Ausgangspunkt für die unterdessen vom Eisenbahnverkehr freigestellten Kursbuchstrecke 516, der umgangssprachlich als "Striegistalbahn" bekannten Eisenbahnstrecke von Roßwein über Hainichen, Frankenberg nach Niederwiesa bei Chemnitz.