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Das Rittersche Schnittverfahren geht auf August Ritter (*1826, †1908) zurück. Es dient der Berechnung von Stabkräften in Fachwerken.

Mit dem Erstarrungsprinzip werden für ein aus mehreren Stäben bestehendes Fachwerk die Auflagerkräfte berechnet. Danach wird der Ritter-Schnitt angewandt:

Das zweidimensionale Fachwerk wird in zwei Teile zerschnitten, und zwar genau so, dass maximal drei Stäbe freigelegt werden (von diesen dürfen sich nur jeweils zwei in einem Punkt schneiden). Für diese Stäbe können die Kräfte nach den Gleichgewichtsbedingungen nun berechnet werden, da man drei linear unabhängige Gleichungen aufstellen kann.

\sum M =0, \sum V =0, \sum H =0

Im dreidimensionalen Fachwerk können sechs Stabkräfte durch das Aufstellen eines linearen Gleichungssystems mit sechs linear unabhängigen Gleichungen berechnet werden.

Ritterscher_Schnitt.png links und Loslager rechts. (Die Kraft FAx ergibt sich zu Null.) Unteres Bild: Nach dem Schneiden können die 3 Stabkräfte berechnet werden. Durch geschickte Wahl der Gleichgewichts-Gleichungen kann der Lösungsaufwand des linearen Gleichungssystems reduziert werden, z.B. durch 1.) Summe der Momente um den Schnittpunkt der Stabkräfte F2 und F3 liefert direkt die Stabkraft F1, 2.) Summe der Vertikalkräfte (Fy) liefert direkt F2, 3.) Summe der Horizontalkräfte (Fx)liefert direkt F3]]

Siehe auch: Balkentheorie, Cremonaplan

Technische Mechanik | Baustatik

 

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