Die Region Rio San Juan ist einer von 15 Verwaltungsbezirken (Departamentos) Nicaraguas. Sie ist nach dem gleichnamigen Fluss benannt, der an der Bezirkshauptstadt San Carlos als Abfluss des Nicaraguasees seinen Ausgang nimmt und knapp 200 km östlich bei San Juan del Norte (zu Zeiten der englischen Eroberer Greytown) in das Karibische Meer mündet. Der Río San Juan bildet auch die Grenze zu Costa Rica. Ebenfalls zur Region gehört das aus 36 Inseln bestehende Archipel der Inseln von Solentiname im Nicaraguasee. Im Osten der Region zur Karibik hin liegt ein großes Naturschutzgebiet, das Reserva Biológica Indio-Maíz. In dem Departamento leben 95.100 Einwohner (Stand 1. Juli 2003), es ist damit der Verwaltungsbezirk mit den wenigsten Einwohnern.
Die 1949 gegründete Stadt San Carlos liegt am Ufer des Nicaraguasees und hat ca. 30.500 Einwohner, sie ist das wirtschaftliche und verwaltungstechnische Zentrum der Region. Zweitgrößter Ort ist San Miguelito mit etwa 16.257 Einwohnern. Etwa 70 % der Bewohner der Region Rio San Juan leben in bäuerlichen Strukturen auf dem Lande, meistens in Subsistenzwirtschaft vom Anbau von Mais, Bohnen und Reis; ca. 30% in der Kleinstadt San Carlos, die das regionale Handelszentrum und Sitz der staatlichen Behörden, sowie internationaler Hilfsorganisationen ist.
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