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Rietveld-Schröder-Haus.jpg Das Rietveld-Schröder-Haus (1923/24) in Utrecht, entworfen vom niederländischen Architekten Gerrit Rietveld, zählt zu den wichtigsten Bauwerken im Stile der De Stijl-Bewegung. Im Jahr 2000 wurde es in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen. __NOTOC__

Vorgeschichte


Rietveld entwarf dieses Wohnhaus in enger Zusammenarbeit mit der Bauherrin Truus Schröder-Schräder. Diese wollte, nach dem Tode ihres Mannes 1923, Utrecht eigentlich verlassen, um in die Nähe ihrer Schwester nach Amsterdam zu ziehen. Sie bat Rietveld, ihr bei der Suche nach einer neuen Wohnung für sie und ihre drei Kinder zur Seite zu stehen - nachdem aber kein passendes Haus zu finden war, schlug er ihr einen Neubau vor. Letztendlich fand man einen geeigneten Bauplatz an der Prins Hendriklaan (Hausnummer 50) am Utrechter Stadtrand mit einem freien Ausblick auf die Polderlandschaft.

Entwurf


Der erste Entwurf des Architekten konnte die Bauherrin nicht überzeugen und so fertigte Gerrit Rietveld nach gemeinsamer Ausarbeitung der Grundrisse zwei weitere Vorschläge an, wobei letzterer schließlich Truus Schröders Vorstellungen einer schlichten, nicht einengenden Wohnumgebung entsprach. Der zur Ausführung gekommene Entwurf wird bestimmt durch großflächige Fensteröffnungen und mit horizontalen und vertikalen Elementen umschlossene Übergänge von innen nach außen.

Ausserdem werden die De Stijl typischen Farben Rot, Blau und Gelb in Kombination mit Weiss, Schwarz und Grau angewendet.

Baugenehmigung


Um das nicht dem damals üblichen Baustil entsprechende Gebäude realisieren zu können, musste Rietveld beim Bauantrag einige Tricks anwenden. Aus den eingereichten Grundrissen war nicht ersichtlich, dass die Räume im Obergeschoss mit verschiebbaren Wänden abgetrennt werden sollten und in der Seitenansicht zeichnet sich die Dachlinie des dahinter gelegenen Gebäudes so deutlich ab, dass der Eindruck entsteht, das Schröder-Haus habe auch ein schräges Satteldach. Durch diese 'Ungenauigkeiten' in den Plandarstellungen wurde die Baugenehmigung ohne weitere Auflagen erteilt.

Bauausführung


Das ursprünglich in Beton geplante Gebäude wurde aus Kostengründen schließlich in verputztem Mauerwerk ausgeführt. Lediglich für die Gründung und die Balkons kam Eisenbeton zum Einsatz.

Rietveld war häufig auf der Baustelle anzutreffen - zum einen, weil er hier noch während der Bauphase eine Vielzahl von Details festlegte - zum anderen, weil die Bauarbeiter in seiner Abwesenheit mit den neuen Formen und Ideen teilweise überfordert waren. Die handwerkliche Ausführung war zum Teil von Anfang an mangelhaft bis ungenügend.

Weblinks


Wohngebäude | Weltkulturerbe in den Niederlanden | Architekturikone | 1923

Rietveld Schröder House | Maison Schröder de Rietveld | Rietveld-Schröderhuis

 

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