Der Riesenslalom (in Österreich oft auch als Riesentorlauf (RTL) bezeichnet) ist eine Disziplin des alpinen Skisports. Die zu umfahrenden Tore sind so gesetzt, dass ständig Richtungswechsel erfolgen. Im Gegensatz zum Slalom ist allerdings noch ein flüssiger, gleitender Rhythmus möglich. Ein Wettkampf besteht aus zwei Läufen, deren Zeiten addiert werden.
Es gibt weitere Unterschiede: Im Slalom sind die Schwünge deutlich kürzer, wodurch die Rennläufer in einer engeren und direkten Falllinie unterwegs sind. Die Rennläufer kommen dadurch viel näher an die Stangen heran, weshalb sie diese mit den Händen wegschlagen müssen, um den Schwerpunkt möglichst nahe an der Falllinie zu halten. Im Gegensatz dazu ist die Falllinie im Riesenslalom weniger direkt, und die Tore stehen bedeutend weiter auseinander. Dadurch kommen die Fahrer weniger mit den Toren in Berührung und stoßen diese bei Bedarf mit der inneren Schulter weg anstatt mit der Hand.
Um die Sicherheit zu erhöhen, setzte der Weltverband FIS auf die Saison 2003/04 hin den Mindestkurvenradius für Riesenslalom-Skis auf 45 Meter fest (vorher waren es 40 Meter). Zum ersten Mal überhaupt wurden Mindestlängen für Ski eingeführt, 185 cm für Männer und 180 cm für Frauen.
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