Riemengetriebe, auch Riementrieb, Hülltrieb oder Riemenantrieb, zeichnen sich durch ihr prägendes Lastübertragungsmittel, dem Riemen aus. Sie gehören zur Gruppe der Zugmittelgetriebe und finden vielfältige Anwendung im Maschinenbau.
Die einzelnen freien Riemenabschnitte bezeichnet man als Trum. Je nach Belastung spricht man vom ziehenden Trum (Lasttrum) oder gezogenem Trum (Leertrum). Keilriemen_PKW.jpg an einem PKW]]
Früher wurden Riemengetriebe unter der Bezeichnung Transmission geführt. Im Zuge der Industrialisierung wurden in vielen Firmen zentrale Dampfmaschinen oder Lokomobile zum Antrieb vieler einzelner Maschinen eingesetzt. Zur Übertragung der zentral erzeugten Kraft dienten Wellen aus Eisen und Riemenscheiben aus Holz, die über Flachriemen den sog. Transmissionsriemen aus Leder verbunden waren. Die Transmissionswellen wurden meist an der Decke befestigt und durch die gesamte Halle, teilweise sogar in andere Gebäude geführt. An den Stellen, an denen eine Maschine anzutreiben war, wurde mit einer Riemenscheibe ein Riemen zu dieser Maschine heruntergeführt.
Gegenüber dem in Mühlen oft eingesetzten Zahnradantrieb konnte dieser die erforderlichen Kräfte über längere Wege, mit vergleichsweise geringem Materialeinsatz weiterleiten.
Der Einsatz von kaskadierten (gestuften) Riemenscheiben (Scheiben verschiedener Durchmesser direkt nebeneinander) erlaubte die Einstellung verschiedener Drehzahlen an der angetriebenen Maschine. Ein Nachteil war und ist jedoch der Schlupf, der zu Übertragungsverlusten führt und bei Zahnrädern ausgeschlossen ist.
Durch eine Anordnung von zwei gleichen Riemenscheiben nebeneinander, wovon eine auf der Welle durchdreht, der so genannten Leerscheibe, wurde eine einfache Art einer Kupplung geschaffen. Der Riemen wurde zum Einkuppeln auf die an der Welle befestigte Festscheibe geschoben, zum Auskuppeln auf die Leerscheibe.
Wenn der Wellenabstand groß genug war, konnte man mit einer Kreuzung des Riemens eine Drehrichtungsänderung erreichen. Auch Schrägstellungen der Wellen zueinander konnten von verdrehten Riemen ohne Probleme ausgeglichen werden.
Bei modernen Riemengetrieben wurde der Flachriemen weitestgehend durch den Keilriemen ersetzt, da dieser große Kräfte bei kleiner Vorspannung übertragen kann. Er übernimmt bei seinem Einsatz gleichzeitig auch die Funktion einer Sicherheitskupplung. Einsatz finden Riemengetriebe z.B.: im KFZ zum Antrieb der Lichtmaschine, aber auch in Waschmaschinen oder Werkzeugmaschinen. Er wird jedoch nicht mehr für die Überwindung großer Wege eingesetzt. Bei einfachen Anwendungen wird er auch als Kupplung verwendet. Dabei wird eine Spannrolle gelockert und der sonst gespannte Riemen rutscht durch. (Anwendung beispielsweise bei Rasenmähern.)
Die klassische Transmission ist heute nur noch äußerst selten anzutreffen. Die Entwicklung vor allem kleiner und leistungsstarker Elektromotoren und Sicherheitsaspekte (Gefahr bei Riemenriss) haben die klassische Transmission aus den Industriebetrieben verdrängt.
Um gleichmäßige Abnutzung zu erreichen, wurden Flachriemen oft als Möbiusband hergestellt.
Die Vorteile des Riementriebes, wie z.B.
(siehe Riemenarten)
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