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Rycheza.jpg)]] Richeza von Polen, teilweise auch Rixa (* um 995; † 21. März 1063 in Saalfeld), war ab 1025 Königin von Polen. Sie war die Tochter des Pfalzgrafen von Lothringen, Ezzo und dessen Frau Mathilde, der Tochter des römisch-deutschen Kaisers Otto II..

Leben

Klotten Richeza.jpg Richeza heiratete im Jahr 1013 den polnischen Prinzen Mieszko Lambert. Die wohl schon im Jahr 1000 in Gnesen verabredete Eheverbindung zwischen Bolesław Chrobry und Kaiser Otto III., ermöglichte den Merseburger Frieden, der den zwischen Bolesław Chrobry und Kaiser Heinrich II. geführten Krieg vorläufig beendete. Sie wurde 1025 gemeinsam mit ihrem Mann Mieszko in den Stand der Könige erhoben.

Nach dem Sturz ihres Mannes durch seine Brüder Bezprym und Otto 1031, mit dem sie einige Kinder hatte, darunter Gertrude, die Ehefrau von Großfürst Isjaslaw von Kiew, verließ sie Polen für immer (eventuell kam sie 1034 mit dem einzigen Erben, Kasimir, nach Polen zurück - Hypothese -), während das Land nach dem Tod ihres Mannes, 1034, aufgrund einer antichristlichen und antifeudalen Reaktion für fünf Jahre ins Chaos stürzte. Sie lebte in Saalfeld, nannte sich weiterhin Königin von Polen, ein Titel, der ihr Kaiser Konrad II. nach dem Merseburger Hoftag von 1033 zugestand, ihrem Mann, der die Macht nach einem einjährigen Intermezzo in Polen zurückerlangte, jedoch verweigerte. Sie bedachte das von ihren Eltern gestiftete ezzonische Hauskloster in Brauweiler, aber auch den Kölner Dom mit Schenkungen. Nach dem Tod ihres Bruders Otto legte sie ihre Prunkgewänder und ihren Schmuck auf dem Altar von Brauweiler nieder und nahm den Schleier. Ihr Sohn, Kasimir, wurde der Nachfolger seines Vaters und setzte sich mit kaiserlicher Unterstützung und seines Onkels, des Erzbischofs zu Köln, Hermann, erst 1039 endgültig in Polen erfolgreich durch.

Nach ihrem Tod, am 21. März 1063, wurde Richeza in Köln in der Kirche St. Maria Graden bestattet. Dieses Begräbnis erfolgte gegen ihren in einer Urkunde von 1054 geäußerten Willen, neben ihrer Mutter in Brauweiler begraben zu werden. Grund hierfür war, dass der Erzbischof Anno II. den ezzonischen Einfluß am Niederrhein schwächen und den Einfluß seines Bistums ausbauen wollte. Mit Abriss der Kirche wurden die Gebeine in einen hölzernen Wandschrein im Kölner Dom umgebetten, wo sich ihr Grab nun seit 1817 befindet.

Nachlass

Aufgrund ihrer Nächstenliebe schon im Mittelalter gelegentlich als Heilige angesehen, erfreut sich Richeza im Moselort Klotten, in dem sie Güter besaß, auf denen sie sich 1040/1049 aufhielt, in jüngster Zeit einer besonderen Verehrung. 2002 wurde eine Reliquie Richezas in die Klottener Pfarrkirche feierlich überführt.

Gebeine

Bei einer Öffnung des Grabmals im Jahre 1845 fand man den hautlosen knöchernden Schädel, der nicht ausgebleicht, sondern bräunlich gefärbt ist.Dr. Mark Benecke, Dem Täter auf der Spur. So arbeitet die moderne Kriminalbiologie. (ISBN 3-404-60562-4) Der Schädel ist zudem mit einer Haube bedeckt.dto.

Quellen


Literatur

Weblinks

Frau | König (Polen) | Ezzonen | Geboren 995 | Gestorben 1063

Richensa of Lotharingia | Rycheza Lotaryńska | Рыкса Лотарингская | Rikissa

 

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