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Richard Serra (* 2. November 1939 in San Francisco) ist ein US-amerikanischer Künstler und Bildhauer, der zum Minimalismus gerechnet wird.

Serra studierte englische Literatur an der University of California, Berkeley und später in Santa Barbara von 1957 bis 1961. Von 1961 bis 1964 besuchte er die Universität Yale, wo er Kunst studierte. Während seines Aufenthaltes im Westen der USA verdiente er seinen Lebensunterhalt in Stahlwerken, was einen starken Einfluss auf sein Werk ausübte.

Großen Einfluss auf Serra hatte Robert Smithson.

Seine ersten Werke waren vom abstrakten Expressionismus inspiriert. Eine frühe Plastik besteht aus geschmolzenem Blei, das er gegen die Atelierwand schleuderte.

Bekannt wurde er durch seine minimalistischen Konstruktionen aus großen Stahlrollen und -blöcken. Die Skulpturen ruhen in sich und betonen das Gewicht und die Natur des Materials. Die Oberflächen sind unbehandelt und setzen mit der Zeit Rost an. Da Richard Serra jedoch für seine Werke wetterfesten Baustahl verwendet, hält sich der Korrosionsangriff in Grenzen. Die Werke sind oft auf ihre Standorte zugeschnitten und von monumentaler Größe.

Seine Skulptur Terminal war Wahrzeichen der documenta in Kassel und wurde 1977 von der Stadt Bochum für 350.000 DM gekauft und 1979 an einer Kreuzung vor dem Hauptbahnhof Bochum aufgestellt.

Serra war einer der ersten zeitgenössischen Künstler, dessen Werk von der Öffentlichkeit vehement abgelehnt wurde. 1981 errichtete Serra den Tilted Arc, einen leicht gekrümmten, 3,50 m hohen Bogen aus rostendem Stahl in der Mitte der Federal Plaza in New York. Unmittelbar nach der Installation entbrannte eine öffentliche Diskussion, im Wesentlichen angeheizt durch die Angestellten der umliegenden Bürogebäude, die sich beschwerten, dass sie um die Skulptur nun einen Umweg machen müssten. Eine öffentliche Anhörung, die 1985 stattfand, kam zu dem Ergebnis, dass die Skulptur an einen anderen Ort verschoben werden solle, aber Serra wehrte sich dagegen mit dem Argument, die Skulptur sei auf ihren Standort ausgerichtet und könne nicht umgesetzt werden. Am 15. März 1989 wurde die Skulptur schließlich von der Stadt entfernt und verschrottet.

Seit 1986 verwendet Serra für seine Stahlskulpturen überwiegend Grobbleche der Dillinger Hütte AG. So war es naheliegend, in Dillingen einen Serra aufzustellen. Die Wahl des Standortes führte und führt immer noch zu Diskussionen über Sinn und Unsinn der Kunst. Gewählt wurde der Verkehrskreisel am Torhaus der Dillinger Hütte in Richtung Saarlouis, wodurch die Verbundenheit von Stadt und Hütte symbolisiert werden soll. Der "View Point", eine Stahlskulptur von 13 Metern Breite, 9 Metern Höhe und 104 Tonnen Gesamtgewicht, wurde am 25. März 2006 der Öffentlichkeit übergeben. Sie besteht aus 6 gebogenen Stahlplatten, wovon jeweils 3 Platten aneinandergefügt wurden. Von oben betrachtet bilden die Stahlplatten zwei sich mit etwas Abstand gegenüberstehende Kreisbögen (ähnlich einer öffnenden und einer schließenden Klammer: () ) mit begehbarem Innenraum. Seit diesem Tag gibt es eine Kunstachse Luxemburg - Dillingen - Saarbrücken.

Werke


Bild:RichardSerra Fulcrum.jpg|Fulcrum 1987, 17 m hohe freistehende Stahlskulptur in der Nähe der Liverpool Street-Station in London Bild:Serra4.jpg|Berlin Block for Charly Chaplin, Stahl, 1978, Berlin Bild:Serra3.jpg|Berlin Curves, Stahl, 1986 Bild:Bramme für das Ruhrgebiet.jpg|Bramme (für das Ruhrgebiet), Halde Schurenbach, Essen Bild:serra.jpg|Torque auf dem Uni-Campus der Universität des Saarlandes in Saarbrücken


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