Richard Schröder (* 26. Dezember 1943 in Frohburg, Sachsen) ist Philosoph und evangelischer Theologe in Berlin und gehört seit 2001 zum Nationalen Ethikrat. Des Weiteren war er Abgeordneter und Fraktionsvorsitzender der SPD in der Volkskammer der DDR sowie Abgeordneter im Deutschen Bundestag zur Zeit der Wiedervereinigung. Er ist Vorsitzender des Fördervereins Berliner Schloß.
Richard Schröder studierte Theologie und Philosophie an den Kirchlichen Hochschulen Naumburg und Berlin. Von 1973 bis 1977 war er Pfarrer in Wiederstedt im Harz. 1977 erfolgte die Promotion, welche 1990 durch die neue Regierung staatlich anerkannt wurde. Dozent für Philosophie an den beiden genannten Kirchlichen Hochschulen von 1977 bis 1990 war er dann Dozent für Philosophie, ebenfalls in Berlin und Naumburg. 1991 habilitierte er an der Kirchlichen Hochschule Leipzig. 1988/89 arbeitete Richard Schröder bei der "Ökumenischen Versammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung" in der DDR als Berater der Arbeitsgruppe "Mehr Gerechtigkeit in der DDR", 1989 erfolgte auch sein Eintritt in die SPD.
Vom 18. März bis zum 2. Oktober 1990 war Richard Schröder Mitglied der Volkskammer der DDR, vom 3. April bis zum 21. August 1990 Fraktionsvorsitzender der SPD und vom 3. Oktober bis zum 18. Dezember 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages. Seit 1990 ist er Mitglied der Grundwertekommission. Seine Lehrtätigkeit bekam Richard Schröder 1991 an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin. Von 1991 bis 1997 war er Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und seit 1992 Mitglied des Beirates beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU). 1993 erfolgte die Berufung zum Professor auf den Lehrstuhl für Philosophie in Verbindung mit Systematischer Theologie an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin, wo er 1993 und 1994 auch Dekan war.
Seit 1993 ist Richard Schröder Verfassungsrichter des Landes Brandenburg Präsident des Senats der von Helmut Schmidt und Kurt Biedenkopf gegründeten "Deutschen Nationalstiftung" Weimar. Von 1995 bis 2000 war er außerdem Vorsitzender des Kuratoriums der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover und seit 1999 Vorsitzender des Beirates der Evangelischen Akademie zu Berlin. Seine Berufung zum Nationalen Ethikrat erfolgte 2001 durch Beschluss des Bundeskabinetts.
Mann | Deutscher | Bundestagsabgeordneter | Philosoph (20. Jh.) | Philosoph (21. Jh.) | Evangelischer Theologe (20. Jh.) | Evangelischer Theologe (21. Jh.) | SPD-Mitglied | Träger des Bundesverdienstkreuzes | Geboren 1943
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