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Richard Lester (* 19. Januar 1931 in Philadelphia, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Filmregisseur, Produzent und Autor.

Lester galt als Wunderkind und begann schon mit 15 Jahren ein Studium an der University of Pennsylvania, wo er sich früh für den Britischen Film interessierte, insbesondere für Komödien der Ealing-Studios. 1953 zog Lester nach London und arbeitete als Regisseur für unabhängige Fernsehsender. Die Shows, die er produzierte, erlangten die Aufmerksamkeit des Schauspielers Peter Sellers, der ihn engagierte, um die US-amerikanische Serie „The Goon Show“ für das englische Publikum aufzubereiten. Sie erhielt dann dort den Titel „Idiot Weekly“ und wurde ein früher Erfolg, wie auch die nachfolgenden Shows „A Show Called Fred“ und „Son of Fred“ (beide 1956).

Einen frühen Erfolg als Kino-Regisseur erzielte Lester mit der Filmkomödie „Auch die Kleinen wollen nach oben“ (The Mouse on the Moon, 1963) mit Margaret Rutherford (bekannt als Miss Marple).

Ein Kurzfilm Lesters mit Spike Milligan und Peter Sellers, „The Running, Jumping and Standing Still Film“ (1959), soll einer der Lieblingsfilme der Beatles gewesen sein. Als die Beatles 1964 begannen, Kinofilme zu drehen, wurde auch Lester aus einer Vorschlagsliste als Regisseur des ersten Films, „A Hard Day's Night“, verpflichtet. Der Film erwies sich als überaus marktfördernd für die Musik der Beatles und enthielt schon Szenenfolgen, die heutzutage gang und gäbe in der Musikclip-Industrie sind, wie das gleichzeitige Zeigen von Szenen in unterschiedlichen Kamerapositionen bei Liveshows.

Lester drehte dann eine Reihe von leichten Filmen, darunter die Sex-Komödie „Der gewisse Kniff“ (The Knack...And How to Get It, 1965) mit einer frühen Filmmusik des späteren Stammkomponisten der James-Bond-Filme, John Barry, sowie auch den zweiten Film der Beatles „Hi-Hi-Hilfe!“ (Help!, 1965). 1966 spielte in Lesters Film Toll trieben es die alten Römer (A Funny Thing Happened on the Way to the Forum) der Stummfilmstar Buster Keaton seine letzte Filmrolle, in Farbe und mit Dialog. 1967 folgte mit „Wie ich den Krieg gewann“ (How I Won the War) ein satirischer Anti-Kriegsfilm mit Beatles-Sänger John Lennon in einer Nebenrolle.

In den 1970er- und 1980er-Jahren drehte Lester einige kommerziell sehr erfolgreiche Filme, so „Die drei Musketiere“ (The Three Musketeers, 1973) und der gleichzeitig gedrehten Fortsetzung „Die vier Musketiere“ (The Four Musketeers, die 1974 in die Kinos kam), 1976 den Film „Robin und Marian“ (Robin and Marian) mit Sean Connery als gealtertem Robin Hood und den zweiten und dritten Teil der Superman-Filme mit Christopher Reeve.

1989 kam mit „Die Rückkehr der Musketiere“ (The Return of the Musketeers) eine Forstsetzung der Musketier-Filme der 1970er-Jahre in die Kinos, mit denselben Schauspielern in ihren damaligen Rollen.

Filmographie (Auswahl)


Weblinks


Mann | US-Amerikaner | Filmregisseur | Filmproduzent | Geboren 1931

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