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Die Tragödie von König Richard III. ist ein Drama von William Shakespeare. Es handelt von dem englischen König dieses Namens. Das Stück ist Teil der Historiendramen. Die Handlung schließt an Heinrich VI., Teil 3 an. Richard. III ist der letzte Teil der York-Tetralogie und bildet damit den Abschluss der Historiendramen.

Inhalt


König Richard der III (The tragedy of King Richard the third)

Schauspiel in 5 Akten Uraufführung: Um 1593 in London Ort und Zeit der Handlung: In London, im Königspalast, im Tower, Schlachtfeld bei Bosworth, etwa 1482 bis 1485 Wichtige Personen: • König Eduard IV aus dem Haus York; • Edward, Prinz von Wales; Richard, Herzog von York; (Söhne des Königs) • George, Herzog von Clarence, Bruder des Königs • Richard Herzog von Gloucester(später König Richard III), ebenfalls Bruder des Königs • Heinrich, Graf von Richmond(später König Heinrich VII aus dem Haus Tudor) • Herzog von Buckingham • Lord William Hastings • Elisabeth, Gattin Edwards IV • Margaret, Witwe König Heinrichs VI • Herzogin von York, Mutter von Eduard IV, Richard und George • Anna, Witwe von Edward, dem Sohn König Heinrichs VI, später mit König Richard III verheiratet) • Höflinge, Soldaten, Volk

Inhalt: Richard, Herzog von Gloster, von Natur aus hässlich und missgebildet, kündigt an, gewillt zu sein ein Bösewicht zu werden. Er will König werden, muss dazu aber erst seine Brüder, den regierenden König Edward IV und George, den Herzog von Clarence, beseitigen. Richard hat keine Hemmungen, weil seine Rivalen auch durch Mord und Gewalt an die Macht gekommen sind. Er verleumdet George beim König, dieser sperrt den Unschuldigen gleich in den Tower. Zwei Mörder, im Auftrag Richards, bringen ihn kurze Zeit später um. Inzwischen wirbt dieser um die Prinzessin Anna. Diese ist aber empört darüber, schließlich weiß ja jeder wer ihren Gatten Prinz Edward und dessen Vater König Heinrich VI tötete. Richard schert sich nicht darum und macht Anna inmitten des Trauerzuges für den ermordeten König einen Heiratsantrag. Um ihr seine Liebe zu beweisen entblößt Richard seine Brust und bietet Anna sein Schwert an. Sie zielt nach ihm lässt das Schwert dann aber fallen. Für den regierenden König Edward IV braucht Richard keinen Mörder, denn dieser stirbt an einer Krankheit und leidet in seinen letzten Atemzügen furchtbare Gewissensqualen wegen seiner zahlreichen Gewaltverbrechen. Nun ist Richard seinem Ziel schon sehr nahe. Durch den Herzog von Buckingham lässt er die minderjährigen Söhne Edwards töten. Der Herzog muss dann aber selbst unters Fallbeil, weil er zögerte weiterhin für Richard den Henker zu spielen. Lord Hastings ist der einzige der sich dem skrupellosen Richard entgegenstellt. Er bezahlt mit seinem Leben. Jetzt ist Richard endlich am Ziel seiner Träume. Die Bürger Londons werden unter Druck gesetzt, dass sie Richard die Krone anbieten. Er jedoch lehnt ab und säuselt dahin, ein geistliches Amt wäre vielleicht besser für ihn. „Seufzend“ lässt er sich dann doch zum König krönen. Zur Erhaltung seiner Herrschaft wäre es für ihn besser wenn er mit der Tochter Edwards IV verheiratet wäre. Also lässt er seine Gattin Anna töten und wirbt abermals ohne Hemmungen ihr. Doch schon formiert sich unter der Führung des Grafs Heinrich von Richmond aus dem Haus Tudor eine Gegenpartei, um die Schreckensherrschaft zu beenden. Am Vorabend der Entscheidungsschlacht bei Bosworth begegnen dem Tyrannen alle Geister der Ermordeten und prophezeien ihm seinen Untergang. Am nächsten Morgen werden seine Truppen sehr bald in die Flucht geschlagen. Richard selbst bleibt hilflos zurück. „Ein Pferd! Ein Pferd! Mein Königreich für ein Pferd!“, schreit er verzweifelt über das Schlachtfeld, doch keiner kommt ihm zu Hilfe. Der Herzog von Richmond erschlägt Richard. Damit ist der Krieg der Häuser Lancester und York beendet. Herzog Heinrich wird als Heinrich VII Elisabeth, die Tochter Edwards, heiraten und England den langersehnten Frieden bringen.

Bedeutung: Dieses Werk bildet den Abschluss der Königsdramen, die die englische Geschichte von 1399 bis 1485 behandeln. Es ist eines der frühesten historischen Stücke Shakespeares.

Wirkung: Die Rolle des König Richards, war schon zu Lebzeiten Shakespeares bei Schauspielern sehr beliebt, und verhalf einigen jungen Talenten zu Weltruhm. In unserer Zeit hat Laurence Olivier das Stück in eigener Regie 1955 verfilmt. Er spielte auch König Richard III. Für Friedrich Schiller wird er das Vorbild zu seinem Franz Moor aus „Die Räuber“.

Verfilmungen


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