Richard „Bald Eagle“ Breite (* 1939 im Osten der Provinz Posen (heutiges Polen)) ist der Gründer der Christlichen Pfadfinderschaft Royal Rangers in Deutschland.
Den Frontwechsel in bitterkalten Winter in der Nacht vomm 22. auf den 23. Januar 1945 erlebte Breite im Luftschutzkeller sitzend. Sein Vater, damals auf Heimaturlaub wurde nach Rußland verschleppt und kam nicht mehr zurück. Breite selbst wurde unter falschen Anschuldigungen verhaftet. Unter Gottes Führung, wie er sagt, kam er frei und im Dezember 1945 trat er die Flucht über die Oder-Neiße-Linie an. Seine Freilassung erlebte er als Erhörung seiner Gebete. Dies stellt die Schlüsselerfahrung seines Lebens dar, in der er, wie er selbst sagt, Gott als Freund kennen gelernt hat. Dies prägte und bestimmte sein Leben.
Nach den Kriegswirren kam er nach Rendsburg in Schleswig-Holstein an den Nord-Ostsee-Kanal was vielleicht etwas mit seiner späteren Reiselust zu tun hat.
Als „Fackelträger“ der Bibelschule Beröa kam er über Stuttgart und Erzhausen in die Hansestadt Bremen, deren Wappen den Schlüssel zum Tor der Welt hat. 1960 erfüllte er sich seinen Kindheitstraum und reist per Schiff nach USA und Kanada. In der Provinz Quebec konnte er das Indianer-Reservat besuchte und von ihrer Naturliebe und Standhaftigkeit geprägt nach Deutschland zurückkehrte.
In den Ansätzen „pfadfinderisch“ fing er in den 1960er in der Bremer Gemeindearbeit an mit Kinderfreizeiten in ausrangierten Zelten und Bauernscheunen, zwischen Heu und Strohballen.
1980 besuchte Johnny Barnes, der Gründer der Royal Rangers (RR) in den USA, Breites Gemeinde in Bremen. Danach wurde dort ein Pilot-Programm der Royal Rangers gestartet.
1981 war dann das erste Naionale Trainingscamp (NTC) auf Schloss Naumburg mit Johnny Barnes, Fred Deaver, Dr. Shepherd und Team. Unter den Teilnehmenrn war auch eine Gruppe aus der Schweiz. Dies war der „offizielle“ Startschuss für die RR-Arbeit in Deutschland. Erste Gründungen neuer Stammposten (Ortsgruppen) folgten.
1982 fand in den USA das „Camporama“ (Bundescamp) in Pigeon Forge, Tennessee mit ca. 400 Teilnehmern statt. In Knoxville fand gerade die Weltausstellung statt, wo die Royal Rangers als größte Besuchergruppe registriert wurden. Hanspeter Neck, Urs Wirz aus der Schweiz und Richard Breite, hatten das Vorrecht dort zu sein und die RR's in Aktion kennenzulernen. Dieses Erlebnis bestärkte ihn in der deutschen RR-Arbeit. Im Herbst 1982 gab Barnes, im Zuge eines schweizer-deutsches NTC in der Nähe von Luzern (Schweiz), Breite den Indianernamen „Bald Eagle“ (Name des US-Wappenadlers) und Dr. Sheperd überreichte ihn den Indianer-Kopfschmuck den er stehts in Ehren hielt und bei verschiedenen Anlässen pärsentierte.
1983 hatte Deutschland und die Schweiz dann eigene NTC-Ausbildungscamps. Der Tod von Richard Breites Frau hatte ihn tief getroffen und innerlich fast gelähmt, doch standem ihm und der jungen Royal Rangers Bewegung in Deutschland Hanspeter Neck und Urs Wirz zur Seite.
1995 wurde auf der RR-Bundesversammlung einstimmig Gerd Ersfeld als neuer Bundesleiter gewählt und bestätigt. Aus der Sicht von Richard Breite stellten dies 15 Jahre eine Aufbauphase dar, die er nun abzugeben hatte.
Richard Breite versah von 1981 bis 1995 seinen Dienst in der Funktion des Bundesleiter und gab diese dann an den neuen Bundesleiter Gerd Ersfeld ab, der die Funktion bis dato versieht.
Pfadfinder | Jugendbewegung | Deutscher | Geboren 1939 | Mann
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