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Wappen Karte
Wappen_Ribnitz-Damgarten.PNG Lage von Ribnitz-Damgarten in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordvorpommern
Geografische Lage:
Höhe: 3 m ü. NN
Fläche: 122,2 km²
Einwohner: 16.936 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 139 Einwohner/km²
Postleitzahl: 18311
Vorwahl: 03821
Kfz-Kennzeichen: NVP
Gemeindeschlüssel: 13 0 57 074
Adresse der Stadtverwaltung: Am Markt 1
18311 Ribnitz-Damgarten
Website: www.ribnitz-damgarten.de
Bürgermeister: Jürgen Borbe (CDU)
Lage Ribnitz-Damgarten im Landkreis
Ribnitz-Damgarten_in_NVP.png

Ribnitz-Damgarten ist die größte Stadt im Landkreis Nordvorpommern in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist außerdem Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes, dem weitere drei Gemeinden angehören.

Geographie


Die Stadt liegt zwischen den Hansestädten Rostock und Stralsund an der Mündung des Flusses Recknitz in den Ribnitzer See (Südteil des Saaler Boddens). Östlich der Recknitz liegt Damgarten und westlich des Flusses liegt Ribnitz.

Die Stadt trägt vor allem wegen des im Stadtteil Ribnitz liegenden "Deutschen Bernsteinmuseums" und der im Stadtteil Damgarten angesiedelten Bernstein-Schau-Manufaktur den Beinamen "Bernsteinstadt". Neben zahlreichen Geschäften, die Bernsteinprodukte anbieten, ist der Beiname "Bernsteinstadt" aber auch als regionaler Bezug auf die etwa 10 km entfernt liegende Ostsee zu werten. Aus diesem Grund verwendet die Stadt seit einigen Jahren generell das so genannte "Bernsteinlogo", welches den Bezug der Stadt zum Bernstein herstellen soll. Ein mit der Zusammenlegung der beiden Städte Ribnitz (Mecklenburg) und Damgarten (Pommern) im Jahre 1950 benutztes Stadtwappen (wie oben abgebildet) ist seit 1999 nicht mehr gültig, da es nicht den heraldischen Anforderungen genügt. Das offizielle geltende Stadtwappen ist auf den lokalen E-Paper-Seiten der Ostsee-Zeitung im Internet zu sehen.

Die Stadt bezeichnet sich ebenfalls als "Das Tor zum Fischland", da sie das letzte Mittelzentrum auf dem Weg zur Ostsee-Halbinsel "Fischland-Darß-Zingst" ist.

Eine durch die Stadtverwaltung angestrebte staatliche Anerkennung als Erholungsort wurde auch deshalb ausgeschlossen, weil die Stadt nicht über die dazu minimal erforderliche Übernachtungskapazität verfügt.

Nachbargemeinden


An Ribnitz-Damgarten grenzen folgende Gemeinden (in Uhrzeigerrichtung, von Norden beginnend): Saal, Ahrenshagen-Daskow, Stadt Marlow, Gelbensande und Dierhagen.

Ortsteile


Neben den namensgebenden Ortsteilen Ribnitz und Damgarten besteht die Gemeinde zusätzlich aus folgenden Ortsteilen:
  • Altheide
  • Behrenshagen
  • Beiershagen
  • Borg
  • Dechowshof
  • Freudenberg
  • Hirschburg
  • Klein-Müritz
  • Klockenhagen
  • Körkwitz
  • Langendamm
  • Neuheide
  • Neuhof
  • Petersdorf
  • Pütnitz
  • Tempel
  • Wilmshagen

Geschichte


Zum Schutz des wichtigen Flussübergangs über die Recknitz ließen die mecklenburgischen Fürsten in Flussnähe um 1200 eine Burg errichten, die der Keim des späteren Ribnitzer Ortskerns wurde.

Die Herrscher des damaligen Fürstentums Rügen errichteten eine eigene Burg auf der östlichen Gegenseite, aus der später die Stadt Damgarten entstand.

Der Aufschwung der Stadt Ribnitz begann 1934 mit dem Bau kriegswichtiger Produktionsanlagen (Walter-Bachmann-Flugzeugbau KG) und dem Bau des Fliegerhorstes Pütnitz bei Damgarten. Als wehrwirtschaftlich wichtige Städte wurden Damgarten und Ribnitz bedeutende Standorte für Zwangsarbeit an der Ostseeküste. Der Flugplatz Pütnitz war nach dem 2. Weltkrieg einer der bedeutendsten Standorte der in der DDR stationierten sowjetischen Luftstreitkräfte.

Die Doppelstadt Ribnitz-Damgarten entstand 1950 durch Zusammenlegung der beiden Städte Ribnitz (Mecklenburg) und Damgarten (Pommern). Aus damaliger Sicht war dies notwendig, da nach der Kreisgebietsreform eine neue Kreisstadt gefunden werden musste.

Die Recknitz bildet die natürliche Grenze zwischen den ehemaligen eigenständigen Ländern (und jetzt Landesteilen) Mecklenburg und Pommern, und somit auch zwischen den beiden Stadtteilen Ribnitz und Damgarten, die durch eine breite sumpfige Niederung zu beiden Seiten des Flusses getrennt sind.

Sehenswürdigkeiten


  • Marienkirche (1233, mehrfach umgebaut)
  • Evangelische Kirche "St. Bartholomäus" in Damgarten
  • Rostocker Tor (errichtet im 15. Jahrhundert an der Stelle eines Vorgängerbaus von 1290)
  • Deutsches Bernsteinmuseum (im Klarissenkloster von 1323/24)
  • Bernsteinmanufaktur
  • Freilichtmuseum Klockenhagen (im Ortsteil Klockenhagen)
  • Technikmuseum Pütnitz

Bild:Ribnitz_Klarissenkloster 1.jpg|Klarissenkloster (beherbergt derzeit das Deutsche Bernsteinmuseum) Bild:Ribnitz Marienkirche 1.jpg|Ribnitzer Marienkirche Bild:RDG_Kirche_St._Bartholomäus.jpg|Kirche St. Bartolomäus in Damgarten Bild:Ribnitz Rathaus 1.jpg|Ribnitzer Rathaus Bild:Tafel Ribnitzer Rathaus.jpg|Tafel am Rathaus

Bildung


Im Ortsteil Damgarten befindet sich das nach dem Volkskundler Richard Wossidlo benannte Richard-Wossidlo-Gymnasium. Des weiteren gibt es verschiedene Grund-, Haupt- und Realschulen sowie eine Volkshochschule. Ein privates "Bildungszentrum" ist von bedeutender überörtlicher Bedeutung und der Beruflichen Schule des Kreises Nordvorpommern im Stadtteil Damgarten wird im Zuge der Reformierung der Schulstandorte in Mecklenburg-Vorpommern in der nächsten Zeit eine größere Bedeutung zukommen.

Verkehr


Öffentlicher Verkehr

Mit den Bahnhöfen Ribnitz-Damgarten West (in Ribnitz) und Ribnitz-Damgarten Ost (in Damgarten) ist die Stadt an die Bahnstrecke Rostock – Stralsund angeschlossen. An beiden Bahnhöfen hält alle zwei Stunden der von der DB Regio betriebene Regionalexpress Rostock – Sassnitz. Am Westbahnhof fahren außerdem alle zwei Stunden die Intercity-Züge der DB Fernverkehr auf der Linie Karlsruhe – Frankfurt (Main) – Hamburg – Stralsund.

Den Busverkehr in der Region organisiert die Verkehrsgemeinschaft Nordvorpommern.

Straßenverkehr

Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Sanitz an der A 20 und Rostock-Ost an der A 19.

Ribnitz-Damgarten liegt am Abschnitt Rostock – Stralsund der Bundesstraße 105. Jedoch werden Damgarten und seit dem 2. November 2004 auch Ribnitz auf Ortsumgehungen umfahren.

Einführung des Zweirichtungsverkehrs im Zentrum

In Ribnitz konnten bis März 2005 die Lange Straße nur in Richtung Osten und die Straße am See bzw. die Fritz-Reuter-Straße nur in Richtung Westen befahren werden. Die durch die Ortsumgehung beruhigte Verkehrssituation wurde genutzt, um in diesen Straßen den Zweirichtungsverkehr einzuführen, wodurch der Fahrzeugverkehr sich verdoppelte. Zudem wurde in der Langen Straße die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h festgesetzt und das Rechts-vor Links-Prinzip realisiert, wodurch die Verweildauer der vergrößerten Fahrzeugmenge erhöht wurde, was nach Ansicht der Stadtverwaltung die Innenstadt für Fußgänger wesentlich attraktiver machen soll.

Die Veränderung wird von den Bürgern der Stadt durchaus kontrovers aufgenommen - man spricht von einem bösen Aprilscherz. Vor Allem die in der Langen Straße ansässigen Gewerbetreibenden sehen erschwerte Bedingungen für ihre Zulieferer, die beim Be- und Entladen dann eine Verkehrsrichtung vollkommen blockiert, und dass die Stadt dann vielleicht ein Halteverbot in der Straße erlassen könnte, was wiederum eine Belieferung fast unmöglich machen würde. Die Stadtplaner haben jedoch auf die berechtigten Sorgen reagiert und spezielle Ladezonen eingerichtet, die lediglich für Pkw auf der Südseite genutzt werden können und nicht durch Liefer-Lkw.

Aber auch die Kosten für die Umgestaltung der Verkehrslaufes in der Stadt wurden kritisiert, denn immerhin mussten Straßenmarkierungen geändert und neue Verkehrsschilder und Ampelanlagen installiert werden.

Hinzu kommt, dass Radfahrer nur auf einigen Teilen der Südseite den Gehweg in einer Richtung mitbenutzen dürfen. Aus Osten kommend müssen Radfahrer generell die Fahrbahn benutzen.

weitere Bilder


Ribnitz Bundesstrasse 105.jpg Ribnitz Stadtarchiv Bibliothek.jpg Ribnitz Fischergasse.jpg

Weblinks


Ort in Mecklenburg-Vorpommern | Ribnitz-Damgarten | Ribnitz-Damgarten

 

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