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Rhododendrons :: Rhododendron
 

Rhododendron
Blüte_FC.jpg
: Asternähnliche (Asteridae)
Heidekrautartige, Ericales
: Heidekrautgewächse (Ericaceae)
: Rhododendroideae
: Rhododendreae
: Rhododendron
Wissenschaftlicher Name Rhododendron L. Untergattungen
  • Azaleastrum
  • Candidastrum
  • Hymenanthes
  • Mumeazalea
  • Pentanthera
  • Pseudazalea
  • Pseudorhodorastrum
  • Rhododendron
  • Rhodorastrum
  • Therorhodion
  • Tsutsusi
  • Vireya
Die Rhododendren (Singular: der Rhododendron) (Rhododendron) sind eine Gattung aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Der Name Rhododendron = Rosenbaum wurde bis ins 17. Jh. für den Oleander gebraucht und erst von Carl von Linné auf die Alpenrose übertragen. Es ist mit etwa 1000 Arten eine große Gattung. Es gibt eine Vielzahl von Sortengruppen und eine fast unüberschaubare Zahl von Sorten, teils sind es Hybriden, teilweise aber nur vegetativ vermehrbare Ausleseformen (sogenannte Sports).

Pflanzenbeschreibung


Es sind überwiegend immergrüne Sträucher, es gibt aber auch laubwerfende Arten und einige Arten sind auch Bäume. Die meist ganzrandigen Blätter sind wechselständig. Die Blütenstände sind Trauben oder Doldentrauben, sind meist endständig. Die zwittrigen, meist fünfzähligen, überwiegend radiärsymmetrischen bis schwach zygomorphen Blüten sind glocken-, röhren- oder trompetenförmig. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen. Staubblätter sind fünf bis zehn (bis 27) vorhanden. Es werden Kapselfrüchte gebildet mit zahlreichen Samen, die meist geflügelt sind.

Standort- und Pflegebeschreibung


In der Gattung der Rhododendren kann grob zwischen den großblumigen, zumeist auch kräftig und höher wachsenden Arten und Sorten sowie den kleinblumigen, zumeist kriechenden oder zwergwüchsigen Arten und Sorten unterschieden werden. Die ersten sind echte Waldpflanzen, die den Schirm hoher tiefwurzelnder Bäume zum Leben nötig haben und sich im tiefgründigen Waldhumus am üppigsten entwickeln. Die zwergartig wachsenden dagegen gehören zur Zwerggehölzformation der Hochgebirge, deren Lebensgrundlage eine Rohhumusschicht von mehr oder weniger großer Stärke ist, mit gutem Wasserabzug und hoher Luftfeuchtigkeit.

Einheimische Rhododendren wurzeln relativ flach, etwa spatentief, können aber weit über die durchschnittlichen 1,20 m hoch werden. Sie bevorzugen saure Böden, tolerieren aber auch begrenzt kalkhaltigen Grund.

Giftigkeit


Viele Rhododendren sind giftig; das Gift, Grayanotoxine aus der Klasse der Diterpene, sitzt nicht nur in den Blättern, sondern auch im Nektar und im Pollen.

Verbreitung


Weltweit gibt es über 1.000 Arten, die meisten davon sind in Asien, etliche in Nordamerika heimisch. In Europa kommen acht Arten vor, die teils in Alpenwäldern heimisch sind, teils im äußersten Südeuropa. In Mitteleuropa sind die Rhododendren wegen ihrer großen, trompetenförmigen weißen, lila oder roten Blüten als Ziersträucher beliebt. In Südwestirland finden sich ganze Wälder aus verwilderten Rhododendren (R. ponticum), die als invasive Neophyten eine Gefahr für die Artenvielfalt (z. B. im Sydney-Nationalpark) darstellen.

Systematik


Die etwa 1000 Arten werden gegliedert in bis zu 12 Untergattungen:
  • Untergattung Azaleastrum: Es sind immergrüne Sträucher bis kleine Bäume. Etwa 30 Arten.
  • Untergattung Candidastrum
  • Untergattung Hymenanthes: Es sind immergrüne Sträucher oder Bäume, selten kriechende Sträucher. Es gibt 270 Arten. Die meisten immergrünen Gartenrhododendren wurden aus Arten aus dieser Untergattung gezüchtet.
  • Untergattung Mumeazalea
  • Untergattung Pentanthera: Es sind laubwerfende, aufrechtwachsende Sträucher, selten Bäume. Es gibt 24 Arten.
  • Untergattung Pseudazalea: Es sind kleine bis mittelgroße, laubwerfende bis halbimmergrüne Sträucher, selten immergrün. Es sind sechs Arten.
  • Untergattung Pseudorhodorastrum: Es sind kleine immergrüne Sträucher. Es gibt zehn Arten.
  • Untergattung Rhododendron: Es sind Sträucher, selten Bäume, meist immergrün, selten laubwerfend. Etwa 500 Arten. Hierzu gehören die Alpenrosen: Rostblättrige Alpenrose (R. ferrugineum) und Bewimperte Alpenrose (R. hirsutum)
  • Untergattung Rhodorastrum: Es sind kleine bis mittelgroße, laubwerfende bis halbimmergrüne Sträucher. Es gibt nur zwei Arten.
  • Untergattung Therorhodion: Es sind laubwerfende Zwergsträucher. Es gibt nur drei Arten.
  • Untergattung Tsutsusi: Es sind laubwerfende Sträucher, manchmal Zwergsträucher. Es gibt 115 Arten.
  • Untergattung Vireya

Wichtige Arten und Sortengruppen

Die kleinwüchsigen Arten aus den Alpen werden Alpenrosen genannt: Zwischen beiden heimischen Alpenrosen-Arten kann es zu Bastarden kommen (R. × intermedium), die kreuzen und mit den Eltern rückkreuzen können. Heimische Sträucher überdauern den Winter meist unter dem Schnee, der vor Erfrieren schützt.

Vertreter der Azaleen sind die:

  • Topfazalee (R. simsii)
  • laubwerfende, winterharte Arten:
    • Japanische Azalee (R. japonicum)
    • Gartenazalee (R. molle, sommergrün)
    • Rhododendron flavum (früher Azalea pontica)

und der

  • Porst (Rhododendron tomentosum), ursprünglich bekannt als Ledum palustre.

Parks


Es gibt einige Parkanlagen, die für ihre Rhododendron-Zuchtformen berühmt sind (Auswahl):

Ein Zentrum der Rhododendronzucht in Deutschland ist das Ammerland im nordwestlichen Niedersachsen. In der Kreisstadt Westerstede finden alle vier Jahre Rhododendronfesttage statt ("Rhodo"), dabei handelt es sich um die größte Rhododendren-Ausstellung Europas. Es gibt in dem Landkreis mehrere Rhodendronparks.

Ebenfalls berühmt für seinen Rhododendronbestand ist der Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg.

Krankheiten


Falsche Standortbedingungen können bei Rhododendren zu Erkrankungen führen. Unterschiedliche Arten der Erkrankung sind: Pilzbefall, Braunwerden der Blätter, Vertrocknen der Knospen. Schädlingsbefall, beispielsweise durch Rüsselkäfer, führt ebenfalls zur Beeinträchtigung der Pflanze.

Auffallend an den beiden Alpenrosen-Arten sind oft rote, gallertartige Wucherungen, sogenannte Alpenrosen-Äpfel. Eine weitere Krankheit ist die Knospenfäule. Sie wird durch die Rhododendron-Zikade übertragen. Diese Zikade schlitzt die jungen Knospen auf, um dort ihre Eier abzulegen. Durch diese Schlitze kann dann der Pilz Pycnostysanus azaleae in die Pflanze eindringen und sich vermehren.

Aus Japan eingeschleppt wurde die Rhododendron-Gitternetzwanze (Stephanitis rhododendri). Die Wanze saugt an der Mittelrippe, was zu einem Braunwerden und Abfallen der Blätter führt. Die im Juli gelegten Eier überwintern. Die Nachkommen schlüpfen im Mai.

Bildergalerie


Bild:Rhododendronhecke.jpg|Rhododendronhecke, etwa 3 m hoch, mit Blütenknospen Bild:Rhododendron_Strauch.jpg|Rhododendron Gesamtansicht, in voller Blust Bild:Rhododendronblueten-3D.jpg|Rhododendronblüten in 3D Bild:Rhododendron hedge in zoo tierpark friedrichsfelde berlin germany.jpg|Rhododendronhecke im Tierpark Berlin Bild:Rhododendron bloom in zoo tierpark friedrichsfelde berlin germany.jpg|Rhododendronblüte im Tierpark Berlin Bild:Rhododendron bloom closed in zoo tierpark friedrichsfelde berlin germany.jpg|Blütenstand mit noch geschlossene Rhododendronblüten im Tierpark Berlin. Bild:Rhodo01.jpg|rote Rhododendronblüten Bild:Rhodo02.jpg|rosa Rhododendronblüten Bild:37 Rhododendron 11.05.2003.JPG|Rhododendronblüte im Bochumer Stadtpark Bild:141-4138 IMG.JPG|Rhododendron-Busch Bild:Trebah Rhododendron.JPG|Trebah Garden, Cornwall: Rhododendronhecke Bild:Rhododendronblüte003.jpg|Rhododendronbusch in voller Blüte

Weblinks


Heidekrautgewächse | Neobiota

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