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Rhodium
 

Eigenschaften
-

*4d85s1
58
45
Rh
Periodensystem
Ruthenium - Rhodium - Palladium
-
Co
Rh
Ir  
 
 

- Allgemein
- Name, Symbol, Ordnungszahl Rhodium, Rh, 45
- Serie Übergangsmetalle
- Gruppe, Periode, Block 9, 5, d
- Aussehen silbrig weiß metallisch
- Atomar
- Atommasse 102,90550
- Atomradius (berechnet) 135 (173) pm
- Kovalenter Radius 135 pm
- van der Waals-Radius -
- Elektronenkonfiguration href="http://articles.gourt.com/de/Krypton">Kr4d8 5s1
- Elektronen pro Energieniveau 2, 8, 18, 16, 1
- 1. Ionisierungsenergie 719,7 kJ/mol
- 2. Ionisierungsenergie 1740 kJ/mol
- 3. Ionisierungsenergie 2997 kJ/mol
- Physikalisch
- Aggregatzustand fest
- Kristallstruktur kubisch flächenzentriert
- Dichte (Mohshärte) 12450 kg/m3 (6)
- Magnetismus) -
- Schmelzpunkt 2237 K (1964 °C)
- Siedepunkt 3968 K (3695 °C)
- Molares Volumen 8,28 · 10-6 m3/mol
- Verdampfungswärme 493 kJ/mol
- Schmelzwärme 21,5 kJ/mol
- Dampfdruck 0,633 Pa bei 2239 K
- Schallgeschwindigkeit 4700 m/s bei 293,15 K
- Spezifische Wärmekapazität 242,0 J/(kg · K)
- Elektrische Leitfähigkeit 21,1 · 106 S/m
- Wärmeleitfähigkeit 150 W/(m · K)
- Chemisch
- Oxidationszustände 0, +1, +2, +3, +4
- Oxide (Basizität) Rh2O (amphoter)
- Normalpotenzial 0,758 V (Rh3+ + 3e- → Rh)
- Elektronegativität 2,28 (Pauling-Skala)
- Isotope
-

-
Isotop NH t1/2 ZM ZE MeV ZP
-
99Rh {syn.} 16,1 d ε 2,103 99Ru
-
100Rh {syn.} 20,8 h ε 3,630 100Ru
-
101Rh {syn.} 3,3 y ε 0,542 101Ru
-
102Rh {syn.} 207 d ε
β-
2,323
1,150
102Ru
102Pd

-
102mRh {syn.} ~2,9 y ε
IT
2,464
0,141
102Ru
102Rh

-
103Rh 100 % Rh ist stabil mit 58 Neutronen
-
104Rh {syn.} 42,3 s β-
ε
2,441
1,141
104Pd
104Ru

-
105Rh {syn.} 35,36 h β- 0,567 105Pd

- NMR-Eigenschaften
-

-
103Rh
-
Kernspin -1/2
-
gamma / rad/T 8,419 · 106
-
Empfindlichkeit 3,11 · 10-5
-
Larmorfrequenz bei B = 4,7 T 6,29 MHz

- Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt,
gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Rhodium ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Rh und der Ordnungszahl 45.

Das seltene Übergangsmetall ist ein Mitglied der Platinmetalle (nicht zu verwechseln mit der Platingruppe), kommt in Platinerzen vor und wird in Platinlegierungen als Katalysator verwendet.

Geschichte


Rhodium (griech. rhodon „Rose“) wurde 1803 durch William Hyde Wollaston in einem aus Südamerika stammenden Rohplatinerz entdeckt.

Vorkommen


Wegen des hohen Schmelzpunktes und den Begleitelementen aus der Platinfamilie sowie Gold und Silber ist die industrielle Gewinnung von Rhodium sehr aufwändig. Es wird in der Regel als Ammoniumhexachlororhodat (NH4)3RhCl6 gewonnen und mittels Wasserstoff bei hohen Temperaturen zum Metall reduziert.
Genutzt werden Vorkommen in Südafrika, Ural, Nord- und Südamerika sowie die sulfidischen Kupfer-Nickelerze des Sudbury-Komplexes in Ontario. Die weltweite Jahresproduktion liegt bei ca. 25 Tonnen.

Rhodium könnte auch aus abgebrannten Brennelementen gewonnen werden, in dem es mit einen Anteil von einigen Prozent enthalten ist. Das so gewonnene Rhodium enthält radioaktive Isotope mit Halbwertszeiten von bis zu 45 Tagen und müsste vor seiner Freigabe sorgfältig auf Radioaktivität geprüft werden.

Eigenschaften


Rhodium_foil_and_wire.jpg Rhodium ist ein silberweißes, stark glänzendes, beständiges, sehr hartes Metall, welches aufgrund dieser Eigenschaften einen hohen Oberflächenglanz aufweist. Die Wärmeleitfähigkeit, die elektrische Leitfähigkeit und das Reflexionsvermögen sind höher als bei den anderen Platinmetallen. Erst bei Temperaturen von über 600 °C reagiert Rhodium mit Sauerstoff zu einem Oxid (Rh2O3), das bei höheren Temperaturen wieder zerfällt. Von Mineralsäuren wird Rhodium nicht angegriffen. Auch heißes Königswasser vermag Rhodiumpulver nur langsam aufzulösen. In Cyanid-, Alkali- und Sodaschmelzen und Kaliumhydrogensulfatschmelzen löst es sich.

Verwendung


Rhodium wird hauptsächlich als festigkeitssteigernder Zusatz in Platin- und Palladiumlegierungen verwandt. Sie finden Einsatz als

  • Heizspiralen
  • Düsen in der Herstellung von Glasfasern
  • Thermoelemente
  • Zündkerzenelektroden im Luftfahrtbereich
  • Laborgeräte
  • Kontaktwerkstoffe
  • Plattierwerkstoffe (Rhodinieren) für optische Geräte
  • Schmuckwaren und für dekorative Zwecke
  • Katalysatoren in der chemischen Industrie (Ammoniakverbrennung) und Kraftfahrzeugtechnologie

Rhodiumsalze zeigen zum Teil sehr schöne, intensive Farben (daher auch der Name = rosenfarbig) Rhodiumsulfatlösung als Grundlage der galvanischen Beschichtung, dem so genannten "rhodinieren" ist je nach Konzentration gelb bis dunkelorange.

Sicherheitshinweise


Rhodiumverbindungen müssen als ätzend, hochtoxisch und krebserregend angesehen werden.

Weblinks


Chemisches Element | Gruppe-9-Element | Periode-5-Element | Übergangsmetall | Katalysator

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