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Rheinland-Pfalz
 

Rheinland-Pfalz
Landesflagge Landeswappen
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Flag of Rhineland-Palatinate.svg Coat of arms of Rhineland-Palatinate.svg
Wahlspruch: Wir machen's einfach.
Basisdaten
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Hauptstadt: Mainz
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Fläche: 19.847,39 km² (9.)
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Einwohner: 4.060.280 (7.)
(31. Oktober 2005)

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Bevölkerungsdichte: 205 Einwohner je km² (9.)
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Staatsform: Demokratischer und sozialer
Gliedstaat der BRD

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Schulden: 6.068 € pro Einwohner
(Ende 2005)

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Schulden gesamt: 25,4 Mrd. € (2002)
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DE: DE-RP
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Offizielle Website: www.rlp.de
Politik
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Stimmen im Bundesrat: 4
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Ministerpräsident: Kurt Beck (SPD)
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Regierende Partei: SPD bgcolor="#FFFFFF" valign="top" > Sitzverteilung im Landtag
(101 Sitze):
SPD 53
CDU 38
FDP 10

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Letzte Landtagswahl: 26. März 2006
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Nächste Landtagswahl: 2011
Lage in Deutschland
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Germany Laender Rheinland-Pfalz.png

Rheinland-Pfalz ist ein Land im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland, das am 18. Mai 1947 gebildet wurde. Gültige Abkürzungen sind RLP, RPF bzw. RP (letzteres leicht mit dem neuen Autokennzeichen RP des Rhein-Pfalz-Kreises zu verwechseln).

Rheinland-Pfalz grenzt an die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen, das Saarland, Baden-Württemberg sowie an die Staaten Belgien, Frankreich und Luxemburg.

Wappen


Das rheinland-pfälzische Landeswappen besteht aus dem Pfälzer Löwen, dem Kreuz des Erzbistums und Kurfürstentums Trier sowie dem Mainzer Rad und erinnert damit an die bis 1806 existierenden Kurfürstentümer Trier, Mainz und Pfalz.

Das rechte obere Drittel nimmt das seit 1273 bezeugte Wahrzeichen des Erzbistums Trier ein, das rote Kreuz auf weißem Grund. Im linken oberen Drittel befindet sich auf rotem Grund das silberne sechsspeichige Rad des Bistums Mainz, das ebenfalls seit dem 13. Jahrhundert im Siegel geführt wird. Der goldene Löwe im unteren – schwarzen – Drittel steht für die Kurpfalz. Er trägt eine Krone, die auf den besonderen Rang der Bayernherzöge als „Pfalzgrafen bei Rhein“ zurückzuführen ist. Das gesamte Wappenschild ist von einer Krone aus fünf goldfarbenen stilisierten Weinblättern überhöht als Hinweis darauf, dass Rheinland-Pfalz das bedeutendste deutsche Weinbaugebiet ist.

Eine ausführlichere Beschreibung des Wappens und seiner Bedeutung ist als PDF-Datei von der Landeszentrale für politische Bildung unter Landeswappen Rheinland-Pfalz zu erhalten.

Geographie


Rheinland-Pfalz umfasst im Norden vom Rheinischen Schiefergebirge den südlichen Teil der Eifel, den Hunsrück, den westlichen Westerwald und den nordwestlichen Teil des Taunus sowie im südlichen Bereich das Rheinhessische Hügelland, das Nordpfälzer Bergland, das Landstuhler Bruch, die Südwestpfälzische Hochfläche, den Pfälzer Wald und einen Teil der Oberrheinischen Tiefebene. Höchster Berg ist der Erbeskopf (816 m) im Hunsrück, siehe auch: Liste der Berge in Rheinland-Pfalz.

Durch Rheinland-Pfalz fließen die Bundeswasserstraßen Rhein, Mosel, Saar und Lahn. Weitere bedeutende Fließgewässer sind Nahe, Sauer, Our, Glan und Sieg als Gewässer I. Ordnung. Wegen ihrer wasserwirtschaftlichen Bedeutung sind weitere rund 720 km der Wasserläufe als Gewässer II. Ordnung verzeichnet. Es sind dies Waldlauter, Wieslauter, Otterbach, Erlenbach, Michelsbach, Pfrimm, Hahnenbach, Simmerbach, Guldenbach, Ellerbach, Ahr, Prüm, Enz, Nims, Schwarzbach, Hornbach, Kyll, Dhron, Lieser, Alf, Wied, Nister und Aar. Die restlichen fließenden Gewässer in Rheinland-Pfalz gehören der III. Ordnung an.

Sehenswürdigkeiten


Bauwerke und Kirchen

Luftbild Festung Ehrenbreitstein Koblenz.jpg in Koblenz]] Mainzer Dom nw.jpg in Mainz]] Speyer_Dom_Laengsseite.jpg in Speyer]] Porta Nigra Trier.jpg in Trier]]

  • Historische Altstadt mit kompletter Stadtmauer im Stadtteil Ahrweiler
  • Ausgrabungen der Römischen Villa im Stadtteil Ahrweiler
  • Brückenhäuser
  • Pauluskirche
Ort Sehenswürdigkeiten
Andernach
Bad Neuenahr-Ahrweiler
Bingen am Rhein
Bad Kreuznach
Idar-Oberstein
Koblenz Qsicon lesenswert.png
Mainz Qsicon exzellent.png
Rhens
Neuwied
Remagen
Sankt Goarshausen
Schifferstadt
Speyer
Trier Qsicon lesenswert.png
Worms
Vulkaneifel

UNESCO-Welterbe in Rheinland-Pfalz

Bislang wurden vier rheinland-pfälzische Sehenswürdigkeiten bzw. Ensembles in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen:

Burgen, Schlösser und Festungen

Hier steht nur eine Auswahl von wichtigen Burgen, Schlössern und Festungen in Rheinland-Pfalz. Weitere sind in den Listen Liste der Burgen und Schlösser in Rheinland-Pfalz und Liste der Festungen zu finden.

Marksburg.jpg zu Braubach]] Trifels.jpg]] Luftbild Schloss Koblenz.jpg]] Burg Pfalzgrafenstein - Kaub.jpg]] Schlossstolzenfels.jpg]] Burg Thurant.jpg]]

Name Art/Zustand Ort/Lage
-
Stadtburg Andernach Burgruine Andernach
-
Burg Arras Burg Alf
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Alte Burg Burg Boppard
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Alte Burg Burg Koblenz
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Reichsburg Cochem Burg Cochem
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Dahner Burgengruppe Burgruine Dahn
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Festung Ehrenbreitstein Festung Koblenz, Stadtteil Ehrenbreitstein
-
Ehrenburg Burg Brodenbach
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Burg Eltz Burg Münstermaifeld
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Burgruine Birkenfeld (Stammburg der Wittelsbacher) Burgruine Birkenfeld
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Feste Kaiser Franz Festung Koblenz, Stadtteil Lützel
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Burg Falkenstein Burgruine Falkenstein
-
Frauenburg Burgruine Frauenberg
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Hambacher Schloss Schloss Neustadt an der Weinstraße, Stadtteil Hambach
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Burg Hohenfels Burgruine Imsbach
-
Burg und Schloss Idar-Oberstein Burg, Schloss Idar-Oberstein
-
Kurfürstliches Schloss Schloss Koblenz
-
Kurfürstliches Schloss Schloss Mainz
-
Burg Lahneck Burg Lahnstein
-
Landskron Burgruine Oppenheim
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Liebenstein Burg Kamp-Bornhofen
-
Burg Altleiningen Burg Altleiningen
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Marksburg Burg Braubach
-
Schloss Namedy Schloss Andernach Stadtteil Namedy
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Burg Nassau Burg Nassau
-
Nürburg Burg Nürburg
-
Burg Olbrück Burg Niederdürenbach
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Burg Pfalzgrafenstein Burg mitten im Rhein bei Kaub
-
Schloss Philippsburg zerstört Koblenz, Stadtteil Ehrenbreitstein
-
Burg Reichenstein Burg Trechtingshausen
-
Burg Rheinfels Burgruine Sankt Goar
-
Burg Rheinstein Burg Trechtingshausen
-
Schloss und Burg Sayn Schloss, Burg Bendorf
-
Schloss Bürresheim Schloss, Burg Sankt Johann (bei Mayen), Ortsteil Bürresheim
-
Schloss Stolzenfels Schloss Koblenz, Stadtteil Stolzenfels
-
Schmidtburg Burgruine Schneppenbach
-
Schönburg Burg Oberwesel
-
Burg Sooneck Burg Niederheimbach
-
Burg Stahleck Burg Bacharach
-
Reichsburg Trifels Burg Annweiler am Trifels
-
Schloss Montabaur Schloss Montabaur
-
Burg Thurant Burg Alken
-
Zitadelle Mainz Festung Mainz

Freizeitparks

Geschichte


Die Geschichte des jungen Bundeslandes

Rheinland-Pfalz entstand nach dem Zweiten Weltkrieg aus der ehemals bayrischen Pfalz, aus den Regierungsbezirken Koblenz und Trier der ehemaligen preußischen Rheinprovinz, aus der ehemals zu Hessen-Darmstadt gehörigen Provinz Rheinhessen, aus Teilen der preußischen Provinz Hessen-Nassau (Montabaur) und aus dem ehemals oldenburgischen Gebiet um Birkenfeld.

Gemäß den Beschlüssen der Potsdamer Konferenz ging am 15. Juli 1945 die Besatzungshoheit im Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz von den Amerikanern auf die Franzosen über. Diese gliederten das Gebiet zunächst provisorisch in zwei "Oberpräsidien" Rheinland-Hessen-Nassau (für die bislang preußischen Regierungsbezirke bzw. Gebiete Koblenz, Trier und Montabaur) und Hessen-Pfalz (für die bisher bayerische Pfalz und das zuvor hessen-darmstädtische Rheinhessen). Das Land Rheinland-Pfalz wurde am 30. August 1946 durch Verordnung der französischen Militärregierung geschaffen, wodurch historisch und wirtschaftlich zusammengehörige Gebiete (Koblenz-Bonn, Rhein-Main) der ehemaligen preußischen Rheinprovinz getrennt wurden. Eine Anbindung des ebenfalls französisch verwalteten Saarlands wurde von der französischen Militärregierung nicht zugelassen. Am 22. November fand im Koblenzer Theater die konstituierende Sitzung der „Beratenden Landesversammlung“ statt, in der ein Verfassungsentwurf erarbeitet wurde. Am 18. Mai 1947 wurde die Verfassung für Rheinland-Pfalz durch eine Volksabstimmung angenommen. Die konstituierende Sitzung des ersten rheinland-pfälzischen Landtags erfolgte am 4. Juni 1947 im großen Rathaussaal von Koblenz, welches nun (bis 1950) die erste Hauptstadt des neuen Landes war. Dr. Wilhelm Boden wurde hier zum ersten Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz gewählt. Schon einen Monat später aber folgte ihm Peter Altmeier in diesem Amt. Ein Gemeinschaftsgefühl entwickelte sich nur sehr zögerlich im neu geschaffenen Bundesland, das weitgehend ohne Rücksicht auf historisch gewachsene Zugehörigkeiten der Einwohner entstanden war.

1956 fanden aufgrund von Artikel 29 GG in den früheren Regierungsbezirken Koblenz, Trier, Montabaur, Rheinhessen und der Pfalz Volksbegehren statt, bei denen es um die Angliederung der betreffenden Regionen an Nordrhein-Westfalen, Hessen bzw. Bayern und Baden-Württemberg ging. Alle Volksbegehren außer denen im Regierungsbezirk Pfalz erhielten die erforderliche Mehrheit; doch bis zur endgültigen Durchführung der dadurch notwendigen Volksentscheide zogen fast 20 Jahre ins Land. Bei der Abstimmung vom 19. Januar 1975 wurde in keiner der betroffenen Regionen eine Mehrheit für eine Umgliederung (und auch nicht das notwendige Quorum von 25 Prozent der Stimmberechtigten) erreicht. Damit wurde ein Schlussstrich unter eine jahrzehntelange Diskussion gezogen.

Historische Ereignisse im heutigen Rheinland-Pfalz

Gutenberg Bible.jpg]] Vorverhandlungen, die eine Teilung des Fränkischen Reichs zur Folge hatten, wurden 843 in der Basilika St. Kastor in Koblenz geführt. Die Ergebnisse wurden noch im selben Jahr im Vertrag von Verdun besiegelt und führten zur Aufspaltung in ein Westfrankenreich, ein Ostfrankenreich sowie in ein Mittelreich namens Lotharingien. Letzteres wurde 855 in der Teilung von Prüm erneut aufgeteilt.

Der Mainzer Johannes Gutenberg erfand um 1440 den Buchdruck mit beweglichen Metall-Lettern. Diese neue Drucktechnik revolutionierte die Welt und ermöglichte so eine rasche Vervielfältigung von Büchern, sowie damit einhergehend eine schnelle Verbreitung von Wissen in allen Bevölkerungsschichten.

Am 17. April 1521 stand Martin Luther vor dem Reichstag zu Worms, wurde vor den versammelten Fürsten und Reichsständen verhört und letztmals zum Widerruf aufgefordert. Er lehnte mit den Worten „Hier stehe ich. Gott helfe mir. Ich kann nicht anders“ ab und wurde daraufhin durch das Wormser Edikt geächtet.

Im Pfälzischen Erbfolgekrieg (16881697) wurden weite Teile des heutigen Rheinland-Pfalz verwüstet. So gingen viele Städte in Kurtrier, Kurmainz und der Kurpfalz in Flammen auf und Burg Stolzenfels am Rhein wurde 1689 völlig zerstört. Anlass war das Ludwig XIV. nach dem Tode Karls II. die Kurpfalz beanspruchte.

Hambacher-schloss.jpg Auf dem Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstraße feierten am 27. Mai 1832 viele Tausend freiheitsliebende Bürger aus allen Teilen Deutschlands das „Hambacher Fest“. Inzwischen gilt diese Demonstration als Meilenstein auf dem Weg zur deutschen Einheit, und das Hambacher Schloss wird als die „Wiege der deutschen Demokratie“ anerkannt und bezeichnet.

Vom 8.10. Juli 1948 fand im Berghotel Rittersturz in Koblenz die Rittersturz-Konferenz statt, die auch als Geburtsstätte der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet wird. Der rheinland-pfälzische Landtag beschloss 1950 die Verlegung der Landesregierung von Koblenz nach Mainz.

Am 28. August 1988 ereignete sich das Flugtagunglück von Ramstein. Bei dieser Flugzeugkatastrophe starben auf der Air Base Ramstein 70 Menschen, und 345 weitere wurden schwer verletzt.

Kultur


Kultursommer Rheinland-Pfalz

Der Kultursommer Rheinland-Pfalz bietet ein umfangreiches Kulturprogramm in den Monaten Mai bis Oktober. Seit 1993 hat der Kultursommer ein jährlich wechselndes Motto.

Rheinland-Pfalz-Tag

Der Rheinland-Pfalz-Tag ist ein jährlich veranstaltetes Landesfest.

Gartenschau

Kaiserin-Augusta-Denkmal Koblenz.jpg

Für das Jahr 2011 erhielt die Stadt Koblenz den Zuschlag für die Organisation der Bundesgartenschau.

In den Jahren 2000 und 2001 fand die erste rheinland-pfälzische Landesgartenschau in Kaiserslautern statt. Im Jahr 2004 wurde die Ausrichtung der Landesgartenschau durch die Stadt Trier übernommen. Im Jahr 2008 wird die Stadt Bingen am Rhein die Ausrichtung übernehmen.

Parks

Die deutsche Kaiserin Augusta ließ ab 1856 in Koblenz die Rheinanlagen als Park anlegen.

Mit dem Barfußpark bei Bad Sobernheim wurde 1992 eine neuartige und beliebte Freizeiteinrichtung geschaffen. Diese fand an vielen Orten des deutschsprachigen Raums Nachahmung.

Hochschulen

Uni_Trier_Campus_1.jpg Theater mainz.jpg]] Zur Bildungslandschaft in Rheinland-Pfalz gehören sechs Universitäten, 13 Fachhochschulen und die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer.

Theater

Im Bundesland Rheinland-Pfalz gibt es fünf größere Theaterstädte. Im Einzelnen sind dies vier Stadttheater und ein Staatstheater.

Museum

Das Landesmuseum Rheinland-Pfalz unterhält Museen in Mainz, Trier und auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz.

Festspiele und Festivals

Folgende Festspiele finden jährlich in Rheinland-Pfalz statt:

Wirtschaft


Rheinland-Pfalz steht in Deutschland vor allem für Wein und Sekt, dennoch ist der Industrieanteil an der Wirtschaftsleistung höher als im Bundesdurchschnitt. Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Rheinland-Pfalz einen Index von 95.7 (EU-25:100) (2003).Eurostat News Release 63/2006: Regional GDP per inhabitant in the EU 25*

Land- und Forstwirtschaft

Landwirtschaft spielt vor allem im rheinhessischen Hügelland und im Oberrheingraben eine Rolle. Die landwirtschaftliche Nutzfläche umfasst etwa 37 Prozent des Landes. In Rheinland-Pfalz gibt es in den sechs Weinanbaugebieten Ahr, Mittelrhein, Mosel-Saar-Ruwer, Nahe, Rheinhessen und Pfalz eine bestockte Rebfäche von insgesamt ca. 64.500 Hektar (Gesamtdeutschland ca. 98.600 Hektar). Rheinland-Pfalz besitzt damit die größten Weinbaugebiete Deutschlands. Die am häufigsten angebauten Weißweinrebsorten (ca. 45.563 ha) sind in absteigender Reihenfolge: Riesling, Müller-Thurgau, Silvaner - Grüner, Kerner, Scheurebe, Burgunder-Weißer, Bacchus,Ruländer, Faberrebe,Huxelrebe, Ortega, Chardonnay, Morio-Muskat, Elbling, Gewürztraminer, Reichensteiner, Ehrenfelser, Siegerrebe, Optima, Regner, Würzer, Sauvignon blanc, Auxerrois. Bei den Rotweinrebsorten (ca. 18.648 ha) sind dies in absteigender Reihenfolge: Dornfelder, Portugieser - Blauer, Spätburgunder - Blauer, Regent, Saint Laurent, Dunkelfelder, Merlot, Müllerrebe, Cabernet Sauvignon, Heroldrebe, Frühburgunder - Blauer, Cabernet Mitos, Acolon, Cabernet Dorsa, Domina.

Bedeutsam sind auch die Sektkellereien: Kupferberg und Goldhand (Mainz), Deinhard (Koblenz), Schloss Wachenheim, Faber (Trier) sowie viele mittelständische Erzeuger von Winzersekt.

Forstwirtschaftlich bedeutsam sind der Pfälzerwald, der Hunsrück und der Westerwald.

Industrie

Bedeutende Branchen sind die chemische Industrie (die BASF in Ludwigshafen ist der größte Arbeitgeber des Landes), Pharmazeutische Industrie ( Boehringer Ingelheim zweitgrößter Arbeitgeber) sowie Fahrzeug- und Maschinenbau (z.B. DaimlerChrysler-Werk in Wörth (das größte LKW-Werk Europas), Opel-Werk Kaiserslautern).

Das einzige Kernkraftwerk in Rheinland-Pfalz, das Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich, wurde 1986 fertig gestellt. Es musste aber wegen einer fehlerhaften Baugenehmigung schon 1988 wieder vom Netz genommen werden. Der Rückbau soll bis 2012 abgeschlossen sein.

Dienstleistungen

Die Dienstleistungsbranche stützt sich überwiegend auf kleinere Unternehmen, wobei dieser Wirtschaftssektor unter dem Bundesdurchschnitt liegt.

Politik


Sitzverteilung Landtag Rheinland-Pfalz.png Das Land Rheinland-Pfalz geht auf die Verordnung Nummer 57 der französischen Besatzungsmacht vom 30. August 1946 zurück, die die Bildung eines "rheinpfälzischen" Landes anordnet. Ein erster Verfassungsentwurf entstand "im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott, dem Urgrund des Rechts und Schöpfer aller menschlichen Gemeinschaft, von dem Willen beseelt, die Freiheit und Würde des Menschen zu sichern, das Gemeinschaftsleben nach dem Grundsatz der sozialen Gerechtigkeit zu ordnen, den wirtschaftlichen Fortschritt aller zu fördern und ein neues demokratisches Deutschland als lebendiges Glied der Völkergemeinschaft zu formen" in der so genannten Beratenden Landesversammlung, deren Mitglieder von den rheinland-pfälzischen Kreis- und Gemeindeversammlungen bereits im November 1946 gewählt worden waren.

Die konstituierende Sitzung dieser Beratenden Landesversammlung fand am 22. November 1946 im Koblenz statt. Kurz darauf, am 4. Dezember 1946, wurde eine vorläufige Landesregierung unter Dr. Wilhelm Boden (CDU) gebildet. Nachdem die Landesverfassung durch Volksabstimmung am 18. Mai 1947 angenommen wurde, wählte man den bisherigen Landeschef Boden am 13. Juni zum ersten Ministerpräsidenten des neuen demokratischen und sozialen Gliedstaats Deutschlands. Nach nicht einmal einem Monat wurde Dr. Peter Altmeier (CDU) sein Nachfolger.

Artikel 79 Absatz 1 der Landesverfassung sieht vor, dass der Landtag "das vom Volk gewählte oberste Organ der politischen Willensbildung" ist. "Er vertritt das Volk, wählt den Ministerpräsidenten und bestätigt die Landesregierung, beschließt die Gesetze und den Landeshaushalt, kontrolliert die vollziehende Gewalt und wirkt an der Willensbildung des Landes mit in der der Behandlung öffentlicher Angelegenheiten, in europapolitischen Fragen und nach Maßgabe von Vereinbarungen zwischen Landtag und Landesregierung."

Die Ministerpräsidenten seit dem 13. Juni 1947:

Das Land wird beim Bund durch einen Bevollmächtigten vertreten.

Siehe auch:

Partnerschaften


PartnerRheinlandPfalz.png Das Bundesland Rheinland-Pfalz unterhält Partnerschaften mit

Verwaltungsgliederung


Ehemalige Regierungsbezirke

Rheinland-Pfalz bestand bis 1999 aus den Regierungsbezirken

Zum 1. Januar 2000 wurden die drei Bezirksregierungen in die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion sowie die Struktur- und Genehmigungsdirektionen Nord und Süd überführt. Ihre Zuständigkeiten erstrecken sich seither teilweise auf das ganze Bundesland.

Landkreise

(mit Autokennzeichen) rhineland_p_map.png
  1. Ahrweiler (AW)
  2. Altenkirchen (AK)
  3. Alzey-Worms (AZ)
  4. Bad Dürkheim (DÜW)
  5. Bad Kreuznach (KH)
  6. Bernkastel-Wittlich (WIL)
  7. Birkenfeld (BIR)
  8. Bitburg-Prüm (BIT)
  9. Cochem-Zell (COC)
  10. Daun (DAU)
  11. Donnersbergkreis (KIB)
  12. Germersheim (GER)
  13. Kaiserslautern (KL)
  14. Kusel (KUS)
  15. Rhein-Pfalz-Kreis (RP ehem. LU)
  16. Mainz-Bingen (MZ)
  17. Mayen-Koblenz (MYK)
  18. Neuwied (NR)
  19. Rhein-Hunsrück-Kreis (SIM)
  20. Rhein-Lahn-Kreis (EMS)
  21. Südliche Weinstraße (SÜW)
  22. Südwestpfalz (PS)
  23. Trier-Saarburg (TR)
  24. Westerwaldkreis (WW)

Kreisfreie Städte

(mit Autokennzeichen)
  1. Frankenthal (Pfalz) (FT)
  2. Kaiserslautern (KL)
  3. Koblenz (KO)
  4. Landau in der Pfalz (LD)
  5. Ludwigshafen am Rhein (LU)
  6. Mainz (MZ)
  1. Neustadt an der Weinstraße (NW)
  2. Pirmasens (PS)
  3. Speyer (SP)
  4. Trier (TR)
  5. Worms (WO)
  6. Zweibrücken (ZW)

Große kreisangehörige Städte

(mit Autokennzeichen)
  1. Andernach,
    Landkreis Mayen-Koblenz (MYK)
  2. Bad Kreuznach,
    Landkreis Bad Kreuznach (KH)
  3. Bingen am Rhein,
    Landkreis Mainz-Bingen (MZ)
  4. Idar-Oberstein,
    Landkreis Birkenfeld (BIR)
  1. Ingelheim am Rhein,
    Landkreis Mainz-Bingen (MZ)
  2. Lahnstein,
    Rhein-Lahn-Kreis (EMS)
  3. Mayen,
    Landkreis Mayen-Koblenz (MYK)
  4. Neuwied,
    Landkreis Neuwied (NR)

Städte und Gemeinden

In den 118 Städten des Landes leben 1.998.000 Einwohner, davon in den 12 kreisfreien Städten 1.001.000 Einwohner. In den 2.187 Gemeinden leben 2.065.000 Einwohner (2003). An Gemeindearten gibt es die Ortsgemeinde, die Verbandsgemeinde, die verbandsfreie Gemeinde, die Große kreisangehörige Stadt sowie die Kreisfreie Stadt.

Siehe auch:

Mit Andernach, Koblenz, Mainz, Speyer, Trier und Worms liegen eine Mehrzahl der ältesten Städte Deutschlands in Rheinland-Pfalz, wobei sich, je nach Lesart, Trier und Worms als "älteste Stadt Deutschlands" bezeichnen dürfen. Auf einen offiziellen Status berufen kann sich indessen nur Worms, das von der Bundesregierung als deutsches Mitglied des 1994 gegründeten Arbeitskreises der ältesten Städte Europas benannt worden ist.

Größte Städte und Gemeinden

Stadt/Gemeinde Einwohner am
31. Dezember 2000
Einwohner am
30. Juni 2005
Mainz 182.870 192.208
Ludwigshafen am Rhein 162.233 163.274
Koblenz 107.950 106.681
Trier 99.410 99.685
Kaiserslautern 99.825 99.033
Worms 80.361 81.385
Neuwied 67.057 66.455
Neustadt an der Weinstraße 53.917 53.760
Speyer 49.776 50.428
Frankenthal (Pfalz) 47.763 47.357
Bad Kreuznach 43.164 43.757
Pirmasens 45.212 43.482
Landau in der Pfalz 41.122 41.841
Zweibrücken 35.719 35.393
Idar-Oberstein 33.646 32.254
Andernach 29.319 30.983
Bad Neuenahr-Ahrweiler 27.061 27.628
Bingen am Rhein 24.710 24.850
Ingelheim am Rhein 24.678 24.648
Germersheim 20.134 20.777
Haßloch (Pfalz) 20.781 20.747

Regionen

Das Land Rheinland-Pfalz gliedert sich in folgende Regionen (von Nord nach Süd):

Siehe auch:

Kirchenbezirke

Wichtigste Konfessionen sind die evangelische (33,1 % der Bevölkerung) und katholische Kirche (48,5 % der Bevölkerung).

Landeskirchen der evangelischen Kirche im Bundesland:

Diözesen der katholischen Kirche im Bundesland:

Landesbehörden und Landesbetriebe


  • Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion
  • Landesamt für Geologie und Bergbau
  • Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz
  • Landesbetrieb Daten und Information
  • Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung
  • Landesbetrieb Straßen und Verkehr
  • Landesforstverwaltung
  • Landeshauptarchiv
  • Landesmedienzentrum
  • Statistisches Landesamt
  • Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord
  • Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd

Sprache


Im Altertum gehörte der größte Teil des Landes zu Gallien, Trier war in der Spätantike Hauptstadt der Provinz Belgica prima und zeitweise eine der Hauptstädte des Gesamtreiches der Römer. Die Bevölkerungsmischung aus eingewanderten Römern und romanisierten Kelten blieb auch nach der fränkischen Eroberung bestehen, ihre Sprache, das Moselromanische, hielt sich bis ins hohe Mittelalter an der Mosel, war aber isoliert von der übrigen Romania durch die rein fränkischsprachigen Gebiete im heutigen Westen von Rheinland-Pfalz und im heutigen Luxemburg, siehe auch: Moselfränkisch.

Im östlichen Teil des Landes fand bereits in römischer Zeit eine Durchmischung von keltischen und germanischen Stämmen statt. In der Völkerwanderung besiedelten Alemannen und Franken diesen Teil des Landes. Aus der Vermischung entstanden verschiedene Variationen der pfälzischen Dialekte. Durch die jahrhundertelange Tradition der Auswanderung auf Grund von Armut oder religiösen Überzeugungen bildete das Pfälzische die Grundlage für verschiedene auslandsdeutsche Mundarten. Russlanddeutsche, Banater, Amish (Pennsylvania Dutch) und Deutschstämmige in Brasilien haben sich teilweise bis heute diesen Dialekt bewahrt.

Siehe auch:

Kulinarisches


Die Küche in Rheinland-Pfalz wird durch die milden Temperaturen an Rhein und Mosel bestimmt. Wichtiger Exportartikel ist der Wein aus der Pfalz, aus Rheinhessen, vom Mittelrhein, aus dem Ahrtal und vom Gebiet Mosel-Saar-Ruwer. Bekannte Nahrungsmittel sind der Pfälzer Saumagen, Fleischkäse und Mainzer Spundekäs. Im Grenzgebiet zu Frankreich sind außerdem Gerichte wie Flammkuchen oder Zwiebelkuchen populär. Im Norden von Rheinland-Pfalz sind Kräbbelsche (auch Kartoffelpuffer oder Reibekuchen genannt) und Dübbekoche (Kartoffelbreiauflauf mit Mettwurst oder Speck) beliebt.

Personen


(nach Zunamen sortiert, bei Herkunftsbezeichnungen nach Vornamen)

Sport


Fußball

Der FSV Mainz 05 spielt in der 1. Bundesliga.

Der 1. FC Kaiserslautern (bis Saison 2005/2006 ebenfalls 1. Bundesliga) und die TuS Koblenz (bis Saison 2005/2006 Regionalliga Süd) spielen in der Saison 2006/2007 in der 2. Bundesliga.

In der Regionalliga Süd war neben der 2. Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern auch Eintracht Trier bis zum Ende der Spielzeit 2005/2006 vertreten. Nach dem Abstieg von Trier spielt in der Saison 2006/2007 nun FK Pirmasens nach der Meisterschaft in der Oberliga Südwest als zweiter rheinland-pfälzischer Verein in der Regionalliga.

Radsport

Mit dem Team Gerolsteiner ist seit 1998 in der Eifel eine Top-Mannschaft des Profi-Radsports beheimatet.

Gewichtheben

Der AC Mutterstadt hat über 100 Deutsche Meisterschaften erreicht.

Handball

Die DJK/MJC Trier wurde 2003 deutscher Handballmeister (Damen).

Hockey

Der Dürkheimer HC ist mehrfacher Europokalsieger im Hallenhockey.

Die TG Frankenthal schaffte 2006 die Rückkehr in die 1. Feldhockey-Bundesliga.

Ringen

Der VfK Schifferstadt ist im Ringen der Verein mit den meisten Deutschen Meisterschaften.

Basketball

Der TBB Trier spielt in der Deutschen Basketball-Bundesliga. Die Trierer Basketballer wurden 1998 und 2001 Deutscher Pokalsieger.

Motorsport

Nürburgring_Luftaufnahme_2004.jpg]]
Formel 1
Auf dem Nürburgring wird neben anderen Rennsportveranstaltungen seit 1999 jährlich das Formel-1-Rennen Großer Preis von Europa ausgetragen.

Rallye-Weltmeisterschaft
Seit 2002 findet in Trier und Umgebung jährlich ein Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft statt.

Siehe auch


Weblinks


Quellen


Bundesland (Deutschland) | Rheinland-Pfalz

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