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Rheinland-Pfalz
 

Das Rheinland entspricht hauptsächlich dem Gebiet der ehemaligen preußischen Rheinprovinz. Der heutige Begriff Rheinland bezieht sich mit unscharfen Trennlinien etwa auf den Nordrhein des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW), welcher dem Territorium des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) und der Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln entspricht, die Gebiete der ehemaligen Regierungsbezirke Trier und Koblenz des Landes Rheinland-Pfalz (RLP) und das Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) im östlichen Belgien.

Schwierigkeiten der Abgrenzung


Auenlandschaft, Museumsinsel Hombroich, Neuss 2006.jpg-Aue der Museumsinsel Hombroich in Neuss]] Eine zusätzliche Definition steht unter dem Artikel Rheinlande, welche ein weiteres Gebiet umfasst. In diesem Artikel ist auch die Beziehung zwischen den Bezeichnungen Rheinland und Rheinlande erklärt. Die alten Grenzen Rheinpreußens haben für den allgemeinen Sprachgebrauch einiges an Bedeutung verloren. Nur noch im Gebiet der engeren Auffassung, die den DG-Raum und das Saarland ausschließt, bezeichnen sich die Bewohner als Rheinländer. Die Identifikation mit dem Rheinland ist in der Kölner Bucht, wo keine andere vergleichbar gebräuchliche Regionalbezeichnung existiert, besonders ausgeprägt. In den übrigen Gegenden stehen andere Begriffe neben dem des Rheinlands. Das Ruhrgebiet sieht ein Teil der Bevölkerung auch im westlichen Bereich, in dem sich der Landschaftsverband Rheinland mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) überschneidet, als eigenständige Region. Sehr viele Einwohner des rheinnahen Randes rechnen ihre Heimat durchaus dem Niederrhein, tendentiell auch dem gesamten Rheinland noch zu. Hingegen zeigt sich im Inneren des Ruhrgebiets an der Grenze zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe ein anderes Bild: Die Meinung, zum Rheinland zu gehören, ist dort geringer verbreitet als in einigen ehemals hessischen Gebieten, die 1946 in das neue Bundesland Rheinland-Pfalz integriert wurden. Deutsches Eck.jpg in den Rhein am Deutschen Eck in Koblenz]]

Geographie


Das Rheinland in Nordrhein-Westfalen grenzt im Norden und Westen an die Niederlande sowie im Südwesten an Belgien und im Osten an Westfalen. Der rheinland-pfälzische Teil grenzt im Westen an Belgien und Luxemburg, im Südwesten an das (früher ebenfalls zum Rheinland gezählte) Saarland und im Süden an das Nordpfälzer Bergland sowie die Vorderpfalz. Östlich stößt er an Hessen. Die höchste Erhebung des nordrhein-westfälischen Landesteils ist der in der Eifel gelegene Berg Weißer Stein mit 689 m. Der Erbeskopf im Hunsrück ist mit 816 m die höchste Erhebung des rheinland-pfälzischen Landesteils und damit des Rheinlandes insgesamt und auch der höchste deutsche Berg links des Rheins, der das Land von Südosten nach Nordwesten durchfließt.Petersberg.jpg mit Bundesgästehaus im Siebengebirge (Königswinter bei Bonn)]] Landschaften:

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz Burg Eltz 2005.jpg über dem Elzbach in der Osteifel]]

Bevölkerung


Bei der Bevölkerung des Rheinlandes handelte es sich ursprünglich um Franken, und zwar am Niederrhein um Niederfranken und weiter südlich um Rheinfranken, die auch als Ripuarische Franken bezeichnet werden. Die Moselfranken bildeten keinen eigenen Stamm. In Ortsnamen und Familiennamen wird die fränkische Herkunft noch deutlich. Linksrheinische Städte haben häufig lateinische Namen und verfügen über reichhaltige Funde aus der Römerzeit. Auf diese Epoche geht z.B. der Weinbau an Rhein, Mosel und diversen Nebenflüssen zurück. Ferner hinterließen die niedersächsischen Westfalen, die sich ebenso wie die Romanen mit den Franken vermischten, vor allem im Norden merkliche Spuren. Während der Katholizismus traditionell meistenteils überwiegt, leben im Bergischen Land, am nördlichen Niederrhein und im Südosten ebenfalls viele (mitunter auch mehrheitlich) Protestanten. In den Ballungsräumen gibt es zudem einen erhöhten Anteil von Muslimen.Aachener_Dom.jpg, die Grabstätte Karls des Großen mit vorromanischem Oktogon (Mitte). Bis 1531 wurden hier 30 römische bzw. römisch-deutsche Könige gekrönt.]] Werhahnmuehle03.jpg]] Kreisfreie Städte: Porta Nigra Trier.jpg in Trier, Musterbeispiel der römischen Vergangenheit des Rheinlands]] Schloss Augustusburg Bruehl.jpgSchloss Augustusburg in Brühl]]

Kreise/Landkreise:

NRW: Kleve, Wesel ***, Viersen, Heinsberg, Rhein-Kreis Neuss, Mettmann*, Rhein-Erft-Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis, Oberbergischer Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Euskirchen, Düren, Aachen; der Kreis Borken zählt zu Westfalen, die kreisangehörige Stadt Isselburg lag indes bis zur Auflösung des Kreises Rees 1975 im Gebiet des LVR.

Die mit * markierten Kommunen sind zwar Mitglieder des LVR, jedoch gehören Teile ihrer Gebiete - wie beispielsweise Essen-Katernberg, Oberhausen-Osterfeld oder die rechts des Deilbachs liegenden Ortsteile von Velbert-Langenberg - historisch zu Westfalen.

RLP: Altenkirchen, Westerwaldkreis, Neuwied, Ahrweiler, Mayen-Koblenz, Rhein-Lahn-Kreis, Rhein-Hunsrück-Kreis, Cochem-Zell, Bernkastel-Wittlich, Daun, Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg, Birkenfeld**, Mainz-Bingen, Bad Kreuznach**, Alzey-Worms**

Die mit ** gekennzeichneten Kommunen sind als Bindeglieder zur Pfalz nur bedingt rheinisch geprägt.

Die mit *** gekennzeichneten Städte und Kreise werden mit der Verwaltungsstrukturreform in NRW verwaltungsmäßig aus dem Rheinland ausgegliedert.

Mit der Schaffung von den drei Regionalverwaltungen Rheinland, Ruhrgebiet, Westfalen und der Auflösung der Landschaftsverbände bis zur Mitte der nächsten Legislaturperiode werden die Städte Mülheim, Essen, Duisburg Oberhausen und der Kreis Wesel nicht mehr zum Rheinland, sondern zum Ruhrgebiet oder auch Kohlenpott gerechnet.

Sprache


Im nördlichen Landesteil am Niederrhein, nördlich der Uerdinger Linie bzw. der Benrather Linie, herrscht der niederdeutsche Dialekt des Niederfränkischen vor. Die Gebiete südlich davon liegen im mitteldeutschen Sprachgebiet: Bis in etwa der Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, genauer gesagt bis zur Vinxtbach-Linie wird der mittelfränkische Dialekt des Ripuarischen, auch als "kölsche Mundart" bekannt, gesprochen, während es sich südlich dieser Linie um Moselfränkisch und im Mainzer Raum um Rheinhessisch, eine rheinfränkische Mundart, handelt.Schloss Benrath HG vorne.jpg im Süden Düsseldorfs]]

Siehe auch

Brauchtum


Besonders bekannt ist im Rheinland der Karneval, in dem sich der Frohsinn des Rheinländers ausdrückt.

Siehe auch


Fastnacht5.jpg der Mainzer Ranzengarde, Rosenmontagszug 2005]]Koeln Nachtaufnahme.jpg Dom, Groß St. Martin (links) und Hohenzollernbrücke]]

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