Unter Rheinischem Kapitalismus versteht man eine „milde(re) Form“ von Kapitalismus. Der Begriff spielt wohl auf den rheinischen deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer mit dem damaligen Regierungssitz Bonn am Rhein an. Der offizielle Begriff war "Soziale Marktwirtschaft". Als politisches Schlagwort ist der Begriff aber nicht genau definiert und wird bisweilen auch gegen den Begriff der sozialen Marktwirtschaft gesetzt, wenn etwa eine "Klüngel-Wirtschaft" kritisiert wird im Unterschied zu einer wirklichen sozialen Marktwirtschaft.
Unter Adenauers Kanzlerschaft ging es mit der Wirtschaft aufwärts, die (anfangs hohe) Arbeitslosigkeit wurde abgebaut, die Löhne stiegen, der Sozialstaat wurde erweitert. Zum Rheinischen Kapitalismus gehört auch die Sozialpartnerschaft zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern, sowie eine stärkere staatliche Regulierung wirtschaftlichen Handelns (Marktregulierung).
Der Begriff kam polemisch auf als Gegenstück zu anderen Formen des Kapitalismus, etwa dem Manchester-Kapitalismus des 19. Jahrhunderts oder dem "angelsächsischen" Neoliberalismus seit Anfang der 80er Jahre oder dem "atlantischen" Kapitalismus (Elmar Altvater). Der Begriff wird auf den französischen Politiker und Intellektuellen Michel Albert zurückgeführt.
Wolfgang Münchau in der FTD über Rheinischen Kapitalismus als "unsoziale Klüngelwirtschaft"
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"Rheinischer Kapitalismus".
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