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Rheinfall2005.jpg | Rheinfall_bei_Schaffhausen_12.JPG Der Rheinfall (auf Alemannisch/Schweizerdeutsch: Rhyfall) in der Schweiz ist der grösste Wasserfall Europas. Er befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinden Neuhausen im Kanton Schaffhausen (rechtsufrig) und Laufen-Uhwiesen im Kanton Zürich (linksufrig), rund vier Kilometer westlich unterhalb der Stadt Schaffhausen.

Auf dem Weg vom Bodensee nach Basel stellen sich dem Hochrhein harte Jurakalke in den Weg, die das Flussbett verengen, und die der Fluss in Stromschnellen oder Wasserfällen wie dem Rheinfall überwindet.

Bei mittlerer Wasserführung des Rheins stürzen im Rheinfall 750 Kubikmeter Wasser pro Sekunde über die Felsen. Der Rheinfall hat eine Höhe von 23 m und eine Breite von 150 m. Die höchste Abflussmenge wurde im Jahr 1965 mit 1250 Kubikmetern, die geringste Abflussmenge im Jahr 1921 mit 95 Kubikmetern in der Sekunde gemessen.

Der Rheinfall ist von Fischen aufwärts nicht zu überwinden, ausser vom Aal. Dieser schlängelt sich seitwärts über die Felsen hoch.

Entstehung


Der Felsuntergrund, der viel älter ist als der Rheinfall selbst, wie auch die bedeutend jüngeren geologischen Vorgänge während des Eiszeitalters führten zur Entstehung des Rheinfalls. Durch die allgemeinen Temperatursenkungen setzten vor rund 500'000 Jahren die ersten Gletschervorstösse ins Mittelland ein und gestalteten die heutige Landschaft. Bis zum Ende der Riss-Eiszeit vor ca. 200'000 Jahren floss der Rhein von Schaffhausen westlich durch den Klettgau. Dieses frühere Flussbett wurde wieder mit Alpenschotter aufgefüllt.

Vor cirka 120'000 Jahren wurde der Fluss dann bei Schaffhausen nach Süden abgelenkt und bildete die risszeitliche Rheinrinne. Der Beckenabfluss heute entspricht dieser Rinne, die wieder mit Schotter aufgefüllt wurde.

Während der letzten Eiszeit, der sogenannten Würmeiszeit, wurde der Rhein dann in weitem Bogen gegen Süden abgedrängt und erreichte oberhalb des Falles sein heutiges Bett auf hartem Malmkalk. Beim Übergang von den harten Malmkalken zur leicht abtragbaren risszeitlichen Schotterrinne entstand so vor rund 14'000 bis 17'000 Jahren der Rheinfall in seiner heutigen Form. Die Rheinfallfelsen bilden die Überreste der ursprünglich steil abfallenden Kalksteinflanke. bild:Rheinfallneu.jpg|Rheinfall bei Nacht um 1900 Image:Rheinfall bei Schaffhausen 01.JPG|Auf den Felsen befindet sich eine Aussichtsplattform Bild:Rheinfall2.jpg|Information Bild:Rheinfall1.jpg|Schloss Laufen Bild:Rheinfall3.jpg|Becken mit Boot Bild:Rheinfall4.jpg|Ausbooten zur Aussichtsplattform Bild:Rheinfall5.jpg|Wassermassen Bild:Rheinfall6.jpg|Blick von Schloss Laufen Bild:Rheinfall7.jpg|Rheinfall mit wenig Wasser im Winter

Tourismus


Am Rheinfallbecken in Neuhausen liegt das Schlösschen Wörth. Von hier aus kann man mit Ausflugsbooten dicht an den Rheinfall heranfahren und sich auch am mittleren Felsen absetzen lassen und diesen besteigen. Der kleinere Felsen, der nicht bestiegen werden kann, nennt sich auch Seelentanzstein.

Oberhalb des Rheinfalls in Laufen befindet sich das Schloss Laufen, das ein Restaurant und eine Jugendherberge beherbergt.

Zitate


«Halte dein Herz, o Wanderer, fest in gewaltigen Händen! Mir entstürzte vor Lust zitternd das meinige fast. Rastlos donnernde Massen auf donnernde Massen geworfen, Ohr und Auge, wohin retten sie sich im Tumult?» Eduard Mörike

Weblinks


Wasserfall in der Schweiz | Schaffhausen (Kanton) | Zürich (Kanton) | Rhein | Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung

Rheinfall | Rhine Falls | Chutes du Rhin | Cascate del Reno | Reino krioklys | Rheinfall | ライン滝 | Rhenfallet

 

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