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Der Naturzoo Rheine liegt im Norden der Stadt Rheine im Münsterland. Er bildet zusammen mit der Saline Gottesgabe, dem Kloster Bentlage und dem umliegenden Bentlager Wald ein Naherholungsgebiet.

Historie

Der Zoo wurde im Jahr 1937 unter dem Namen Heimattiergarten Bentlage eröffnet und beherbergte damals unter anderem Wölfe, deren Gehege heute noch teilweise erhalten ist.

1974 wurde im Naturzoo Rheine der erste begehbare Affenwald Deutschlands eröffnet, auf dessen erste Bewohner auch die heutige Kolonie von Berberaffen zurückgeht.

2004 konnte mit Hilfe von Spendengeldern und Unterstützung durch die Stadt Rheine und das Land Nordrhein-Westfalen eine neue Seehund- und Pinguinanlage eröffnet werden, die die alten, nicht artgerechten Becken ersetzte.

Der Zoo zählt heute mit ca. 290.000 Besuchern im Jahr zu den meistbesuchten Freizeitangeboten im Kreis Steinfurt.

Tiere

Der Zoo beherbergt gegenwärtig ca. 900 Tiere einhundert verschiedener Arten. Darunter finden sich neben verschiedenen Affenarten und den einheimischen, frei fliegenden Weißstörchen auch Seehunde und Tiger. Das Tigerpaar erregte in den Jahren 2003 und 2004 Aufsehen, als es drei Junge zeugte, zwei davon ungeplant.

Bekannt ist der Naturzoo Rheine für den Affenwald. 20-30 Berberaffen leben dort in einem abgezäunten Eichenhain. Die Besucher gehen durch eine Schleuse und können auf einem Weg das Gelände erkunden. Die Affen haben die Möglichkeit, unmittelbar an die Besucher heranzukommen. Regelmäßig geben Tierpfleger Führungen durch den Affenwald und erklären dabei, wie der Wald funktioniert und wie die Pflege der Affen gewährleistet wird.

Auch beherbergt der Naturzoo Rheine die weltweit größte Zuchtkolonie von Blutbrustpavianen. Das Zuchtprogramm soll die Rettung dieser bedrohten Affenart ermöglichen.

Mit etwa 30 Störchen gibt es im Zoo in Rheine die größte Storchenkolonie Nordrhein-Westfalens. Zu diesen Zoostörchen kommt in etwa die gleiche Zahl wilder Störche hinzu, die den Winter im Zoo verbringen. Weitere dieser Vögel werden während des Vogelzuges gezählt.

Naturzoo

Der Name Naturzoo soll hervorheben, dass es sich bei dem Rheiner Zoo nicht um einen gewöhnlichen Tierpark handelt.

Der Zoo verfolgt ein pädagogisches Konzept, das den Besuchern die Zusammenhänge in der Natur erklären und das Bewusstsein für die eigene Umwelt schärfen soll. Daher sind im gesamten Zoo Lernspiele verteilt, es gibt einen Naturlehrpfad und eine Zooschule für Kinder. Außerdem versucht der Zoo verstärkt, den Tieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen, weshalb der Neubau der Seehundanlage bis zu deren Vollendung im Jahr 2004 ein besonderes Anliegen der Zooleitung war.

Des weiteren versucht der Zoo auch selber, schonend mit der Umwelt umzugehen. So werden zum Beispiel Abwässer durch ein natürliches Filtersystem, bestehend aus mehreren Becken mit unterschiedlichem Bewuchs, gereinigt.

Quellen

Weblinks

Zoo in Nordrhein-Westfalen

 

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