Die Rheinbraun AG ist seit Oktober 2003 aufgegangen in die RWE Power AG. Im Bewusstsein der Bevölkerung der Region ist der alte Name aber noch sehr lebendig. Rheinbraun war ein Unternehmen, das im Rheinischen Braunkohlerevier Tagebau betrieb.
In der Folge wurde das Unternehmen unter der Führung von Paul Silverberg zum bedeutendsten deutschen Braunkohlekonzern. 1924 wurde eine Beteiligung an der Harpener Bergbau AG erworben.
In der Zwischenzeit geriet das Unternehmen aber in den Blickwinkel des RWE, das die Fortuna-Lagerstätten zur Ergänzung der eigenen Roddergrube erwerben wollte, um das Kraftwerk Goldenberg dauerhaft mit Braunkohle versorgen zu können. 1932 übernahm RWE nach langjährigen Verhandlungen das Unternehmen und schloss einen Unternehmensvertrag zwischen Roddergrube und der Rheinischen AG für Braunkohlebergbau und Brikettfabrikation. 1960 fusionierte das Unternehmen mit anderen Unternehmen, unter anderem mit der BIAG Zukunft. 1989 wurde der Name des Unternehmens geändert zu Rheinbraun AG. HolzweilerStop.jpg Die Rheinbraun wurde im RWE-Konzern als hundertprozentige Tochter geführt. Rund 15 Prozent der elektrischen Energie in Deutschland wurde aus Braunkohle der Rheinbraun AG gewonnen.
Die Rheinbraun betrieb für den Kohletransport ein eigenes Eisenbahnnetz, welches mit 50 Hz Einphasenwechselstrom von 6 kV elektrifiziert ist. Es ist dies die einzige Anwendung von 50 Hz Einphasenwechselstrom für Bahntraktion in den alten Bundesländern.
Nach der Fusion zwischen RWE und VEW im Jahr 2000 wurde der Name in RWE Rheinbraun AG geändert. Gleichzeitig wurde dabei die RWE Power AG geschaffen, die im Wesentlichen die Stromerzeugung aus Steinkohle, Kernkraft und GuD-Anlagen betreibt.
Im Oktober 2003 wurde die gesamte RWE-Holding umstrukturiert. Dabei wurden die beiden stromerzeugenden Gesellschaften RWE Rheinbraun AG und RWE Power AG unter dem Namen RWE Power AG mit Sitz in Essen und Köln zusammengefasst.
Bei der Durchsetzung von umstrittenen Großprojekte wie der Tagebau Garzweiler, kam dem Unternehmen jahrelange politische "Landschaftpflege" (siehe RWE-Affäre) zu Gute. Funktionäre und Mandatsträger von IGBE, Kommunal- und Landespolitik sind oft eng mit dem RWE Konzern verbunden. Zudem fördert die RWE Vereine und kulturelle Aktivitäten vor Ort, um auch speziell in von den Umsiedlung betroffenen Orten das Meinungsklima positiv zu beeinflussen.
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