| Kenndaten | |
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Die Rheinbahn AG (ehemals Rheinische Bahngesellschaft AG) betreibt den ÖPNV in Düsseldorf, Meerbusch und weiten Teilen des Kreises Mettmann. Es werden zurzeit sieben Stadtbahnlinien (teilweise unterirdisch), 13 Straßenbahnlinien und 97 Buslinien betrieben. Das Schienennetz reicht bis Neuss, Krefeld, Duisburg und Ratingen. Sie gehört dem VRR an, hat ein Schienennetz von rund 342 km Gleislänge und befördert pro Jahr über 200 Mio. Fahrgäste.
Im Laufe der Jahre bürgerte sich immer mehr der Begriff Rheinbahn ein. Dem trug der Vorstand der Gesellschaft im Jahre 2005 Rechnung und beschloss die Umbenennung in Rheinbahn AG.
Trotz dieser sehr ungünstigen Rahmenbedingungen begannen am 19. Januar 1876 die Arbeiten. Nach Abschluss dieser wurden am 6. Februar desselben Jahres die ersten beiden Linien eröffnet. Die erste Linie führte vom Burgplatz durch die Kasernenstraße zum Bahnhof der Bergisch-Märkischen Eisenbahn. Linie Zwei begann ebenfalls am Burgplatz und führte durch die Mühlenstraße und Schadowstraße zur Tonhalle. Linie Drei wurde schließlich am 20. Februar 1876 eröffnet und begann wie die beiden anderen auch am Burgplatz. Dort führte sie über die heutige Königsallee zum Bahnhof der Bergisch-Märkischen Eisenbahn. Damit hatte die Bahn eine Streckenlänge von 2,65 Kilometern erreicht. Auf den Strecken gab es keine Haltestellen, gehalten wurde nach Bedarf.
Im nächsten Jahr war das Netz auf fünf Linien angewachsen und verfügte über eine Streckenlänge von 11,12 Kilometern. Der Burgplatz hatte sich mittlerweile zu einem wichtigen Verkehrsknoten in Düsseldorf entwickelt. Dort kreuzten auch die Gleise der Straßenbahn eine Strecke der Staatsbahn auf dem Weg zur Flora. Diese Strecke musste auf Betreiben der Bergisch-Märkischen Eisenbahn eingestellt werden, da sie das niveaugleiche Überfahren der Gleise verbot. Erst am 10. August 1888 wurde der Betrieb wieder aufgenommen. Allerdings mussten die Fahrgäste die Gleise zu Fuß überqueren. 1878 wurde schließlich das Depot, welches bis dahin provisorisch in einen alten Schuppen auf dem Gelände des alten Schlosses am Rheinufer untergebrachte war, in ein eigenes Gebäude an der Nordstraße verlagert.
Bis Ende des Jahres 1878 hatten insgesamt 1,5 Millionen Fahrgäste die Bahn benutzt. Dabei zahlten sie zwischen 10 und 30 Pfennig pro Fahrt.
Mitte der 1880er begann man das Netz umzubauen. Dabei wurden die vorhandenen Gleise auf einen neuen, stärkeren Unterbau verlegt. Im Zuge dieser Arbeiten wurden einige Ausweichstellen verlängert um die Wartezeiten an diesen zu verkürzen. Im selben Jahr kam es zu den ersten Unstimmigkeiten zwischen Boyaert und der Stadt. In diesem Jahr hatte er die Societe Anonyme de Tramways de Düsseldorf gegründet, den Vorsitz übernommen und ihr die Konzession übertragen. Zwar stand ihm diese Möglichkeit per Vertrag zu, war aber nicht von der Stadt gewollt. Ein weiterer Streitpunkt waren die zu geringen Einnahmen aus dem Betrieb der Bahn, was die neue Gesellschaft veranlasste neue Rahmenbedingung für sich auszuhandeln. Die Stadt andererseits wollte den Ausbau der Strecken schneller vorantreiben und zeigte kein Entgegenkommen bezüglich der Forderungen der Gesellschaft, weniger Geld zu investieren. Da sich beide Seiten nicht einigen konnten, schrieb die Stadt einen neue Strecke, welche anlässlich der Eröffnung des neuen Hauptbahnhofes angedacht war, aus. Nachdem ein Interessent gefunden war, schloss man einen Vertrag ab. Dieser wurde aber umgehend durch die Societe Anonyme de Tramways de Düsseldorf angefochten. Diese veranlasste die Stadt Düsseldorf ihrerseits die ihr zustehende Möglichkeit der Übernahme der Bahn zum 1. Juli 1892 zu nutzten. Als Abfindung bekam Boyaet einmalig 200.000 Mark und in den folgenden neun Jahren jeweils 100.000 Mark.
Die Bahn wurde anschließen für eine Dauer von zehn Jahren an den Direktor der Koblenzer Pferdebahn Wilhelm August von Tippelskirchen verpachtet. Dieser begann auch umgehend mit dem Neubau von Strecken. Die erste wurde, entsprechend den Plänen der Stadt bezüglich der Erreichbarkeit des neuen Bahnhofes, am 3. August 1892 eröffnet und führte von der Oststraße über die Bismarckstraße zum neuen Hauptbahnhof. Am 13. August und am 4. September folgten dann zwei Verlängerungen der Strecke, welche damit die Schützenstraße erreichte. Ebenfalls am 4. September wurde eine Abzweigung von der Oststraße durch die Bahnstraße zum Graf-Adolf-Platz eröffnet.
Gleichzeitig mit der Übernahme der Bahn wurden die Bedarfshalte abgeschafft und feste Haltestellen eingerichtet. Um den Kunden diese Maßnahme, welche nicht ihre Zustimmung fand, schmackhaft zu machen, senkte man gleichzeitig die Fahrpreise und hob die Unterteilung in Erste und Zweite Klasse auf. Diese Maßnahmen führten dazu, dass die Fahrgastzahlen stiegen und die Bahn wieder Gewinn abwarf.
Am 10. November 1893 wurde zum einen ein neues Depot an der Erkrather Straße eingeweiht, welches das mittlerweile überlastete Depot an der Nordstraße entlastete. Ungewöhnlich war, das dieses Depot über zwei Etagen verfügte, wobei die Wagen mittels eines Aufzuges in das Untergeschoss transportiert wurden. Da man dort auch die Werkstatt eingerichtet hatte, nutzte man das Depot an der Nordstraße nur noch für die Unterbringung von Pferden. Zum anderen konnte am selben Tag, Dank der Investitionen des Freiherr von Tippelskirchen, mit der Eröffnung der Strecke vom Graf-Adolf-Platz durch die Kavelleriestraße und Lorettostraße zur Kirche in Bilk eine Verdopplung der Netzlänge innerhalb von zwei Jahren gefeiert werden.
Unter großem finanziellen Aufwand wurden in den folgenden Jahren alle neu hinzukommenden Linien zweigleisig gebaut und zahlreiche bestehende auf zwei Gleise erweitert. 1898 hatte das Pferdebahnnetz dann eine Länge von 23,7 Kilometern erreicht und man fuhr in weiten Bereichen im 5-Minuten-Takt. Die Bahn besaß Anfang des Jahres 88 Wagen und 370 Pferde. Nun begann das Zeitalter der elektrischen Straßenbahn und man begann in diesem Jahr mit der Elektrifizierung aller Strecken.
Mit der Umsetzung der Arbeit wurde die Nürnberger Elektrizitäts AG beauftragt, welche am 30. Januar 1899 mit den Arbeiten begann. Am 1. Juli desselben Jahres wurde der Pachtvertrag mit Freiherr von Tippelkirchen gekündigt und die Bahnen wurden jetzt von der Stadt betrieben, wobei Freiherr von Tippelskirchen die Leitung des städtischen Betriebes übernahm. Die Umrüstung der insgesamt 28,8 Kilometer langen Strecke dauerte bis Ende November 1899 und kostete 3,2 Millionen Mark. Der planmäßige elektrische Betrieb wurde dann auf allen Strecken zum 1. Juli 1900 aufgenommen. Die letzte Pferdebahn verkehrte am 21. Juni dieses Jahres. In ihrem letzten Jahr beförderte die Pferdebahn noch einmal 10 Millionen Fahrgäste. Ebenfalls elektrifiziert wurde die Strecke nach Ratingen und von der Stadt am 1. Juli 1901 erworben.
In ihrem ersten Jahr benutzten 23,1 Millionen Fahrgäste die Bahn. 1902 wurde die erlaubte Geschwindigkeit dann von 12 auf 15 km/h heraufgesetzt und ab 1904 durfte man 18-20 km/h fahren. Ab dem Jahr 1906 begann man die Bezeichnung der Linien mit Farben durch Nummern zu ersetzten. Ende des Jahres fuhren folgenden Linien:
| Linie | Linienweg |
|---|---|
| 1 | Derendorf - Corneliusplatz - Graf-Adolf-Platz - Bahnhof Bilk - Karolingerplatz |
| 2 | Hauptbahnhof - Tonhalle - Marienhospital - Friedhof |
| 3 | Rathaus - Schadowplatz - Grafenberger Allee - Grafenberg - Bahnhof Gerresheim |
| 4 | Schadowplatz - Wehrhahn - Uhlandstraße - Zoo/Brehmplatz |
| 5 | Rathaus - Corneliusplatz - Hauptbahnhof - Worringer Platz - Oberbilk |
| 6 | Rathaus - Hohe Straße - Graf-Adolf-Platz - Mintropplatz - Ellerstraße - Oberbilk - Lierenfeld - Eller |
| 7 | Bilker Kirche - Corneliussstraße - Oststraße - Uhlandstraße |
| 8 | Fährstraße - Bilker Kirche - Graf-Adolf-Platz - Hauptbahnhof - Worringer Platz - Uhlandstraße - Zoo/Brehmplatz |
| 9 | Hafenamtstraße - Haroldstraße - Graf-Adolf-Platz - Hauptbahnhof - Pempelforter Straße - Schlossstraße |
| 10 | Nordstraße - Sternstraße - Marienhospital - Zoo/Brehmplatz |
| 11 | Grafenberg Haniel & Lueg - Rath - Ratingen |
In den folgenden Jahren kam es zu zahlreichen Änderungen in diesem Netz, so dass die Länge der Linien zwar schwankte, unterm Strich aber kontinuierlich zunahm. So wurden in den Jahren 1909 und 1916 weitere Depots gebaut um die stetig wachsende Zahl an Fahrzeugen aufzunehmen. Auch wurden technische Neuerungen erprobt und eingeführt. Beispielsweise wurden 1909 elektrische Weichen eingebaut, welche über den Fahrdraht betätigt werden konnten. Ab 1910 wurden die bis dahin verwendeten Stangenstromabnehmer durch Bügelstromabnehmer ersetzt. Auch experimentierte man mit Fahrkartenautomaten. Da die Versuche mit einem amerikanischen Gerät nicht zufrieden stellend verliefen, führte man sie allerdings nicht ein. Um dem Fahrgast die Fahrt über die Grenze zu erleichtern führte man auch Übergangstarife zu den benachbarten Betrieben ein.
Um den Betriebsablauf zu erleichtern, wurden nach und nach alle eingleisigen Abschnitte zweigleisig ausgebaut und die bis dahin stumpfen Endstellen mit Wendeschleifen versehen. Zudem wurde der Ausbau der Strecke intensiv vorangetrieben, so dass es am Vorabend des Ersten Weltkrieges 16 Linien in Düsseldorf gab.
| Linie | Linienweg | Kennzeichnung |
|---|---|---|
| 1 | Nordfriedhof - Marienhospital - Tonhalle - Hauptbahnhof | blaues Schild weiße Schrift blaue Lampe |
| 2 | Hauptbahnhof - Tonhalle - Marienhospital - Friedhof | rotes Schild weiße Schrift rote Lampe |
| 3 | Grafenberg - Uhlandstraße - Tonhalle - Corneliusplatz - Rathaus | weißes Schild schwarze Schrift weiße Lampe |
| 4 | Heinrichstraße - Brehmplatz - Uhlandstraße - Tonhalle - Elberfelder Straße | grün/weißes Schild schwarze Schrift weiße Lampe |
| 5 | Oberbilk - Worringer Platz - Hauptbahnhof - Bismarckstraße - Corneliusplatz - Rathaus - Kaiser-Wilhelm-Park | braunes Schild weiße Schrift braune Lampe |
| 6 | Schlossufer - Rathaus - Hohe Straße - Graf-Adolf-Platz - Mintropplatz - Ellerstraße - Lierenfeld - Eller | violettes Schild weiße Schrift violette Lampe |
| 7 | Hafen - Bilker Kirche - Haroldstraße - Graf-Adolf-Platz - Wehrhahn - Uhlandstraße | gelbes Schild schwarze Schrift gelbe Lampe |
| 8 | Südfriedhof - Bilker Kirche - Haroldstraße - Graf-Adolf-Platz - Hauptbahnhof - Worringer Platz - Uhlandstraße - Brehmplatz | hellgrünes Schild schwarze Schrift hellgrüne Lampe |
| 10 | Stockum - Golzheim - Fischerstraße - Corneliusplatz - Graf-Adolf-Platz - Hüttenstraße - Oberbilk | rot/weißes Schild schwarze Schrift rot/weiße Lampe |
| 11 | Düsseltal - Brehmplatz - Sternstraße - Ratinger Tor - Burgplatz | grünes Schild weiße Schrift grüne+rote Lampe |
| 12 | Ratingen - Oberrath - Mendelsohnstraße | weißes Schild rote Schrift weiße Lampe mit rotem Stern |
| 13 | Bahnhof Gerresheim - Grafenberg - Uhlandstraße - Tonhalle - Schadowplatz | weißes Schild grüne Schrift weiße Lampe mit grünen Strich |
| 14 | Rathaus Gerresheim - Grafenberg - Flingern - Hauptbahnhof - Mintropplatz - Fürstenplatz - Karolingerplatz | gelb/weißes Schild schwarze Schrift gelb/weiße Lampe |
| 15 | Eller - Lierenfeld - Erkrather Straße - Klosterstraße - Schadowplatz - Elberfelder Straße | violett/weißes Schild schwarze Schrift violett/weiße Lampe |
| 16 | Hauptbahnhof - Bismarckstraße - Corneliusstraße - Fischerstraße - Klever Straße | weißes Schild blaue Schrift rote+blaue Lampe |
Während des Krieges wurden zahlreiche Stellen durch Frauen besetzt. Trotzdem konnte man den Fahrbetrieb nicht in der gewohnten Form aufrechterhalten und ging vom 5-Minuten-Takt auf den 10-Minuten-Takt über. Zudem wurden einige Linien ganz oder teilweise eingestellt. Auch stieg der Fahrpreis durch die Einführung des so genannten Kriegstarifes an. Wie andere Straßenbahnbetriebe auch übernahm man den Transport von Gütern in der Stadt. So wurde beispielsweise Kohle von der Straßenbahn Moers - Rheinkamp nach Düsseldorf geliefert und durch die städtischen Bahnen weiter verteilt. Zum Teil kuppelte man für solche Leistungen Anhänger mit Gummireifen an die Straßenbahnen an. Diese Zusatzleistungen verschlechtern zudem den Zustand des Fuhrparks und der Gleisanlagen, da Personal und Material zur Instandhaltung fehlten.
Nach Ende des Krieges verschlechtere sich der Zustand der Bahnen zusehends, da aufgrund der Inflation die Einnahmen fehlten. So entschloss sich die Stadt Düsseldorf, die eigenen Bahnen mit denen der Rheinbahn AG zusammen zu führen. Ab dem 15. September 1920 übernahm die Rheinbahn die Betriebsführung, ab dem 1. Januar 1922 wurden sie gepachtet. Die eigentliche Fusion beider Betriebe fand allerdings erst am 15. Dezember 1936 statt.
Die Bahnstrecke zwischen den beiden Orten wurde am 15. Dezember 1898 eröffnet. Parallel zur Strecke verlief auch eine Strecke der Preußischen Staatseisenbahnen, welche eine direkte Konkurrenz der Rheinbahn war. Damit man die Züge der Überlandstraßenbahn benutzte, musste diese schneller sein als die Staatsbahn. Somit war die Rheinbahn gezwungen, mit einer Geschwindigkeit von mindestens 40 km/h zu fahren. Die Strecke begann in Krefeld an der Rheinstraße am Ostwall, führte über Dießem, Fischeln, Osterath, Büderich, Lörick und Oberkassel und endete in Düsseldorf am Ratinger Tor. Bis auf die Abschnitte in Düsseldorf und Krefeld war die Strecke eingleisig mit Ausweichen. Gefahren wurde mit 600 V Gleichstrom. Auf der Strecke verkehrte sowohl ein Schnellzug, welcher nur an den Endpunkte hielt, als auch ein Zusatzzug, welcher an allen Haltestellen hielt. Somit erreichte man einen 30-Minuten-Takt, welcher in Krefeld und Düsseldorf durch zusätzliche Züge verdichtet wurde.
Die Gesellschaft hatte von Anfang an den Wunsch geäußert bis zum Graf-Adolf-Platz in der Innenstadt fahren zu dürfen. Aufgrund der Ablehnung von Oberleitungen in der Stadt rüstet die Bahn ihre Züge mit unterirdischer Stromzufuhr aus, nachdem der Betrieb mit akkubetriebenen Fahrzeuge nicht erfolgreich war. Dies war zwar nicht im Sinne der Rheinbahn, ermöglichte ihr aber ab dem 25. November 1899 bis in die Innenstadt von Düsseldorf zu fahren. Somit hatte die Strecke eine Länge von 22,2 Kilometern erreicht.
Ab dem 26. September 1911 pachtete die Rheinbahn die Straßenbahnstrecken zwischen Oberbilk, Benrath und Hilden und die Zweigstrecken nach Vohwinkel und Ohligs. Diese Strecke war kurz zuvor durch die Stadt Düsseldorf von der Bergischen Kleinbahn AG erworben worden. Um die Strecken durchgehend betreiben zu können, begann man 1914 mit der Umspurung der Strecke. Gleichzeitig legte man auch ein zweites Gleis an. Am 1. Juni 1917 erreichte man dann Benrath.
Am 1. Mai 1924 konnten alle Strecken, welche im Zuge des Krieges stillgelegt worden waren wieder in Betrieb gehen. Gleichzeitig wurde auch wieder der 5-Minuten-Takt eingeführt. Am 7. September 1924 konnte die bereits vor Kriegsbeginn begonnene Strecke zwischen Spichernplatz, Kalkumer Straße und Bahnhof Unterrath in Betrieb genommen werden. Ein weiterer Schritt zur Verbesserung des Angebotes war der Ausbau der Strecke nach Krefeld. Sie wurde nun in weiten Teilen zweigleisig befahren. Die Stadt erwarb in diesem Jahr auch 50 % der Düsseldorf-Duisburger Kleinbahn GmbH, das hierfür verwendete Geld war ursprünglich für eine Beteiligung an einer geplanten Straßenbahnlinie zwischen Neuss und Rheydt gedacht, welche aber nicht realisiert wurde. Ende des Jahres gab es somit bei der Rheinbahn insgesamt 162,7 Kilometer Strecke mit 307,2 Kilometern Gleise.
Eine weitere Neuerung im Jahr 1924 war die Einführung eines Speisewagens auf der Linie zwischen Düsseldorf und Krefeld. Zugleich wurde auf dieser Strecke der Unterbau der Gleise verbessert, so dass es möglich wurde die Geschwindigkeit bis auf 90 km/h zu erhöhen. Im Zuge dieser Maßnahmen wurden die Bahnsteige erhöht um das Einsteigen zu erleichtern und zahlreiche Bahnhöfe mit zusätzlichen Gleisen versehen um das Überholen von Schnellzügen zu ermöglichen. 1924 war auch das Jahr in dem die Rheinbahn begann einen eigenen Omnibusbetrieb aufzubauen.
Am 24. April 1925 wurde der Neubau des Bahnhofes am Graf-Adolf-Platz begonnen. Die nun viergleisige Anlage ersetzte die zu klein gewordene Anlage und wurde in der vorhandenen Grünanlage errichtet. Der Bahnhof wurde am 1. Mai 1926 eröffnet. Die Fernlinien A, C und D hielten dabei an jeweils einem anderen Gleis. Das Gleis 4 war für die Fernlinie nach Mettmann vorgesehen. Da diese Strecke aufgrund der Weigerung der Reichsbahn eine Kreuzung am Staufenplatz zu erlauben nie realisiert wurde, hielt hier einige Zeit die Linie 17. Später wurde dort ein Beiwagen abgestellt und diente als Warteraum für die Fahrgäste.
Am 18. April 1926 ging die Verlängerung der Linie 10 von Stockum zum neu entstandenen Rheinstadion in Betrieb. Wenige Tage danach, am 1. Mai ging die Strecke von der Düsseldorf-Duisburger Kleinbahn GmbH nach Duisburg als Linie D in Betrieb und fuhr nun bis zum Graf-Adolf-Platz durch. Bis zu diesem Tag endeten die Züge in Kaiserswerth. Ende des Jahres gab es 23 durch die Rheinbahn betriebene Linien:
| Linie | Linienweg |
|---|---|
| 1 | Rath - Nordstraße - Königsallee - Graf-Adolf-Platz - Bahnhof Bilk - Städt. Krankenanstalt - Stoffeln |
| 2 | Nordfriedhof - Marienhospital - Tonhallenstraße - Hauptbahnhof |
| 3 | Bahnhof Gerresheim - Staufenplatz - Wehrhahn - Corneliusplatz - Hindenburgwall - Mühlenstraße - Rathaus - Corneliusplatz |
| 4 | Heinrichstraße - Brehmplatz - Uhlandstraße - Wehrhahn - Corneliusplatz - Oberkasseler Brücke - Belsenplatz - Heerdt Landstraße - Wiesenstraße |
| 5 | Oberbilk - Worringer Platz - Klosterstraße - Schadowplatz |
| 6 | Düsseltal - Brehmplatz - Bahnhof Derendorf - Sternstraße - Ratinger Tor - Rathaus - Hohe Straße - Graf-Adolf-Platz - Mintropplatz - Eller |
| 7 | Unterrath - Marienhospital - Tonhallenstraße - Oststraße - Bilker Allee - Hafen |
| 8 | Brehmplatz - Uhlandstraße - Ackerstraße - Hauptbahnhof - Graf-Adolf-Platz - Hafen - Hamm |
| 9 | Derendorf - Schlossstraße - Pempelforter Straße - Hauptbahnhof - Graf-Adolf-Platz - Bilker Kirche - Südfriedhof |
| 10 | Stadion - Fischerstraße - Königsallee - Hüttenstraße - Oberbilk |
| 11 | Kaiserswerth - Kaiserswerther Straße - Tonhallenstraße - Hauptbahnhof |
| 12 | Ratingen - Oberrath - Rather Broich - Grafenberger Allee - Wehrhahn - Schadowplatz |
| 14 | Grafenberg - Lichtstraße - Birkenstraße - Hauptbahnhof - Mintropplatz - Fürstenplatz - Karolingerplatz |
| 15 | Eller - Erkrather Straße - Worringer Platz - Klosterstraße - Elberfelder Straße - Corneliusstraße - Eckstraße |
| 16 | Neuss Obertor - Neuss Bahnhof - Handweiser - Heerdt Rathaus - Belsenplatz - Oberkasseler Brücke - Corneliusplatz - Bismarckstraße - Hauptbahnhof |
| 17 | Lörick Schleife - Belsenplatz - Oberkasseler Brücke - Graf-Adolf-Platz |
| 18 | Bahnhof Benrath - Holthausen - Wersten - Oberbilker Markt - Hauptbahnhof - Bismarckstraße - Corneliusplatz - Mühlenstraße - Rathaus - Flinger Straße - Corneliusstraße - Hindenburgwall |
| A | Graf-Adolf-Platz - Belsenplatz - Lörick - Büderich - Meerbusch - Osterrath - Fischeln - Dießem - Krefeld Hauptbahnhof - Krefeld Rheinstraße |
| B | Neuss Bahnhof - Handweiser - Büderich - Meerbusch |
| C | Graf-Adolf-Platz - Belsenplatz - Lörick - Meerbusch - Strümp - Uerdingen - Kaldenhausen - Trompet - Moers |
| D | Graf-Adolf-Platz - Stockum - Kaiserswerth - Wittlaer - Huckingen - Duisburg Hauptbahnhof |
| O | Benrath - Hilden - Trotzhilden - Ohligs |
| V | Benrath - Hilden - Haan - Oberhaan - Vohwinkel |
Am 1. November 1928 wurde mit der Eröffnung der Linie 13 eine Lücke in der Nummerierung geschlossen. Sie verkehrte ab diesem Tag als Ringlinie vom Hauptbahnhof über die Ackerstraße, die Uhlandstraße, den Brehmplatz, die Rethelstraße, die Sternstraße, die Hofgartenstraße, den Corneliusplatz, die Königsallee, den Graf-Adolf-Platz die Lorettostraße, die Bilker Kirche und die Corneliusstraße zurück zum Hauptbahnhof. Aufgrund der geringen Nutzung stellte man dieser Linie allerdings am 15. Februar 1931 schon wieder ein.
Ab dem 27. September 1930 wurde an den Haltestellen Wilhelm-Marx-Haus und Corneliusplatz eine weitere technische Neuerung eingesetzt. Durch ein über den Fahrdraht übermitteltes Signal konnte angezeigt werden, welche Linie als nächstes eintreffen würde. Auch weiterhin blieb die Rheinbahn, trotz der einsetzenden Wirtschaftskrise, in der Forschung aktiv. So beschäftigte man sich unter anderem mit einen Losradantrieb, welcher in späteren Jahren erst die Entwicklung von Niederflurstraßenbahnen ermöglichte.
Am 15. Juli 1931 wurde die Linie 6 zwischen Lierenfeld und Oberbilk eingestellt. Dafür verkehrte nun die Linie 2 über die Erkrather Straße bis nach Eller. In Eller selbst wurden die dort endenden Linien bis zur Vennhauser Allee verlängert. Bereits im Jahr 1930 hatte man in Benrath mit dem Abriss der Brücke über die Reichsbahnstrecke nach Köln begonnen. In diesem Abschnitt wurde die Reichsbahnstrecke auf vier Gleise erweitert und höher gesetzt. Somit verkehrte die Straßenbahn ab dem 30. Oktober 1933 durch eine Unterführung Richtung Osten. Gleichzeitig wurden die Gleise bis zum Depot in Benrath umgespurt, so dass die meterspurigen Linien ein weiteres Stück verkürzt wurden.
Da die beiden Strecken im Bergischen Land über Jahre hinweg nur stiefmütterlich behandelt wurden, waren sie in den 1930ern stark abgenutzt. Die Rheinbahn scheute sich allerdings davor die Gleise zu erneuern, da dies eine hohe Investition bedeutet hätte. Sie plante die Umstellung der beiden Linien auf den Obusbetrieb. Da die Gemeinden im Zuge der beiden Strecken dies allerdings ablehnten, musste die Rheinbahn die nicht geplante Sanierung der Strecke schließlich doch durchführen. Im Zuge dessen wurden die eingleisigen Abschnitte in vielen Bereich zweigleisig ausgebaut. Da sich dadurch die Fahrzeit verkürzte konnten beiden Linien im 20-Minuten-Takt gefahren werden, so dass in dem Abschnitt den sie beide benutzten ein 10-Minuten-Takt entstand.
Am 15. Mai 1935 wurden zu den bereits bestehenden Linien vier weitere eröffnet. Sie ersetzten die bis dahin verkehrenden Einsatzwagen und Verstärkerlinien. Es handelt sich hierbei um folgende Linien:
| Linie | Linienweg |
|---|---|
| 20 | Uerdinger Straße - Duisburger Straße - Königsallee - Hüttenstraße - Oberbilk |
| 24 | Grafenberg - Flingern - Hauptbahnhof - Graf-Adolf-Platz - Hafenamtstraße |
| 28 | Düsseltal - Brehmplatz - Uhlandstraße - Hauptbahnhof - Graf-Adolf-Platz - Bilker Kirche - Fährstraße |
| 29 | Derendorf - Hauptbahnhof - Fürstenplatz - Auf'm Hennekamp |
Am 15. Dezember 1936 kaufte die Stadt die restlichen Anteile der RWE AG auf und die Bahn ging zu 100 Prozent in den Besitz der Stadt Düsseldorf über. Gleichzeitig fand auch die offizielle Fusion der beiden bis dahin noch getrennt existierenden Gesellschaften statt. Ab diesem Tag firmten die Straßenbahnen auch rechtlich nur noch als Rheinische Bahngesellschaft AG, Düsseldorf.
Ab dem 16. April 1937 war die Rheinbahn die Besitzerin der Kreis Mettmanner Straßenbahn GmbH. Sie wurde von der RWE AG übernommen. Ab dem 1. Mai 1938 gab es auch eine neue Regelung für die Linie nach Duisburg. Die Strecke wurde in der Mitte geteilt, so dass der südliche Abschnitt in den Besitz der Rheinbahn überging, während der nördliche Abschnitt in den Besitz der Duisburger Straßenbahn GmbH wechselte. Die Linie wurde weiterhin von beiden Unternehmen gemeinsam betrieben. So betrieb die Rheinbahn zu Beginn des Zweiten Weltkrieges insgesamt 30 Linien in Düsseldorf und Umgebung:
| Linie | Linienweg |
|---|---|
| 1 | Rath - Derendorf - Corneliusplatz - Graf-Adolf-Platz - Bahnhof Bilk - Stoffeln - Wersten - Holthausen - Benrath |
| 2 | Nordfriedhof - Marienhospital - Tonhallenstraße - Hauptbahnhof |
| 3 | Bahnhof Gerresheim - Grafenberg - Uhlandstraße - Corneliusplatz - Rathaus |
| 4 | Rath - Brehmplatz - Uhlandstraße - Corneliusplatz - Ratinger Tor - Luegplatz - Belsenplatz |
| 6 | Volksgarten - Flingern - Brehmplatz - Rethelstraße - Marienhospital - Ratinger Tor - Rathaus - Hohe Straße - Graf-Adolf-Platz - Mintropplatz - Ellerstraße - Oberbilk |
| 7 | Unterrath - Marienhospital - Tonhallenstraße - Corneliusstraße - Bilker Kirche - Franziskusstraße |
| 8 | Zoo - Brehmplatz - Uhlandstraße - Ackerstraße - Hauptbahnhof - Graf-Adolf-Platz - Hafen - Hamm |
| 9 | Derendorf - Schlachthof - Pempelforter Straße - Hauptbahnhof - Graf-Adolf-Platz - Bilker Kirche - Südfriedhof |
| 10 | Eller - Karl-Geusen-Straße - Hüttenstraße - Graf-Adolf-Platz - Königsallee - Corneliusplatz - Fischerstraße - Golzheim - Rheinstadion |
| 11 | Kaiserswerth - Stockum - Tonhallenstraße - Hauptbahnhof |
| 12 | Ratingen - Oberrath - Uhlandstraße - Corneliusplatz - Elberfelder Straße |
| 14 | Grafenberg - Flingern - Ackerstraße - Hauptbahnhof - Mintropplatz - Fürstenplatz - Karolingerplatz - Städt. Krankenanstalt - Stoffeln |
| 15 | Eller - Lierenfeld - Worringer Platz - Klosterstraße - Elberfelder Straße - Corneliusstraße - Elberfelder Straße |
| 16 | Hauptbahnhof - Corneliusplatz - Ratinger Tor - Belsenplatz - Heerdt - Handweiser - Neuss Bahnhof - Neuss Markt - Selikumer Straße - Südbrücke - Bilker Kirche - Graf-Adolf-Platz - Hauptbahnhof |
| 17 | Lörick Schleife - Belsenplatz - Luegplatz - Graf-Adolf-Platz - Bahnhof Bilk - Aachener Platz - Volmerswerth |
| 18 | Bahnhof Benrath - Holthausen - Wersten - Oberbilker Markt - Hauptbahnhof - Bismarckstraße - Corneliusplatz - Mühlenstraße - Rathaus |
| 20 | Reeser Platz - Duisburger Straße - Königsallee - Graf-Adolf-Platz - Hüttenstraße - Oberbilk |
| 21 | Unterrath - Sichernplatz - Nordstraße - Wilhelm-Marx-Haus - Graf-Adolf-Platz - Bahnhof Bilk - Karolinger Platz - Auf'm Hennekamp |
| 24 | Grafenberg - Flingern - Ackerstraße - Hauptbahnhof - Graf-Adolf-Platz - Bilker Kirche - Aderstiftung |
| 27 | Hafen - Bilker Kirche - Corneliusstraße - Oststraße - Uhlandstraße - Staufenplatz |
| 28 | Hafen - Graf-Adolf-Platz - Hauptbahnhof - Ackerstraße - Uhlandstraße - Brehmstraße - Düsseltal |
| 29 | Derendorf - Schlachthof - Pempelfoter Straße - Hauptbahnhof - Mintropplatz - Fürstenplatz - Auf'm Hennekamp |
| 30 | Heerdt - Büderich - Meerbusch |
| D | Graf-Adolf-Platz - Wilhelm-Marx-Haus - Stockum - Kaiserswerth - Wittlaer - Huckingen - Wanheim - Duisburg Hauptbahnhof |
| K | Graf-Adolf-Platz - Belsenplatz - Lörick - Büderich - Meerbusch - Osterrath - Fischeln - Dießem - Krefeld Hbf - Krefeld, Rheinstraße |
| M | Graf-Adolf-Platz - Belsenplatz - Lörick - Büderich - Meerbusch - Strümp - Lank - Uerdingen - Rumeln - Trompet - Schwafheim - Moers |
| O | Benrath - Hilden - Trotzhilden - Ohligs |
| T | Wülfrath - Düssel - Dornap |
| V | Benrath - Hilden - Haan - Oberhaan - Vohwinkel |
| W | Mettmann - Dornap - Wieden - Vohwinkel |
Rbg2498hubertushain.jpg Am 17. Juli 1955 wurde die Neubaustrecke in der Berliner Allee eröffnet. Seit diesem Tag ist die Königsallee ohne Straßenbahn. Angedacht war zunächst ein Ausbau des Abschnittes in der Berliner Allee als U-Bahnstrecke, was allerdings aufgrund der geschätzten Baukosten von 20 Millionen DM nicht verwirklicht wurde. Gleichzeitig begann man mit der Modernisierung des Wagenparks. Die bis dahin verwendeten zweiachsigen Fahrzeuge wurden nach und nach durch moderne vierachsige ersetzt.
Neben diesen Verbesserungen gab es allerdings mit Streckenschließungen auch die ersten Ausdünnungen im Straßenbahnnetz. So wurden bereits 1946 die Gleise im Düsseltal abgebaut und einige Abschnitte in der Innenstadt stillgelegt. Am 17. Mai 1952 wurde die Linie W nach Wuppertal eingestellt. Am 3. Mai 1954 folgte die Strecke zwischen Handweiser und Meerbusch. Trotz dieser beginnenden Reduzierungen hatte die Rheinbahn 1956 mit 320 Millionen Fahrgästen das beste Jahr nach dem Krieg.
Da der Individualverkehr stetig zunahm und sich mehr und mehr zu einer Konkurrenz entwickelte, die kontinuierlich Fahrgäste wegnahm und einen Rückgang der Einnahmen mit sich brachte, versuchte man dem mit Personalabbau und einer Erhöhung des Taktes von 10 auf 12 Minuten zu begegnen. Gleichzeitig begann man mit einer Sanierung aller Strecken und legte all diejenigen still, deren Wiederherstellung zu kostspielig erschien. Auch wurden einige Abschnitte ein Opfer der Autopolitik des Landes. So forderte das Verkehrsministerium von Nordrhein-Westfalen die Stilllegung der Linie M zwischen Meerbusch und Moers. Diese Strecke wurde zum 20. Oktober 1958, trotz steigender Fahrgastzahlen stillgelegt, weil sie den Individualverkehr störte.
Die von der Rheinbahn bestellten neuen Wagen waren im Gegensatz zu den bisher verwendeten Einrichtungswagen. Somit begann man Ende der 1950er damit, an den Endpunkten der Linien, auf denen diese eingesetzt werden sollten, Endschleifen zu bauen. In den Fällen in denen der benötige Platz nicht vorhanden war, legte man alternativ auch so genannte Gleisdreiecke an.
Ab dem 1. August 1960 verkehrte alle Linien im 12-Minuten-Takt. Ein Jahr später wurden die Linien nach 20:00 nur noch alle 20 Minuten bedient. Gleichzeitig sank aufgrund der immer größer werdenden Behinderungen durch den Individualverkehr die Reisegeschwindigkeit der Bahnen. Dies führte zu einem weiteren Rückgang der Fahrgastzahlen. Man begann damit, kritische Bereiche umzustellen. So wurde ab 1960 bis zum 17. April 1964 der Bereich um den Hauptbahnhof sehr umfassend umgestaltet. Zwischen dem 1. August 1961 und dem 30. Oktober 1962 folgte der Ausbau des Bereiches um den Jan-Wellem-Platz, der die Funktionen des Umsteigepunktes Wilhelm-Marx-Haus übernehmen sollte. Im Innern dieser viergleisigen Anlage befanden sich auch die Haltestellen zahlreicher Buslinie, so dass sie zu einem wichtigen Umsteigepunkt in Düsseldorf wurde. Diesem Ausbau folgte eine Einstellung der Linien in der Altstadt, so dass der Burgplatz, also der Ausgangspunkt der Straßenbahn, straßenbahnfrei wurde. Neben dem Gleis in der Altstadt wurden zudem die überflüssigen Anlagen am Graf-Adolf-Platz entfernt, da die dort endenden Linien nun bis zum Jan-Wellem-Platz durchfuhren.
Am 8. Mai 1961 wurde die Linie V von Benrath nach Vohwinkel und am 15. April 1962 die Linie O nach Ohligs eingestellt. Somit gab es ab diesem Tag nur noch normalspurige Straßenbahnen bei der Rheinbahn.
1968 gab es bei der Rheinbahn insgesamt 16 Straßenbahnlinien:
| Linie | Linienweg |
|---|---|
| 1 | Rath - Derendorf- Jan-Wellem-Platz - Corneliusstraße - Stoffeln - Wersten - Holthausen - Benrath |
| 2 | Unterrath - Jan-Wellem-Platz - Bilk - Am Steinberg |
| 3 | Gerresheim - Grafenberg - Jan-Wellem-Platz - Wilhelm-Marx-Haus |
| 4 | Derendorf - Hauptbahnhof - Karolingerplatz - Stoffeln |
| 6 | Am Steinberg - Volksgarten - Oberbilk - Dorotheenplatz - Brehmplatz - Stockkampstraße - Jan-Wellem-Platz - Graf-Adolf-Platz - Bilk - Am Steinberg |
| 7 | Unterrath - Tonhallenstraße - Hauptbahnhof - Erkrather Straße - Lierenfeld - Eller |
| 8 | Heinrichstraße - Brehmplatz - Hauptbahnhof - Graf-Adolf-Platz - Hamm |
| 9 | Grafenberg - Dorotheenplatz - Hauptbahnhof - Graf-Adolf-Platz - Südfriedhof |
| 10 | Rheinstadion - Golzheim - Jan-Wellem-Platz - Wilhelm-Marx-Haus |
| 11 | Kaiserswerth - Golzheim - Duisburger Straße - Hauptbahnhof |
| 12 | Ratingen - Oberrath - Jan-Wellem-Platz - Wilhelm-Marx-Haus |
| 16/26 | Hauptbahnhof - Jan-Wellem-Platz - Belsenplatz - Handweiser - Hauptbahnhof Neuss - Südbrücke - Südfriedhof - Graf-Adolf-Platz - Hauptbahnhof |
| 17 | Lörick - Belsenplatz - Wilhelm-Marx-Haus - Graf-Adolf-Platz - Bahnhof Bilk - Aachener Platz - Volmerswerther Straße |
| 18 | Benrath - Holthausen - Wersten - Oberbilk - Hauptbahnhof - Jan-Wellem-Platz - Belsenplatz |
| D | Hauptbahnhof Duisburg - Huckingen - Wittlaer - Kaiserswerth - Golzheim - Jan-Wellem-Platz |
| K | Rheinstraße Krefeld - Dießem - Fischeln - Osterrath - Meerbusch - Büderich - Lörick - Belsenplatz - Jan-Wellem-Platz |
Ab dem 15. Juli 1969 begann die Rheinbahn zusammen mit der Nachfolgegesellschaft der Duisburger Straßenbahn GmbH, der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG den stadtbahnmäßigen Ausbau der Strecke zwischen den beiden Städten. Zu diesem Zweck wurden die Bahnsteige für den niveaugleichen Ein- und Ausstieg umgebaut und die Strecke zum Teil aufgeständert.
Der 29. Juli 1973 bedeutete eine große Umstellung für die Fahrgäste der Rheinbahn. Zahlreiche Linien wurden abgeändert, um den Kunden mehr Direktverbindungen zu ermöglichen. In dieser Zeit begann auch der Aufbau von Park and Ride-Anlagen um den Kunden den Umstieg auf die Bahn schmackhaft zu machen.
Zwischen 1973 und 1974 entstand auch die neue Rheinbrücke in Oberkassel. Sie bekam für jede Fahrtrichtung einen Fuß- und Radweg, zwei Fahrspuren für den motorisierten Individualverkehr und ein Gleis für die Straßenbahn. Aufsehen erregte der Neubau durch die Art wie die Brücke entstand. Das komplette Bauwerk wurde neben dem seit der Nachkriegszeit bestehenden Provisorium gebaut. Nachdem diese fertig gestellt war, riss man die alte ab und schob die neue Brücke mittels hydraulischer Pressen auf die Pfeiler der alten Brücke. So konnte man die Sperrung dieser wichtigen Rheinquerung für zwei Wochen so gering wie möglich halten.
Am 24. März 1973 begann auch in Düsseldorf das Zeitalter der unterirdischen Stadtbahn. An diesem Tag begannen in der Fischerstraße die Arbeiten zum ersten Abschnitt der Tunnelstrecke. Da sich dieser Abschnitt mit dem zu erhaltenden Baumbestand zugleich als sehr schwierig erwies, wurde hier der so genannte Düsseldorfer Deckel entwickelt. Dabei wurden im ersten Schritt Betonwände abgeteuft und zwischen diesen eine Betondecke gezogen. Auf dieser konnte dann die Fahrbahn wieder hergestellt werden. Im zweiten Schritt begann man nun unter der Betondecke das Erdreich auszugraben um den Tunnel herzustellen. Dem ersten rund 360 m langen Abschnitt folgte der 480 m lange Abschnitt zwischen Klever Straße und Kennedydamm. 1979 begann dann der Bau der provisorischen Rampe in der Heinrich-Heine-Allee, welche am 3. Oktober 1981 abgeschlossen war.
In den Jahren 1974 und 1975 wurde die Strecke nach Duisburg weiter ausgebaut. Die neuen Einrichtungen ermöglichten eine höhere Geschwindigkeit. Mit der Eröffnung der umgestalteten Haltestelle Wittlaer, welche mit einem Mittelbahnsteig ausgestattet war, wurde die Rheinbahn gezwungen, Fahrzeuge mit beidseitigen Türen anzuschaffen.
Am 1. Januar 1980 wurde der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr gegründet, dem die Stadt Düsseldorf und somit die Rheinbahn AG seit Beginn angehören. Im Zuge der Neuordnung der Linien im VRR erhielten alle rechtsrheinischen Linien Liniennummern 7xx, beziehungsweise (U)7x aufwärts, alle linksrheinischen 8xx aufwärts. Zu diesem Zeitpunkt betrieb die Rheinbahn noch 154,8 Kilometer Straßenbahnstrecken.
Linien zum Start des VRR:
| Linie | Linienweg |
|---|---|
| 76 | Krefeld - Fischeln - Osterrath - Büderich - Belsenplatz - Jan-Wellem-Platz - Hauptbahnhof |
| 79 | Hauptbahnhof Duisburg - Kesselsberg - Wittlaer - Kaiserswerth - Golzheim - Jan-Wellem-Platz |
| 701 | Bahnhof Rath - Jan-Wellem-Platz - Wersten - Holthausen - Bahnhof Benrath |
| 702 | Bahnhof Unterrath - Jan-Wellem-Platz - Kirchplatz |
| 703 | Bahnhof Gerresheim - Grafenberg - Jan-Wellem-Platz - Kirchplatz - (Holthausen) |
| 704 | Derendorf - Hauptbahnhof - Stoffeln |
| 705 | Hauptbahnhof - Belsenplatz - Hauptbahnhof Neuss - Neuss Stadthalle |
| 706 | Merowingerplatz - Brehmplatz - Jan-Wellem-Platz - Am Steinberg |
| 707 | Bahnhof Unterrath - Hauptbahnhof - Eller |
| 708 | Heinrichstraße - Uhlandstraße - Hauptbahnhof - Hamm |
| 709 | Grafenberg - Hauptbahnhof - Südfriedhof - Neuss Theodor-Heuss-Platz |
| 710 | Lörick - Jan-Wellem-Platz - Oberbilk - Eller |
| 711 | Kaiserswerth - Golzheim - Jan-Wellem-Platz |
| 712 | Ratingen - Oberrath - Uhlandstraße - Jan-Wellem-Platz - Volmerswerth |
| 713 | Gerresheim - Jan-Wellem-Platz - Kirchplatz |
| 714 | Bahnhof Rath - Derendorf - Jan-Wellem-Platz - Am Steinberg |
| 717 | Rheinbahnhaus - Jan-Wellem-Platz - Hauptbahnhof - Holthausen |
| 718 | Rheinstadion/Messe - Golzheim - Opernhaus - Hauptbahnhof |
| 719 | (Oberrath) - Hauptbahnhof - Südfriedhof - Neuss, Stadthalle - Hauptbahnhof Neuss |
Das zweite größere Einzelprojekt war der Neubau des Hauptbahnhofes. Dieser wurde am 16. Dezember 1985 eröffnet. Zwischen den beiden Haltepunkten Heinrich-Heine-Allee und Hauptbahnhof verläuft die Strecke in zwei Ebenen mit jeweils zwei Gleisen pro Richtung. Erst kurz vor den Haltepunkten werden sie wieder in einer Ebene zusammengeführt.
Am 29. August 1985 wurde vom Rat der Stadt ein Beschleunigungsprogramm beschlossen. Es sah die Anlage von separaten Spuren für die Straßenbahnen und Vorrangschaltungen an den Ampeln vor. Vorgesehen waren dafür rund 150 Millionen DM.
Ab dem 1. Juli 1986 gab es in der Stadt auch Nachtfahrten. Angefangen wurde mit vier Bus- und neun Straßenbahnlinien. Nach Ende der Probephase beschloss man im November, dieses Angebot dauerhaft bestehen zu lassen.
Duesseldorf-UBahnhof1-Asio.JPG | Rheinbahn Düsseldorf U78 Messe.jpg]] Ab dem 12. April 1988 begannen die Arbeiten für das neue Depot in Heerdt. Es sollte Platz geschaffen werden für insgesamt 112 Fahrzeuge und die zentrale Werkstatt der Rheinbahn. Geplant war eine Bauzeit von fünf Jahren. Die komplette Fertigstellung erfolgte mit der Eröffnung am 13. Oktober 1994. Das Gelände des alten Depots wurde am 16. Juli 1992 auf Grundlage eines am 13. Juli 1988 geschlossenen Vertrages der Stadt übergeben. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde komplett umgebaut und beherbergt heute das Musiktheater Capitol.
Im gleichen Jahr konnte auch der Hauptbahnhof unterirdisch von Norden her angefahren werden. Am 31. Juli wurde dann der oberirdische Verkehr Richtung Oberkassel in der Heinrich-Heine-Allee eingestellt. Feierliche Eröffnung war am 6. August des Jahres. Ab diesen Zeitpunkt nutzten alle in Richtung Kaiserwerth, Krefeld, Messe, Neuss, Oberkassel und Rheinstadion fahrenden Linien den Tunnel. Um den Willen zur U-Bahn zu dokumentieren, wurden aus den Linien 76 und 79 jeweils die U 76 und U 79. Zudem wurde aus der 718 die U 78. Mit der U 70 ging darüber hinaus noch eine neue Linie an den Start. Sie war als Schnellverbindung zwischen Krefeld und Düsseldorf ausgelegt.
1991 wurde erstmals seit geraumer Zeit einen neue oberirdische Strecke in Betrieb genommen. In diesem Jahr war eine rund 800 m lange Ausbaustrecke auf dem Gelände der Heinrich-Heine-Universität entstanden. Die am 14. Dezember 1991 eröffnete Strecke kostete insgesamt rund 12 Millionen DM. Man verlängert die Linien 707, 711 und 716 von der Christophstraße bis zur neuen Haltestelle Universität-Ost.
Am 24. September 1993 wurde durch die Stadt Neuss der Rangiervertrag mit der Rheinbahn gekündigt. Dies bedeutete das Aus für die am 26. September entstandene U75 durch die neugeschaffene Fußgängerzone. Seit dem endet sie vor dem Hauptbahnhof in Neuss. Vorteil für die Rheinbahn war, dass die 2,65 m breiten B80-Wagen auf dieser Strecke eingesetzt werden konnten. Die Stadt Neuss versuchte zudem die Linie 709 aus der Fußgängerzone zu verbannen. Nachdem zunächst der Versuch, die Bahn in eine Seitenstraße zu verlegen, gescheitert war, versuchte man eine unterirdische Strecke zu realisieren. Das Land weigerte sich allerdings Zuschüsse für die Maßnahme zu erteilen, deren Kosten man auf 200 Millionen DM geschätzt hatte.
Die U75 entstand mit der Eröffnung des 1,6 Kilometer langen Tunnels ab Hauptbahnhof in Richtung Eller. Sie ersetzte auf der Strecke bis zur Vennhauser Allee die 707. Der Abschnitt umfasste zwei Tunnelbahnhöfe und hat rund 380 Millionen DM gekostet. Am selben Tag wie der Tunnel wurde auch die oberirdische Neubaustrecke von der Hansallee bis zur Haltestelle Am Seestern eröffnet. Auf diesem Abschnitt wurde die Linie 717 eingesetzt. Diese Linie verkehrte dann ab dem 27. Februar 1994 als U77.
1996 ging die Rheinbahn neue Wege zur Finanzierung. Sie verkaufte 19 Stadtbahnwagen an ein Unternehmen und leaste sie zurück. 1997 gingen 94 weitere Wagen in ein weiteres, sogenanntes Cross-Border-Leasing-Projekt. Da man mit diesem Vorgehen rund 16,2 Millionen DM sparte, gingen in den Folgejahren noch weitere Besitztümer in solchen Projekten auf.
Ebenfalls 2002 wurde der Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und Wersten fertig gestellt. Die Tunnelstrecke führt vom Hauptbahnhof bis zur Kaiserslautener Straße. Die am 15. Juni eröffnete Strecke ist 1223 m lang.
Die U79 soll über die Haltestelle Kaiserslauterner Straße zur Haltestelle Universität-West verlängert werden. Damit würde sich die Reisezeit vom Hauptbahnhof zur Universität um 7 Minuten auf 10 Minuten verringern und alle Düsseldorfer Hochschulen wären mit einer Stadtbahnlinie verbunden. Die Streckenanpassung hierfür ist nicht besonders aufwendig und würde ca. 4 Mio € kosten. Dennoch brauchte es erst eine Unterschriftensammlung der ASten der Hochschulen, damit die Stadt diese Maßnahme forciert.
Seit Sommer 2005 wird in Düsseldorf-Rath das neue Eishockey-Stadion „ISS-Dome“ gebaut, welches ebenfalls über eine Straßenbahnverlängerung der 701 angebunden werden wird.
Verkehrsgesellschaft | Unternehmen (Düsseldorf) | Straßenbahnbetrieb | Stadtbahn
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