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Wappen Karte
Wappen Rhein-Neckar-Kreis.png Lage des Rhein-Neckar-Kreises in Deutschland.GIF
Basisdaten
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Bundesland: Baden-Württemberg
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Regierungsbezirk: Karlsruhe
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Region: Rhein-Neckar
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Verwaltungssitz: Heidelberg
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Fläche: 1.061,72 km²
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Einwohner: 533.248 (30. Juni 2005)
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Bevölkerungsdichte: 502 Einwohner/km²
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Kfz-Kennzeichen: HD
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Kreisschlüssel: 08 2 26
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Kreisgliederung: 54 Gemeinden
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Adresse der Kreisverwaltung: Kurfürstenanlage 38-40
69115 Heidelberg

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Website: www.rhein-neckar-kreis.de
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E-Mail-Adresse: info@rhein-neckar-kreis.de
Politik
Landrat: Dr. Jürgen Schütz (CDU)
Karte
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Baden_wuerttemberg_hd.png

Der Rhein-Neckar-Kreis ist der einwohnerstärkste Landkreis in Baden-Württemberg. Er liegt im Nordwesten des Landes und gehört zur Region Rhein-Neckar im Regierungsbezirk Karlsruhe.

Im Norden bildet er die Landesgrenze zu Hessen mit den dortigen Landkreisen Bergstraße und Odenwaldkreis, im Osten grenzt er an den baden-württembergischen Neckar-Odenwald-Kreis, im Südosten an den Landkreis Heilbronn, im Süden an den Landkreis Karlsruhe; im Westen bildet der Rhein die Landesgrenze zum Bundesland Rheinland-Pfalz mit der kreisfreien Stadt Speyer und dem Rhein-Pfalz-Kreis. Im Nordwesten grenzt der Stadtkreis Mannheim an.

Sitz des Landkreises ist Heidelberg, das selbst Stadtkreis ist, und damit zwar inmitten des Kreisgebietes liegt, ihm aber nicht zugehört. In das Kreisgebiet ragt auch ein schmaler Streifen, der zum Land Hessen gehört. Es handelt sich hierbei um die zum Kreis Bergstraße gehörigen Gemeinden Neckarsteinach und Hirschhorn (Neckar), sowie den hessischen Teil von Igelsbach.

Geografie


Der Rhein-Neckar-Kreis hat Anteil an der Oberrheinischen Tiefebene, am westlichen Kraichgau und am südlichen Odenwald. Die Landschaft am westlichen Rand des Odenwalds von Wiesloch nordwärts über Heidelberg und Weinheim bis Darmstadt bezeichnet man als "Bergstraße", eine der wärmsten Gegenden Deutschlands. (siehe auch den hessischen Kreis Bergstraße). Die nordwestliche Hälfte des Kreises stellt das historische Gebiet der Kurpfalz dar.

Geschichte


Der Rhein-Neckar-Kreis entstand durch die Kreisreform in Baden-Württemberg zum 1. Januar 1973. Damals wurden die Altkreise Heidelberg und Mannheim mit dem Großteil des Altkreises Sinsheim und einer Gemeinde des Altkreises Mosbach zum Rhein-Neckar-Kreis vereinigt. 1975 erfolgte dann noch die Ausgliederung von Ziegelhausen in die kreisfreie Stadt Heidelberg. Die Altkreise Heidelberg, Mannheim und Sinsheim gehen zurück auf die ehemals badischen Bezirksämter, die im Laufe der Geschichte mehrmals verändert wurden und 1936/1939 in Landkreise überführt wurden. Gleichzeitig entstanden 1939 die Stadtkreise Heidelberg und Mannheim. Seither gehören beide Städte nicht mehr zu den jeweiligen Kreisgebieten, blieben jedoch bis 1972 Sitz der jeweiligen Kreisverwaltung. Nach der Kreisreform wurde Heidelberg Sitz des neuen Rhein-Neckar-Kreises. Dieser umfasst nach Abschluss der Gemeindereform noch 54 Gemeinden, darunter 17 Städte und hiervon wiederum 6 "Große Kreisstädte" (Hockenheim, Leimen, Schwetzingen, Sinsheim, Weinheim und Wiesloch). Größte Stadt ist Weinheim, kleinste Gemeinde ist Heddesbach. Mit seinen insgesamt 54 Städten und Gemeinden liegt der Rhein-Neckar-Kreis nur knapp hinter dem Alb-Donau-Kreis, der 55 Städte und Gemeinden hat. In Sinsheim und Wiesloch befinden sich Außenstellen des Landratsamts.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).
Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1973 447.099
31. Dezember 1975 449.602
31. Dezember 1980 463.110
31. Dezember 1985 467.597
27. Mai 1987 ¹ 465.342
Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1990 488.017
31. Dezember 1995 512.445
31. Dezember 2000 524.028
30. Juni 2005 533.248

Politik


Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet. Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf 5 Jahre gewählt. Dieses Gremium wählt den Landrat für eine Amtszeit von 8 Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Sitzungen des Kreistags sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet sie und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Die Landräte des Landkreises Heidelberg 1945-1972:

Die Landräte des Landkreises Mannheim 1945-1972:

  • 1945: Richard Freudenberg (kommissarisch)
  • 1945 - 1946: Karl Geppert (kommissarisch)
  • 1946: Dr. Valentin Gaa (kommissarisch)
  • 1946 - 1948: Ernst Becherer
  • 1948 - 1970: Dr. Valentin Gaa
  • 1970 - 1972: Albert Neckenauer

Die Landräte des Landkreises Sinsheim 1945-1972:

  • 1945 - 1946: Roman Großmann (kommissarisch)
  • 1946: Gottlob Barth und Dr. Kurt von Kirchenheim (beide jeweils kommissarisch)
  • 1946: Wolfgang Rutschke (mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt)
  • 1946 - 1947: Hermann Lindner (kommissarisch)
  • 1947 - 1948: Dr. Johann Gutermann
  • 1948: Dr. Ludwig Bernheim
  • 1948 - 1949: Georg Steinbrenner (mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt)
  • 1949 - 1950: Dr. Walther Reidel (kommissarisch)
  • 1950 - 1972: Dr. Paul Herrmann

Die Landräte des Rhein-Neckar-Kreises seit 1973:

  • 1973 Georg Steinbrenner, Amtsverweser
  • 1973 - 1986: Albert Neckenauer
  • seit 1986: Dr. Jürgen Schütz

Wappen

Wappen_Rhein-Neckar-Kreis.png Beschreibung:
Gespalten: vorn in Blau ein silberner, mit einem gewellten schwarzen Faden belegter Wellenbalken; hinten in Gold ein rot gekrönter, rot bezungter und rot bewehrter schwarzer Löwe (Wappen-Verleihung 5. November 1975)
Bedeutung:
Der Wellenbalken symbolisiert den Rhein und den Neckar, die dem Kreis den Namen gaben. Der kurpfälzische Löwe symbolisiert die ehemalige Zugehörigkeit des überwiegenden Teils des heutigen Kreisgebiets zum Kurfürstentum Pfalz.

Wirtschaft und Infrastruktur


SAP_AG_Headquarter_1200.jpg Die Industriestruktur ist vielfältig mit zahlreichen Betrieben der metallverarbeitenden und chemischen Industrie (z.B. Freudenberg in Weinheim), darunter auch zahlreiche mittelständische Betriebe. Der Dienstleistungssektor ist zwar in den nicht zum Rhein-Neckar-Kreis gehörenden Großstädten konzentriert, doch gibt es auch im Kreisgebiet bedeutende Unternehmen wie z.B. das Software-Unternehmen SAP in Walldorf und St. Leon-Rot oder den Finanzdienstleister MLP und die Heidelberger Druckmaschinen in Wiesloch. In den ländlichen Teilen des Kreises dominiert Land- und auch Forstwirtschaft. Im Rheingraben (Sankt Leon-Rot, Schwetzingen) befindet sich eines der Hauptanbaugebiete für Spargel in Deutschland.

Verkehr

Mh_OEG_im_fruehling.jpg Durch das Kreisgebiet führt die Bundesautobahn A 5 Basel - Frankfurt sowie die Autobahn A 6 Saarbrücken - Mannheim - Nürnberg, die sich am Autobahnkreuz Walldorf kreuzen, mehrere Bundesstraßen, darunter die B 3, Basel - Frankfurt, die B39, die B37 und die B45 sowie Landesstraßen.

Im Kreisgebiet ging am 14. Dezember 2003 das Netz der S-Bahn RheinNeckar in Betrieb, das den gesamten Rhein-Neckar-Raum bis in die Pfalz und nach Südhessen erschließt. Die Anknüpfung an das Netz der Stadtbahn Karlsruhe soll noch ausgebaut werden. Die Oberrheinische Eisenbahn (OEG), eine Schmalspurbahn, verbindet auf einer Rundstrecke Mannheim, Heidelberg und Weinheim. Straßenbahnen der rnv fahren außerdem von Heidelberg aus nach Leimen und Eppelheim. BRN, rnv und SWEG versorgen das Heidelberger Umland mit einem relativ dichten Busliniennetz.

Kreiseinrichtungen

Der Rhein-Neckar-Kreis ist Schulträger folgender Beruflichen Schulen: Theodor-Frey-Schule (Gewerbliche und Kaufmännische Schule) Eberbach, Ehrhart-Schott-Schule (Gewerbliche Schule) Schwetzingen, Friedrich-Hecker-Schule (Gewerbliche Schule) Sinsheim, Hans-Freudenberg-Schule (Gewerbliche Schule) Weinheim, Hubert-Sternberg-Schule (Gewerbliche Schule) Wiesloch, Carl-Theodor-Schule (Kaufmännische Schule) Schwetzingen, Max-Weber-Schule (Kaufmännische Schule) Sinsheim, Johann-Philipp-Reis-Schule (Kaufmännische Schule) Weinheim, Johann-Philipp-Bronner-Schule (Kaufmännische Schule) Wiesloch, Louise-Otto-Peters-Schule (Hauswirtschaftliche Schule) Hockenheim mit Außenstelle Wiesloch, Albert-Schweitzer-Schule (Hauswirtschaftliche Schule) Sinsheim und Helen-Keller-Schule (Hauswirtschaftliche Schule) Weinheim, ferner folgender Sonderschulen: Comeniusschule für Geistigbehinderte Schwetzingen, Steinsbergschule für Geistigbehinderte mit Schulkindergarten Sinsheim, Maria-Montessori-Schule für Geistigbehinderte mit Schulkindergarten Weinheim und Martinsschule für Körperbehinderte Ladenburg.

Der Rhein-Neckar-Kreis unterhält Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheim und Geriatrische Rehabilitationskliniken. Diese wurden bislang in der Form eines Eigenbetriebs geführt. Ab 1. Januar 2006 werden diese Einrichtungen von der "GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gemeinnützige GmbH" betrieben. Im Einzelnen handelt es sich um die Kreiskrankenhäuser Sinsheim, Eberbach, Schwetzingen und Weinheim, die Kreispflegeheime Sinsheim, Schwetzingen, Nußloch, Weinheim und Schriesheim und die Geriatrischen Reha-Kliniken Hockenheim, Sinsheim und Weinheim. Ferner gibt es an den Kreiskrankenhäusern Schwetzingen und Sinsheim jeweils eine Krankenpflegeschule.

Städte und Gemeinden


(Einwohner am 30. September 2005) Städte
  1. Eberbach (15.444)
  2. Eppelheim (14.360)
  3. Hemsbach (12.329)
  4. Hockenheim (20.783)
  5. Ladenburg (11.501)
  6. Leimen (27.073)
  7. Neckarbischofsheim (3.979)
  8. Neckargemünd (14.214)
  9. Rauenberg (7.542)
  10. Schönau (4.843)
  11. Schriesheim (14.368)
  12. Schwetzingen (22.403)
  13. Sinsheim (35.437)
  14. Waibstadt (5.765)
  15. Walldorf (14.687)
  16. Weinheim (43.349)
  17. Wiesloch (26.231)
Verwaltungsgemeinschaften bzw. Gemeindeverwaltungsverbände
  1. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Eberbach mit der Gemeinde Schönbrunn
  2. Gemeindeverwaltungsverband "Elsenztal" mit Sitz in Meckesheim; Mitgliedsgemeinden: Gemeinden Eschelbronn, Lobbach, Mauer, Meckesheim und Spechbach
  3. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Hemsbach mit der Gemeinde Laudenbach
  4. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Hockenheim mit den Gemeinden Altlußheim, Neulußheim und Reilingen
  5. Gemeindeverwaltungsverband "Neckargemünd" mit Sitz in Neckargemünd; Mitgliedsgemeinden: Stadt Neckargemünd und Gemeinden Bammental, Gaiberg und Wiesenbach
  6. Gemeindeverwaltungsverband "Rauenberg" mit Sitz in Rauenberg; Mitgliedsgemeinden: Stadt Rauenberg und Gemeinden Malsch und Mühlhausen
  7. Gemeindeverwaltungsverband "Schönau" mit Sitz in Schönau; Mitgliedsgemeinden: Stadt Schönau und Gemeinden Heddesbach, Heiligkreuzsteinach und Wilhelmsfeld
  8. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Sinsheim mit den Gemeinden Angelbachtal und Zuzenhausen
  9. Gemeindeverwaltungsverband "Waibstadt" mit Sitz in Waibstadt; Mitgliedsgemeinden: Städte Waibstadt und Neckarbischofsheim sowie die Gemeinden Epfenbach, Helmstadt-Bargen, Neidenstein und Reichartshausen
  10. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Wiesloch mit der Gemeinde Dielheim
Gemeinden
  1. Altlußheim (5.330)
  2. Angelbachtal (4.908)
  3. Bammental (6.519)
  4. Brühl (14.386)
  5. Dielheim (8.958)
  6. Dossenheim (11.616)
  7. Edingen-Neckarhausen (13.870)
  8. Epfenbach (2.508)
  9. Eschelbronn (2.567)
  10. Gaiberg (2.464)
  11. Heddesbach (483)
  12. Heddesheim (11.667)
  13. Heiligkreuzsteinach (3.125)
  14. Helmstadt-Bargen (3.911)
  15. Hirschberg an der Bergstraße (9.493)
  16. Ilvesheim (7.631)
  17. Ketsch (12.882)
  18. Laudenbach (6.080)
  19. Lobbach (2.429)
  20. Malsch (3.354)
  21. Mauer (3.667)
  22. Meckesheim (5.421)
  23. Mühlhausen (8.217)
  24. Neidenstein (1.813)
  25. Neulußheim (6.559)
  26. Nußloch (10.759)
  27. Oftersheim (10.099)
  28. Plankstadt (9.437)
  29. Reichartshausen (2.010)
  30. Reilingen (7.069)
  31. Sandhausen (14.200)
  32. Schönbrunn (3.050)
  33. Spechbach (1.679)
  34. St. Leon-Rot (12.388)
  35. Wiesenbach (3.155)
  36. Wilhelmsfeld (3.344)
  37. Zuzenhausen (2.109)

Literatur


  • Das Land Baden-Württemberg - Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht Bänden); Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg; Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe; Stuttgart, 1976, ISBN 3-17-002542-2
  • Landesvermessungsamt Ba-Wü: Freizeitkarte Naturpark Neckartal-Odenwald - Mannheim-Heidelberg. F 513. ISBN 3890216064 . Maßstab 1:30 000. 2005. Die Anschlußkarte in Richtung Osten (Eberbach bis Buchen) heißt: Freizeitkarte Naturpark Neckartal-Odenwald - Mosbach. F 514. ISBN 3890216072 .

Weblinks



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