RheinMainAirBaseGateway.jpg Die Rhein-Main Air Base war von 1945 bis 2005 ein Stützpunkt der US-Luftwaffe (USAF) in Deutschland. Er lag unmittelbar südlich des Flughafens Frankfurt/Main und teilte sich mit diesem die Start- und Landebahnen. Im Gegensatz zu anderen gemischt genutzten Flughäfen hatte Rhein-Main einen eigenen IATA-Code (FRF).
Am 30. September 2005 endeten die Einsätze der USAF auf der Basis, zum 31. Dezember 2005 wurde der Stützpunkt endgültig geschlossen. Das Gelände steht seitdem dem Frankfurter Flughafen als Erweiterungsfläche zur Verfügung.
Vom 9. bis 10. Juli 1956 starteten von der Airbase während der Zeit des Kalten Kriegs Aufklärungsflüge in die Sowjetunion. Der US-Geheimdienst CIA leitete die von einem U-2 Flugzeug durchgeführten Beobachtungsmissionen zu Raketen- und Radarstützpunkten in Litauen, Weißrussland und auf der Krim. Berlin Airlift Memorial Rhein Main AB.jpgB]]
Bis 1959 war die Rhein-Main Air Base der wichtigste europäische Standort für den Lufttransport der US-Luftwaffe; im selben Jahr zog sie sich aus dem nördlichen Teil des Areals zurück, um dort den rein zivilen Betrieb des Frankfurter Flughafens zu ermöglichen. Der Stützpunkt wurde am 1. Juli 1975 dem Military Airlift Command (heute Air Mobility Command) zugeordnet und ging am 1. April 1992 wieder an die USAFE. Während des Zweiten Golfkriegs diente die Rhein-Main Air Base als europäisches Drehkreuz für den militärischen Lufttransport aus den USA in die Golfregion und zurück. Da über die Basis auch die Ein- und Ausreise aller in Europa stationierten US-Soldaten abgewickelt wurde, erhielt sie den Beinamen Gateway to Europe (Tor zu Europa).
Beide Stützpunkte sind zu diesem Zweck ausgebaut worden. Die Finanzierung dieser Maßnahmen übernahmen Fraport, die Bundesrepublik Deutschland sowie die Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz.
Eine C-17 Globemaster III führte am 28. September 2005 den letzten Lufttransport-Einsatz vom Stützpunkt aus durch, zwei Tage später fand der letzte militärische Passagier-Charterflug statt. Am 10. Oktober fand die offizielle Abschiedszeremonie statt, bei der auch eine C-17 auf den Namen Spirit of Rhein-Main getauft wurde.
In den letzten Monaten des Jahres 2005 bereitete die US-Luftwaffe die Rhein-Main Air Base für die endgültige Übergabe vor. Auf den nun frei gewordenen Flächen plant der Flughafen Frankfurt ein neues Terminal 3 zu errichten.
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