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Wappen Karte
Wappen Rhein-Hunsrueck-Kreis.png Lage des Rhein-Hunsrück-Kreises in Deutschland.PNG
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz: Simmern
Fläche: 963,10 km²
Einwohner: 106.004 (31. Oktober 2005)
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner je km²
Kreisschlüssel: 07 1 40
Kfz-Kennzeichen: SIM
Kreisgliederung: 134 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Ludwigstraße 3-5
55469 Simmern
Website: www.rheinhunsrueck.de
E-Mail-Adresse: rhk@rheinhunsrueck.de
Politik
Landrat: Bertram Fleck (CDU)
Karte
Rhineland p sim.png

Der Rhein-Hunsrück-Kreis ist ein Landkreis in der Mitte von Rheinland-Pfalz. Er grenzt im Westen an den Landkreis Bernkastel-Wittlich und an den Landkreis Cochem-Zell, im Norden an den Landkreis Mayen-Koblenz, im Osten an den Rhein-Lahn-Kreis und an den Landkreis Mainz-Bingen und im Süden an den Landkreis Bad Kreuznach und an den Landkreis Birkenfeld.

Geographie


Der Landkreis umfasst einerseits die Landschaft links des Mittelrheins zwischen den Städten Kaub und Boppard und andererseits die noch fast unberührten Höhen des relativ dünn besiedelten Hunsrücks mit dem Soonwald im Süden des Kreisgebiets.

Geschichte


Das Gebiet des heutigen Rhein-Hunsrück-Kreises war vor 1800 in viele Herrschaftsgebiete zersplittert, darunter die Grafschaft Sponheim, die Pfalzgrafen zu Simmern und 2 Reichsstädte. Während der französischen Besetzung unter Napoleon war das Gebiet Teil des Departenments Rhein-Mosel mit Sitz in Koblenz. Nach dem Wiener Kongress 1815 kam das Gebiet zu Preußen. 1816 wurden u.a. die Kreise Simmern und Sankt Goar gebildet, die zur Provinz Großherzogtum Niederrhein (ab 1822 Rheinprovinz) gehörten. 1946 wurden diese Bestandteil des Regierungsbezirks Koblenz im Land Rheinland-Pfalz. Bei der Kreisreform 1969 wurde der Landkreis Simmern mit Teilen der Kreise Sankt Goar, Cochem, Zell und Bernkastel zum heutigen Rhein-Hunsrück-Kreis vereinigt.

Wappen


Beschreibung

Unter von Blau und Gold gestücktem Schilhaupt: vorne in Gold ein rot bewehrter, nach links gewendeter schwarzer Adler; hinten in Schwarz ein rot gezungter, bewehrter und gekrönter goldener Löwe. (Wappen-Genehmigung 6. Januar 1972)

Bedeutung

Die Symbole stehen für die ehemaligen Herrschaften, die sich das Kreisgebiet früher teilten: Das Schachmuster am Schildhaupt steht für die Grafschaft Sponheim, der Löwe für die Kurfürsten von der Pfalz und der Adler für die ehemals freien Reichsstädte Oberwesel und Boppard.

Verkehr


Zum Rhein-Hunsrück-Kreis gehört nur ein kleiner Abschnitt des linken Rheinufers, jedoch ein großes Gebiet auf den Höhen des Hunsrück. Im verkehrsgünstigen Rheintal eröffnete die Rheinische Eisenbahngesellschaft schon 1859 die Hauptlinie Bingen - St. Goar - Koblenz.

Zur Kreisstadt Simmern entstand 1889 eine Verbindung der Preußischen Staatsbahn von Langenlonsheim im Nahetal her. Sie wurde 1901/02 über Kirchberg in Richtung Hermeskeil verlängert, ebenso nach Norden bis Kastellaun und 1906 bis Pfalzfeld; schließlich 1908 über eine Steilstrecke hinunter ins Rheintal nach Boppard.

Eine kurze Strecke der Deutschen Reichsbahn von Simmern nach Gemünden bildete 1921/22 den Abschluss des Bahnbaus. Damit umfasste das Eisenbahnnetz eine Länge von 143 km. Nach den Stillegungen der Jahre 1963 -1984:

  • 1963: Simmern - Holzbach - Gemünden (Hunsrück) 15 km
  • 1976: Simmern - Kirchberg - Hirschfeld - Morbach 28 km
  • 1983: Simmern - Kastellaun - Pfalzfeld - Emmelshausen 38 km
  • 1984: Langenlonsheim - Rheinböllerhütte - Simmern 18 km

blieben für den Personenverkehr nur noch 44 km übrig. Allerdings könnten die Strecken Simmern - Morbach und Langenlonsheim - Simmern teilweise für eine Anbindung des Flughafens Hahn an das Rhein-Main-Gebiet benutzt werden.

Durch das Kreisgebiet führt die Bundesautobahn A 61 Ludwigshafen-Koblenz. Ferner durchziehen mehrere Bundesstraßen und Kreisstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 9, links entlang des Rhein, ferner die B 50, die B 421 und die B 327 - letztere besser bekannt als Hunsrückhöhenstraße.

Städte und Gemeinden


(Einwohner am 30. Juni 2005)

Verbandsfreie Gemeinden/Städte

-

Verbandsgemeinden mit ihren Mitgliedsgemeinden Sitz der Verbandsgemeinde *
  1. Badenhard (152)
  2. Beulich (524)
  3. Bickenbach (340)
  4. Birkheim (143)
  5. Dörth (526)
  6. Emmelshausen * (4.875)
  7. Gondershausen (1.277)
  8. Halsenbach (1.311)
  9. Hausbay (202)
  10. Hungenroth (247)
  11. Karbach (561)
  12. Kratzenburg (380)
  13. Leiningen (791)
  14. Lingerhahn (485)
  15. Maisborn (132)
  16. Mermuth (300)
  17. Morshausen (384)
  18. Mühlpfad (68)
  19. Ney (382)
  20. Niedert (138)
  21. Norath (444)
  22. Pfalzfeld (597)
  23. Schwall (327)
  24. Thörlingen (142)
  25. Utzenhain (131)
  1. Alterkülz (449)
  2. Bell (Hunsrück) (1.502)
  3. Beltheim (2.045)
  4. Braunshorn (610)
  5. Buch (947)
  6. Dommershausen (1.171)
  7. Gödenroth (480)
  8. Hasselbach (191)
  9. Hollnich (278)
  10. Kastellaun, Stadt * (5.259)
  11. Korweiler (91)
  12. Mastershausen (1.151)
  13. Michelbach (179)
  14. Roth (244)
  15. Spesenroth (168)
  16. Uhler (402)
  1. Bärenbach (465)
  2. Belg (141)
  3. Büchenbeuren (1.662)
  4. Dickenschied (746)
  5. Dill (215)
  6. Dillendorf (617)
  7. Gehlweiler (251)
  8. Gemünden (1.313)
  9. Hahn (168)
  10. Hecken (130)
  11. Heinzenbach (420)
  12. Henau (178)
  13. Hirschfeld (Hunsrück) (345)
  14. Kappel (506)
  15. Kirchberg (Hunsrück), Stadt * (3.803)
  16. Kludenbach (106)
  17. Laufersweiler (850)
  18. Lautzenhausen (389)
  19. Lindenschied (211)
  20. Maitzborn (141)
  21. Metzenhausen (135)
  22. Nieder Kostenz (225)
  23. Niedersohren (447)
  24. Niederweiler (422)
  25. Ober Kostenz (283)
  26. Raversbeuren (159)
  27. Reckershausen (373)
  28. Rödelhausen (174)
  29. Rödern (213)
  30. Rohrbach (209)
  31. Schlierschied (194)
  32. Schwarzen (155)
  33. Sohren (3.460)
  34. Sohrschied (102)
  35. Todenroth (86)
  36. Unzenberg (434)
  37. Wahlenau (236)
  38. Womrath (227)
  39. Woppenroth (292)
  40. Würrich (164)
  1. Argenthal (1.641)
  2. Benzweiler (213)
  3. Dichtelbach (690)
  4. Ellern (Hunsrück) (865)
  5. Erbach (241)
  6. Kisselbach (590)
  7. Liebshausen (521)
  8. Mörschbach (369)
  9. Rheinböllen * (4.078)
  10. Riesweiler (727)
  11. Schnorbach (232)
  12. Steinbach (Hunsrück) (121)
  1. Damscheid (682)
  2. Laudert (423)
  3. Niederburg (712)
  4. Oberwesel, Stadt * (3.508)
  5. Perscheid (393)
  6. Sankt Goar, Stadt (3.024)
  7. Urbar (Rhein-Hunsrück) (807)
  8. Wiebelsheim (495)
  1. Altweidelbach (252)
  2. Belgweiler (219)
  3. Bergenhausen (132)
  4. Biebern (351)
  5. Bubach (286)
  6. Budenbach (182)
  7. Fronhofen (207)
  8. Holzbach (558)
  9. Horn (356)
  10. Keidelheim (302)
  11. Klosterkumbd (276)
  12. Külz (Hunsrück) (492)
  13. Kümbdchen (494)
  14. Laubach (469)
  15. Mengerschied (800)
  16. Mutterschied (508)
  17. Nannhausen (521)
  18. Neuerkirch (304)
  19. Niederkumbd (303)
  20. Ohlweiler (331)
  21. Oppertshausen (127)
  22. Pleizenhausen (270)
  23. Ravengiersburg (508)
  24. Rayerschied (110)
  25. Reich (Hunsrück) (372)
  26. Riegenroth (197)
  27. Sargenroth (495)
  28. Schönborn (266)
  29. Simmern/Hunsrück, Stadt * (7.844)
  30. Tiefenbach (792)
  31. Wahlbach (154)
  32. Wüschheim (321)

Literatur


  • Rhein-Hunsrück; hg. von der Kreisverwaltung und der Industrie- und Handelskammer zu Koblenz, Bezirksstelle Simmern; Edition Städte - Kreise - Regionen. Deutsche Landkreise im Portrait: Oldenburg 1994; ISBN 3-88363-1221
  • Nikitsch, Eberhard J.: Die Inschriften des Rhein-Hunsrück-Kreises, Teil 1: Boppard, Oberwesel, St. Goar; Die deutschen Inschriften, Bd. 60: Mainzer Reihe, Bd. 8; Wiesbaden: Reichert, 2004; ISBN 3-89500-346-8
  • Rosenkranz, Albert: Das Evangelische Rheinland, Band 1; Düsseldorf: Verlag Kirche in der Zeit, 1956; S. 532ff; 329ff; 597ff

Weblinks


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