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Rhein-Herne-Kanal bei Oberhausen.jpg, links davon die Emscher und weiter links die Autobahn A42 (Emscherschnellweg), rechts vom Kanal Teile des CentrO]]

Der Rhein-Herne-Kanal ist eine 45,6 Kilometer lange künstliche Wasserstraße im Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, mit heute 5 Schleusen. Der Rhein-Herne-Kanal folgt größtenteils der begradigten Emscher und verbindet den Rhein, bei Duisburg, mit dem Dortmund-Ems-Kanal. Die Bauzeit (5. April 1906 - 14. Juli 1914) betrug 8 Jahre. 1916 wurde er mit 7 Schleusen vollendet. Er wurde für Schiffe bis zu 1.350 t gebaut.

Ursprünglich endete der Rhein-Herne-Kanal in Herne, wo er oberhalb der Schleuse Herne-Ost auf den Stichkanal des Dortmund-Ems-Kanals von Henrichenburg nach Herne traf. Mit der Stillegung des letzten Teils des Stichkanals, nämlich dem Abschnitt von Kanalhafen der Zeche Friedrich der Große, Anlage 3/4, bis zum Ende vor der Bahnhofstraße wurde der Abschnitt Henrichenburg-Herne dem Rhein-Herne-Kanal zugeschlagen. In der Trasse des stillgelegten Kanalabschnitts östlich der Brücke über die Bahnhofstraße bis zur Brücke über den Landwehrbach in Herne verläuft heute die Bundesautobanh A42 (Emscherschnellweg).

Häfen und Schleusen


Schleuse Duisburg-Meiderich

1980 wurde die heutige Schleuse fertig gestellt, deren 24 m hohes Untertor mit dem Steuerstand eine weithin sichtbare gelbe Landmarke in die Hafen- und Ruhrlandschaft setzt. Der Vorhafen der alten Schleuse ist heute noch im Unterwasser an der Mauerung der Kanalwände zu erkennen. Als Reserveplatz für einen eventuell nötigen Neubau der Schleuse wird er nicht verfüllt.

Der Vorgängerbau der heutigen Schleuse wurde mit der Kanaleröffnung 1914 in Betrieb genommen. Anstelle der alten 165 m langen und 10 m breiten Schleuse hat die neue Schleusenkammer eine nutzbare Länge von 190 m und eine Breite von 12 m, sodass auch große Schubverbände mit Leichtern der Europa-Klasse II die Schleuse passieren können.

Der Hub ist abhängig vom Rheinwasserpegel. Bei entsprechendem Hochwasser des Rheins kann der Wasserstand rheinwärts sogar höher sein als im Kanal, so dass in den Kanal nicht wie üblich zu Berg, sondern zu Tal geschleust werden muss. Die Schleuse hat kein eigenes Pumpwerk, sondern die Pumpen im Hafenbecken C des Ruhrorter Hafens sorgen für das Rückpumpen des Wassers in den Kanal.

Die Schleuse kann von einer Person bedient werden. Hier am Beginn des Kanals befindet sich die Hebestelle für die Nutzungsgebühren, die ein- und ausfahrenden Schiffe werden registriert. Etwa 25000 Schiffe mit insgesamt 15 Millionen Tonnen Fracht passierten 1996 die Meidericher Schleuse.

(Quelle: http://www.route-industriekultur.de )

Schleuse Oberhausen

ehemalige Schleuse Essen-Dellwig

Schleuse Gelsenkirchen

Die Schleuse von Gelsenkirchen besteht aus zwei Teilen: Eine Verbindung Richtung Osten , eine Richtung Westen

Hafen Grimberg

RHK port Grimberg 1.jpg RHK port Grimberg 2.jpg in Herne]] Der Hafen Grimberg liegt am südlichen Kanalufer in Gelsenkirchen, nahe der Stadtgrenze zu Herne. Benannt wurde er nach dem nahen Schloss Grimberg, von dem heute nur noch die Grundmauern bekannt sind. Er diente vorwiegend zur Erzanlandung für die Versorgung der Eisenhüttenwerke in Bochum und Gelsenkirchen. Hier begann die Erzbahn (Bochum). Mit der Stilllegung der Hüttenwerke verlor er seine ursprüngliche Funktion. Heute dient er Baustoff- und Recyclingbetrieben zur Bearbeitung und Verschiffung ihrer Produkte.

Schleuse Wanne-Eickel

ehemalige Schleuse Herne-West

Die ehemalige Schleuse Herne-West wurde bei der Erneuerung der Schleusenanlage Herne-Ost mit ersetzt. Dazu wurde der Kanal im Abschnitt Herne-West - Herne-Ost um 4,5 m vertieft.

Die alte Schleuse genügte in Länge und Breite nicht mehr den modernen Schiffen und Schubverbänden. Die Bausubstanz selbst war überaltert und durch Bergsenkungen erheblich beschädigt. Im Zuge der Entfernung der Schleusen wurden die äußeren Mauern beider Schleusenkammern erhalten. Insbesondere an der südlichen Mauer sind die Maßnahmen zum Ausgleich der Bergsenkungen noch deutlich zu erkennen. Die Kammerwand musste am westlichen Ende um 80 cm, am östlichen Ende aber um 3,5 m erhöht werden. Dies ist im Panoramabild am Unterschied zwischen Ziegelmauerwerk und Stahlbetonerhöhung zu erkennen.

Diese Schleuse steht auf dem Sekundus-Sprung. Bei Planung des Kanals war das bekannt, man ging jedoch davon aus, dass gerade hier Bergsenkungen nicht stattfinden würden, da im Sprungbereich (und Schleusensicherheitspfeiler) keine Steinkohle abgebaut werden sollte. RHK lock Herne-West 1.jpg



Betriebshafen der Wasser und Schifffahrtsverwaltung

Schleuse Herne-Ost

Die Schleusenanlage Herne-Ost wurde in den Jahren 1986 - 1992 erneuert. Die neuen Schleusenkammern sind jeweils 190m lang und 12m breit. Die Drempeltiefe (Wassertiefe am oberen Tor) beträgt 4m. Zum Oberwasser bildet ein Drehsegmenttor den Abschluss. Stemmtore schließen die Kammer zum Unterwasser ab. Der Unterschied zwischen Ober- und Unterwasser beträgt 12,8m. Ein Schleusengang benötigt ca. 14 Minuten - Ein- und Ausfahrzeiten der Schiffe nicht gerechnet. Die beiden Schleusenkammern sind so verbunden, dass das ablaufende Wasser der einen Kammer zum Auffüllen der anderen benutzt werden kann, bis Gleichstand eingetreten ist. Die zweite Hälfte des Wasser wird dann ins Unterwasser abgelassen, die andere, halbvolle Kammer wird vom Oberwasser aus gefüllt. Auf diese Weise ist der Wasserverbrauch je Schleusengang halbiert. Da ein Kanal ein stehendes Gewässer und kein Fluss ist, muss der Wasserverlust des Oberwassers beim Schleusen aufwendig durch Zurückpumpen wieder ausgeglichen werden.

Zu den Bildern in der Galerie:

Das linke Bild zeigt die Schleusenanlage vom Unterwasser aus, den Vorhafen, der von wartenden Schiffen genutzt wird, die Schleusenanlage mit den beiden unteren Toren und den Steuerstand, der einem Flughafentower ähnelt. Die Kammern sind Konstruktionen aus Stahlbeton mit einer Verklinkerung der Ansichtsseite. Das Tor der südlichen Kammer ist geöffnet. Das ausfahrende Motorschiff 'Carina' kommt aus Decin in Tschechien. Der Wasserstandsunterschied in der Kammer lässt sich am feuchten Algenbewuchs der linken Kammerwand abschätzen (12,8m). Am oberen Bildrand die Brücke der Horsthauser Straße über den Kanal. Am Ufer rechts mehrere Angler, die den Fischreichtum im Bereich der Schleusenanlage gerne nutzen.

Das Bild vom Oberwasser zeigt die südliche Kammer links mit dem oberen Tor. Die nördliche Kammer (rechts) ist zur Ausfahrt geöffnet. Zum öffnen wird dieses Tor um eine dicht oberhalb des Drempels liegende Achse gegen das Oberwasser versenkt. Die Ein- und Ausfahrt der Schiffe wird über Ampelanlagen geregelt. Der Schleusenmeister kann die gesamte Anlage alleine fernbedienen, da an allen wichtigen Punkten Fernsehkameras installiert sind. In der Kammer rechts: Motorschiff Aurora vor der Ausfahrt.

Das dritte Bild zeigt die zum Oberwasser geöffnete Kammer nach Ausfahrt des zweiten Schiffes des beobachteten Schleusengangs - Motorschiff Bydgoszcz aus Polen.

Das rechte Bild zeigt den Kanalverlauf nach Westen, vorne den Vorhafen, die oben erwähnte Straßenbrücke, dann eine Getreidemühle und deren Siloanlagen auf Recklinghäuser Gebiet, links davon und ca 5 km entfernt das Steinkohlenkraftwerk der STEAG im Ortsteil Herne-Baukau. Beide Kanalufer werden von befestigten Wegen gesäumt, die von Spaziergängern und Radfahrern häufig genutzt werden.

Bild:Germany_Rhein-Herne-Kanal_Schleuse_Herne_(1).jpg|Schleuse Herne-Ost Bild:Germany_Rhein-Herne-Kanal_Schleuse_Herne_(2).jpg|Schleuse Herne-Ost, Oberwasser Bild:Germany_Rhein-Herne-Kanal_Schleuse_Herne_(3).jpg|Schleuse Herne-Ost, Schleusenkammer Bild:Germany_Rhein-Herne-Kanal_Schleuse_Herne_(4).jpg|Schleuse Herne-Ost, Blick aufs Unterwasser

Hafen der Zeche Friedrich der Große

Hafen der Zeche König Ludwig

Hafen Victor

Hafen Rüttgers

ist aufgrund seiner tiefe lebensgefährlich

Hafen Luck

Hafen Marmorit

Vorhafen des alten Hebewerks

Fracht auf dem Rhein-Herne-Kanal


Fische im Rhein-Herne-Kanal


Städte am Rhein-Herne-Kanal


Weblinks


Kanal in Deutschland | Herne | Rhein | Route der Industriekultur

Rhine-Herne Canal | Rijn-Hernekanaal

 

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