Rhäzüns, rätoromanisch Razén, ist eine Gemeinde im Bezirk Imboden des Kantons Graubünden in der Schweiz.
Bekannt ist der Ort vor allem durch sein Mineralwasser Rhäzünser. Der Werbespruch «Rhäzünser isch gsünser» war jahrelang in der Fernsehwerbung und auf den Lastwagen der Mineralwasserfirma zu lesen. Sehenswert sind das Schloss Rhäzüns und die Kirche Sogn Gieri (St. Georg) mit gut erhaltenen mittelalterlichen Fresken.
Die heutige Pfarrkirche St. Paul wurde 1702 mit Beiträgen des Herrn von Rhäzüns, des deutschen Kaisers Leopold I., errichtet. Die Mineralquelle wird seit 1850 gewerbsmässig genutzt und gab dem Mineralwasser Rhäzünser seinen Namen.
Das Schloss Rhäzüns wurde wahrscheinlich von Freiherr Heinrich von Rhäzüns im 13. Jahrhundert erbaut. Im 18. Jahrhundert wurde es als Wohnsitz der habsburgischen Administratoren der Herrschaft Rhäzüns stark umgebaut. 1809 gelangte es mit der Herrschaft an Frankreich, 1819 an den Kanton Graubünden. Das Schloss wurde 1823 an die Gemeinde Rhäzüns verkauft, die es ihrerseits dem letzten habsburgischen Administrator, Arzt und Landrichter Georg Anton Vieli überliess, der auch die Mineralquelle nutzte. Früher war das Schloss auch auf den Mineralwasserflaschen der Marke Rhäzünser abgebildet.
Heute befindet sich das Schloss im Besitz der Firma Ems-Chemie. Christoph Blocher besitzt dort Wohnrecht. Das Schloss ist trotz Bemühungen der Gemeinde bis jetzt nicht öffentlich zugänglich.
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