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Reunionspolitik bezeichnet die auf die „Wiedervereinigung“ der linksrheinischen Gebiete des Heiligen Römischen Reichs mit Frankreich gerichtete Politik Frankreichs in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Ziel dieser Politik war das Erreichen der Rheingrenze mit nichtmilitärischen Mitteln.

Ludwig XIV. setzte 1679 so genannte Reunionskammern ein, die mit Hilfe alter Verträge die historische Zugehörigkeit von Gebieten zu Frankreich gerichtlich feststellen sollten. Auf diese Weise wurden bis 1688 große Teile des Elsass und Luxemburg in den französischen Staat eingegliedert, da das Heilige Römische Reich zu einem militärischen Widerstand nicht in der Lage war. Gleichzeitig wurden Gebiete, für die diese historische Zugehörigkeit nicht rekonstruierbar war, von Frankreich annektiert, wie beispielsweise 1681 die Stadt Straßburg.

Nachdem Frankreich 1688 militärisch in der Kurpfalz einmarschiert war, um auch dort Reunionen durchzuführen, entschloss sich das Heilige Römische Reich zum Krieg, um die aus deutscher Sicht rechtswidrigen Reunionen im Elsass rückgängig zu machen (Pfälzer Erbfolgekrieg).

1697 musste das Heilige Römische Reich die französischen Reunionen im Elsass im Frieden von Rijswijk anerkennen, die Kurpfalz und Luxemburg blieben beim Reich.

Weblinks


Deutsche Geschichte (Heiliges Römisches Reich) | Französische Geschichte

Politique des Réunions

 

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